Oktober - Dezember 2009

Thanksgiving / Thanksgiving-Grüsse

Klick für GroßbildDieses Jahr feiern wir unser zweites Thanksgiving in Kanada. Wir freuen uns unendlich und danken dafür, das wir ein zweites Thanksgiving in unserer Wahlheimat feiern. Wie unsere Freunde und Familien wissen, haben wir bereits in Deutschland Thanksgiving gefeiert und dies stets traditionell mit Truthahn (was jedesmal ein Krampf war zu bekommen) und allem was dazu gehört. Das in Kanada gefeierte Thanksgiving (engl. für „Danksagung“) ist eine Form des Erntedankfestes, weicht aber stark von den Bräuchen des europäischen Festes ab.

In Kanada wird das Fest am zweiten Montag im Oktober begangen. Dort ist Thanksgiving in den meisten Provinzen Feiertag, so dass er eines der beliebten langen Wochenenden im Jahr bildet. Das Fest war ursprünglich auf den 12. Oktober (Columbus Day der Tag, an dem die „Neue Welt“ entdeckt wurde) terminiert, wurde aber – wie auch Columbus Day in den USA – auf einen Montag verlegt.

Klick für GroßbildZum traditionellen Thanksgiving-Essen gibt es Gerichte, wie sie es vermutlich am ersten Thanksgiving-Fest gegeben haben soll. Das Menü wird überwiegend aus ursprünglich nordamerikanischen Lebensmitteln zusammen gestellt: einen gebratenen und gefüllten Truthahn (roasted turkey) mit einer reichhaltigen Auswahl an Beilagen und Nachspeisen wie Preiselbeersauce (cranberry-relish), Süsskartoffeln (sweet potatoes), Apfel- und Kürbisauflauf (pumpkin pie) sowie verschiedene Gemüse wie Squash grüne Erbsen und Mais. Zweithäufigstes Thanksgiving-Fleisch – in der Regel anstelle Truthahn – ist Schwein. Das Thanksgiving-Essen wird oft von einem Dankgebet begleitet oder jeder sagt der Reihe nach, wofür man in diesem Jahr besonders dankbar ist. Solche Bräuche variieren stark von Familie zu Familie oder dem jeweiligen Freundeskreis. Wir haben das Fest stets so gestaltet das wir Reihum sagten für was wir dankbar sind dieses Jahr.

Nun ist es Zeit das wir unsere Thanksgiving Grüße loswerden:

Klick für GroßbildWir sind dieses Jahr besonders dankbar für ein weiteres Jahr in Kanada. Wir sind dankbar gesund zu sein. Wir sind zu tiefst dankbar für ein weiteres Jahr einer glücklichen, liebe- und wertvollen Ehe die wir beide führen. Wir sind dankbar für unsere Familie. Wir sind dankbar für die Unterstützung unserer Freunde aus Deutschland. Es ist schön das Entfernung keine Rolle spielt und man  nach 1 ½ Jahre nicht vergessen wird und der Kontakt immer noch so fest besteht. Ebenso sind wir für all die neuen Freunde und Bekannten dankbar, die wir hier kennen und schätzen gelernt haben. Wir sind dankbar für die wertvollen Menschen die wir durch unsere Homepage kennengelernt haben. Ein ganz besonderer Gruß geht an Silke, Sven und Miguel. Ein Gruß an dieser Stelle an Tini und Tony, vielleicht feiern wir einmal zusammen Thanksgiving.

Bella & Kai

Seitenanfang

Halloween Teil 1 - Im Fort Edmonton Park

Klick für GroßbildDieses Jahr feierten wir wieder Halloween beim “Spooktacular” im Fort Edmonton Park. Dieses Mal waren wir in Gesellschaft von Antje, Benny und Paul und freuten uns sehr darauf. Das Kostüm von Benny war einfach genial, da bekam man so richtig das Gruseln. Paul sein Kostüm sah ebenso klasse aus. Vom Wetter her hatten wir dieses Jahr sehr viel Glück. Es hat weder geschneit noch geregnet und die Temperaturen waren regelrecht angenehm. Leider war das Halloween im Fort Edmonton Park dieses Jahr im Vergleich zum Vorjahr eher enttäuschend. Schon am Anfang ist uns aufgefallen, das sie extrem an der Dekoration gespart haben. Auf den Strassen für die Kinder waren nur ganz wenig Häuser offen und während letztes Jahr noch jedes Kind eine Handvoll Süssigkeiten bekommen hat, gab es dieses Jahr an jedem Treat-Stop genau 1 Stück Candy. Andere Besucher nahmen daran ebenso Anstoss. Hinter vorgehaltener Hand erfuhren wir von Voluntiere das die Stadt Gelder gestrichen hat und sie nur ganz wenig Candys zum verteilen bekommen haben. Als wir den Fort Edmonton Park verliessen,  wurden wir gebeten unsere Meinung nieder zuschreiben, dies haben wir getan.

Seitenanfang

Neues Auto

Anfang September ging unser Auto kaputt. Leider war es diesmal etwas am Motor. Ein Folgeschaden nachdem uns eine Woche Vorher ein Schlauch samt Dichtungssystem am Kühlwasserkreislauf kaputt ging. Eine weitere Reparatur des Motors hätte keine Sinn gemacht wegen der hohen Kosten ($ 3000 CAD) und der bereits gelaufenen 300.000 km.

Klick für GroßbildNach einiger Zeit der Suche haben wir nun ein neues Auto. Die Suche gestaltet sich sehr nervenaufreibend, die Händler sind teilweise einfach nur unmöglich. Es werden viel zu hohe Preise verlangt und die meisten sehen es überhaupt nicht gerne, wenn man bar bezahlt. Es waren sogar welche dabei, die uns teurere Autos aufschwätzen wollten weil man mit dem Betrag über Budget doch eine Finanzierung über das Autohaus machen könnte. Wir möchten noch einmal darauf hinweisen, das solche Finanzierungen mit grosser Vorsicht abgeschlossen werden sollte. Wir haben es in den letzten Monaten genug erlebt, das Menschen hier gekündigt wurden und sie das Land verlassen mussten. Wir glauben das es niemanden weiterhilft, wenn man dann hier einen Kredit weiterlaufen hat, von einigen tausenden Dollar und schon wieder in einem anderen Land versucht sich eine neue Existenz aufzubauen. Es steht aber jedem frei selbst zu entscheiden was er macht, es ist nur ein gut gemeinter Rat.

Klick für GroßbildNachdem wir schon ziemlich verzweifelt waren und fast mit den Nerven am Ende, bekamen wir einen genialen Tip von Astrid und Ralf. Sie haben uns einen ganz tollen Mann empfohlen der bei einem großen Autohändler etwas ausserhalb von Edmonton arbeitet.  Er war völlig anders als alle anderen Verkäufer zuvor und vor allem kompetent im Auftreten, wir haben uns sofort gut verstanden. Bevor wir den Wagen gekauft haben, ist Ralf extra noch einmal zum Händler gekommen um sich das Auto anzuschauen. Wir danken Euch dafür. Jetzt wollt Ihr sicher wissen was wir uns für ein Auto gekauft haben - Einige werden bestimmt Lachen oder sich wundern - Ja es ist genau dasselbe Auto wie unser Erstes was wir hier gekauft haben - ein GMC Jimmy!  Das Gute ist, das wenn wir nun Ersatzteile benötigen, alle in unserem alten Jimmy haben, denn den haben wir behalten. Somit haben wir ein ganzes Ersatzteillager neben dran stehen. Der neue Jimmy ist nur 100.000 km gelaufen, der Innenraum wie neu und alles funktioniert noch, wei z.B. der elektr. verstellbarer Sitz.

Seitenanfang

Geiseldrama in Edmonton

Nachfolgend der Einfachheit halber, die Meldung aus dem Focus.

In Edmonton hat am Mittwoch ein Geiseldrama die Menschen in Atem gehalten. Ein Mann mit einem Gewehr hatte sich mit acht Opfern im Gebäude der WCB (Berufsgenossenschaft) verschanzt.

Klick für GroßbildEdmonton -  Die Geiselnahme in der kanadischen Stadt Edmonton ist nach fast zehn Stunden unblutig zu Ende gegangen. Wie der kanadische Fernsehsender CTV am Mittwochabend unter Berufung auf die Polizei berichtete, ergab sich der Bewaffnete der Polizei. “Alle Geiseln waren unverletzt”, sagte der Sprecher der Polizei von Edmonton, Dean Parthenis.
Der Mann hatte acht Menschen in seine Gewalt gebracht. Die Polizei hatte ihn in Verhandlungen überzeugen können, seine Geiseln eine nach der anderen freizulassen. Eine halbe Stunde, nachdem er die letzte Geisel hatte gehen lassen, ergab er sich. Der Mann hatte sich mit einem Gewehr mit seinen Opfern im Gebäude einer Berufsgenossenschaft verschanzt.

Klick für GroßbildDie Polizei in der Provinz Alberta hatte das Haus großräumig abgeriegelt und bemühte sich von Anfang an um die Freilassung der Menschen. “Wir haben unser Verhandlungsteam vor Ort, das mit dem Mann spricht, um eine friedliche Lösung zu erreichen”, sagte Polizeisprecher Jeff Wuite.
Die Beamten waren vormittags (Ortszeit) durch einen Notruf alarmiert worden, ein Mann mit einem Gewehr sei in das Gebäude gekommen. Rund 700 Angestellte der Berufsgenossenschaft konnten in Sicherheit gebracht werden.Unbestätigten Berichten zufolge soll der Geiselnehmer Ärger mit einem Arzt der Berufsgenossenschaft gehabt haben. Eine Sprecherin bestätigte, dass er ein Patient war. Wie der bewaffnete Mann durch die Sicherheitssperren gelangen konnte, war zunächst nicht klar. Er verschanzte sich mit seinen Opfern in einem Konferenzraum im achten Stock des Gebäudes. (smz/dpa)
Hier der Beitrag auf Focus-Online mit Video.
http://www.focus.de/panorama/videos/kanada-geiselnehmer-gibt-nach-zehn-stunden-auf_vid_13427.html

Seitenanfang

Halloween Teil II

Wir haben unser Apartment mit Spinnweben, Spinnen, Fledermäusen, Herbstdeko, Kerzenlichter, blutige Füsse aus Gel, Ghosts, Absperrbändern und Totenköpfen geschmückt, es hat allen total gut gefallen. Unser Gäste kamen mit Halloweenschmuck und Blutschminke im Gesicht. Bella hat sich ihre Perücke vom Hexenkostüm angezogen. Und auch einige Freunde  und Bekannte kamen vorbei.
Zum Essen gab es Chili im Hexenkessel (leider hatten wir die Blutwürmer vergessen), Cranberrie Scones, Cheese Scones, eine grosse selbstgebackene Hexe aus Hefeteig, ein Frischkäsegrabstein mit Mohn und das Frischkäsegrab mit Petersilie dazu Cracker und Chips. Als Nachspeise gab es eine Spidertorte (Spinnentorte).
Klick für GroßbildNachdem wir zu Abend gegessen haben sind wir los gefahren um durch die Strassen zu ziehen. Unser Lieblingshalloween Haus aus der Neighborhood gab es dieses Jahr wieder. So etwas bekommt man wirklich nicht oft zu sehen, dort steckt soviel Liebe zum Detail.
Weiter ging es Richtung Halloween Alley. Es war nicht so viel, wie wir erwartet haben und wir waren allgemein sehr überrascht, wie wenig Leute doch zu Halloween ihre Häuser dekorieren. In dem Gebiet der Halloween Alley gab es einige schöne Häuser zu sehen und man kann einfach nur staunen, wieviel Arbeit und Mühe sich manche Hausbesitzer machen, das ist einfach klasse. Seht Euch einfach die Fotos an, da fehlen leider nur die Soundeffekte und das Geschrei der Kinder und manchmal auch der Erwachsenen. Als wir von Haus zu Haus schlenderten gab uns eine Familie einen super Tip. Wir sollten einen Block weitergehen und dort gibt es ein Haus, bei dem man nach Igor fragen soll. Klick für GroßbildAls wir am Haus ankamen war mir (Bella) nicht zum aussteigen zumute. Das Haus war unheimlich und strahlte schon so eine gruselige Atmosphäre aus. Es war genial geschmückt, jedoch nicht kitschig sondern gruselig – total professionell. Vor dem Haus lief ein Mann herum in einem Kostüm mit einer hässlich aussehenden Maske. Er sprach die Leute an, ans Haus zu gehen um den berühmten Igor kennenzulernen. Er packte mich und wollte mich richtig zum Haus ziehen. Klick für GroßbildJedoch hat er dies nicht geschafft. Wir standen vor dem Haus und plötzlich ertönte eine tiefe Stimme: Tretet ein und lernt den sagenhaften Igor kennen. Es kam ein Kettensägegräusch und mit einem Mal sprang ein grosser kräftiger Mann mit einer laufenden Kettensäge aus einem dekorierten Gruselzelt und rannte auf uns zu. Man sind wir erschrocken! Ich und noch ein paar andere sind kreischend davon gelaufen. Das war definitiv ein Schockgruselfaktor. Es war so unbeschreiblich, das muss man einmal erlebt haben. Wir haben uns dies noch einmal angeschaut, er hat dies ebenso mit Kindern gemacht. Als die Szene jedoch vorbei war, war Igor ein netter Mann der danach noch mit allen Kids ein Gruppenfoto machte. Igor gab mir mit Zeichensprache zu verstehen: I´m watching you. Man haben wir alle herzlich gelacht. Das war definitiv das gruseligste, aufregendste Halloween was wir bis jetzt je hatten. Wir werden noch lange von dem Erlebnis sprechen und Igor vergessen wir sicher ebenso nicht so schnell. Es ist einfach eine tolle Sache was diese Menschen auf die Beine stellen.

Zu Hause angekommen, gab es zum Dessert die Spidertorte. Wir haben ein Spiel vorbereitet was stark am Cluedo Spiel angelehnt ist. Jedoch haben wir nicht das Spiel gekauft, sondern eine abgewandelte Version in einer Zeitung gefunden. Wir haben für jeden eine Case File angelegt, Informationen über das Opfer, die Tatverdächtigen, Ermittlungszettel und selbstgebastelte Spielkarten. Es hat sehr viel Spass gemacht das Spiel zu spielen.
Wir haben in unseren Apartment noch ein längeres Andenken an dieses Halloween. Als wir die Deko entfernten haben die blutigen Gelfussabdrücke im wahrsten Sinne des Wortes ihre Spuren hinterlassen. Das rot hat so abgefärbt, das wir nun dauerhaft Abdrücke im Linoleum Boden in unserem Bad haben. Wir haben erst einmal gelacht. Nachdem wir alle chemischen Mittel und alle Hausmittel die uns einfielen benutzt haben, waren die Abdrücke immer noch zu sehen. Nun ist unsere letzte Hoffnung ein Mittel von Kai seiner Arbeit, ansonsten werden wir dieses Halloween etwas teurer bezahlen. Es wird evtl. daraus hinauslaufen, das wir den Belag erneuern müssen.
P.S.: Der Industrie-Cleaner von Kai seiner Arbeit hat die Flecke entfernt.

Seitenanfang

Isabell war bei der Remembrance Day Zeremonie

Heute ist Remembrance Day und ich bin nach Downtown gefahren um das erste Mal dabei zu sein. Es waren viele Menschen da, die alle die Mohnblume trugen, ebenso waren viele Veteranen, Soldaten und Police Officer dabei. Die ganze Zeremonie wurde mit Klick für Großbildder Hintergrundmusik vom Armeeorchester begleitet. Der Bürgermeister Steven Mandel und einige Soldaten hohen Ranges hielten Ansprachen in der City Hall. Es wurde das Gedicht von  John McCrae's “In Flanders Fields” vorgetragen. Ein Pfarrer sprach zu uns und dann legten alle zusammen eine Schweigeminute ein. Nach einigen Gebete und Gesang ging es nach draussen zum dem Monument was sich vor der City Hall befindet. Am Monument wurden nacheinander Kränze abgeleg, durch verschiedene junge und alte Soldaten, Familienangehörige, RCMP Officer, Krankenschwestervereinigung, Vereine sowie einem Soldaten der von Neuseeland nach Edmonton gekommen war. Vor dem Monument marschierte ein Trupp Soldaten vor. Sie drehten sich alle in Richtung Monument und standen dort stramm. Zwischendrin fand um 11.11 Uhr eine zweiminütige Stille statt. Es ist ein komisches Gefühl bei so etwas teilzunehmen. Soldaten haben ihr Leben gegeben im Ersten-, Zweiten- und im Vietnam-Krieg. Unzählige Menschen haben ihr Leben riskiert und ihr Leben gelassen um uns Freiheit zu geben. Ich bin sehr berührt gewesen von der grossen Anteilnahme von ganz jungen und von Menschen bis ins hohe Alter. Ich finde, dass dies das mindeste ist was man tun kann, an einem Tag einmal 2 Minuten still zu sein und an all die Soldaten und Zivilisten denken die in den Kriegen bis heute ihr Leben verloren haben.

Seitenanfang

Candian Finals Rodeo

Klick für GroßbildAm Freitag waren wir beim Rodeo im Rexall Place. Es war das erste Mal, das wir zum Canadian Finals Rodeo gegangen sind allerdings haben wir bereits ein Rodeo erlebt, die Calgary Stampede 2008.
Klick für GroßbildAn diesem Freitag war “Official Army Day”. Am Anfang der Show marschierte ein Zug Soldaten ein und gleichzeitig seilten sich Soldaten von der Hallendecke ab. Darauf folgend kamen zwei LAV III (Schützenpanzerwagen) in die Halle gefahren. Die Stimmung die in der Halle herrschte läßt sich nicht in Worte fassen. Nachdem der Zug Soldaten in der Hallenmitte Aufstellung genommen hat, liefen die  Rodeoteilnehmer ein und stellten sich direkt gegenüber der Soldaten auf. Die Cowboys sprachen  den Soldaten ihren Respekt aus und versprachen ihre Siegtrophäen des Abends den Soldaten zu widmen und an diese weiter zu reichen, was dann später auch alle Beteiligte taten. Danach wurde, wie bei jeder Sportveranstaltung üblich, die Nationalhymne gesungen. Das alles war sehr bewegend und emotional.

Dann ging auch das Rodeo los und was soll man dazu sagen? Das war einfach genial anzusehen. Es hat so einen riesen Spass gemacht. Die Show, die Stimmung, die Menschen, einfach alles.
Wir sind nächstes Jahr auf jeden Fall wieder dabei.
Weitere Fotos vom Rodeo findet Ihr in unserer Foto-Galerie!

Seitenanfang

Bright up the Lights

Klick für GroßbildVor 2 Wochen waren wir mit Astrid und Ralf beim Bright up the Lights Festival. Es waren wieder eine Menge Menschen da und auch dieses Jahr war es "wärmer" als die vielen anderen Jahre davor. Mir war es immer noch kalt genug und ich war danach ganz schön durchgefroren. Wir haben selbst Schokoladenäpfel hergestellt so das wir die dann noch mit leckerem Kaffee bzw. Latte genascht haben - wie sich das eben zur Weihnachtssaison gehört. Es wurde der Countdown gezählt und da erstrahlte er, der 62 Feet (18 m) grosse Tannenbaum. Uns fiel ganz schön die Kinnlade herunter, denn der Baum war der absolute Hammer. Sie haben ihn so viel schöner geschmückt als letztes Jahr. Endlich mal etwas, an dem sie dieses Mal nicht gespart haben. Danach ging gleich das Feuerwerk los. Das wiederum war weniger als letztes Jahr, jedoch trotzdem sehr schön. Es war ein wunderschöner Abend und nächstes Jahr wären wir gerne wieder dabei.

Seitenanfang

Bill Cosby

Klick für GroßbildLetztes Wochenende waren wir bei Bill Cosby’s Comedy Bühnen Show. Wir sassen in der ersten regulären Reihe, vor uns waren nur noch 4 Reihen des Orchestergrabens. Es war den ganzen Abend durch einfach eine super familiäre Stimmung im Saal. Die meisten Menschen waren über 55 Jahre und als Bill die Bühne betrat haben sie ihn alle mit einem unheimlichen grossen Jubel empfangen. Es war sehr bewegend ihn so nah auf der Bühne zu sehen. Man konnte das gar nicht glauben, das plötzlich eine so grossartige Persönlichkeit vor einem steht. Er ist ziemlich gealtert und ist mittlerweile 72 Jahre alt. In seiner Show erzählte vieles aus seinem Leben und dies stets mit einer lustigen Pointe. Bill hat das Publikum sehr in seine Show mit einbezogen, anders als die heutigen Möchtergern-Stand-Up-Comedians, das ist es was seine Show so besonders macht. Er erzählte als seine Nichte mit 6 Jahren erfuhr, das ihr alter Onkel Bill der wahre und berühmte Bill Cosby ist. Er erzählte davon was es bedeutet Eltern zu sein, von seinen Eltern und aus seiner Ehe. Der ganze Saal hat den Abend durch herzlich gelacht. Am Ende gab es Standing Ovations für ihn. Es war uns eine Ehre ihn einmal live erleben zu dürfen und an dieser Stelle möchten wir ganz doll Nadine grüssen - wir haben ganz fest an Dich gedacht und schnell versucht ein Foto zu machen, denn Fotoapparate und Videokameras oder sonstige elektronische Aufnahmegeräte waren verboten.

Seitenanfang

Christmas Tree Festival - Adventskalender

Am Freitag Abend sind wir durch Edmonton gefahren und haben ein paar Stadtaufnahmen bei Nacht gemacht, um sie nur und exklusiv mit Euch zu teilen. Danach sind wir zum Christmas Tree Festival ins Shaw Conference Centre gefahren, dort war es einfach genial. Es waren über 100 Weihnachtsbäume ausgestellt und es war jeder einzelne komplett anders geschmückt bzw. designt und kein Baum glich dem anderen. Es gab wie immer viel für Kinder zu entdecken und zu erleben, jedoch auch für Erwachsene war es schön anzusehen. Auf der Bühne traten verschiedenen Bands und Gruppen auf. Dazu konnte man Kaffee oder heissen Kakao mit selbstgebackenen Cookies geniessen, Kaffe + 1 Cockie nach Wahl nur $1 CDN! Die kompletten Einahmen  gehen alljährlich an die Alberta University Hospital Stiftung. Neben den Genuss hat man somit
auch gleich wieder eine gute Tat vollbracht!
Eine Auswahl der Bäume gibt es täglich in unserem Adventskalender zu bestaunen. Also kein Türchen des Kalenders verpassen!

Seitenanfang

Das Weihnachtsdorf

Klick für GroßbildKlick für GroßbildSchon lange wünschen wir uns zur Weihnachtszeit ein Weihnachtsdorf, haben aber nie Teile dafür gekauft. Jetzt haben wir es endlich getan. Wir entschieden uns dafür  alles von der Marke Lemax zu kaufen. Das ist zwar teurer als andere Marken, jedoch ist alles aufeinander abgestimmt, zusammenfügbar und man kann sich Dinge nach und nach kaufen ohne Angst haben zu müssen, das es in 2 Jahren nichts passendes mehr gibt. Da wir aber richtige Sparfüchse sind, haben die Chance genutzt im Sears  im Sale alles 40% günstiger zu bekommen. Sie haben so viel Auswahl das ist einfach unglaublich. Und es ist nicht so, das man sich das nur zu Weihnachten hinstellen kann, es gibt auch die Themen Frühjahr, Sommer, Erntedankfest, Küstendorf, und man kann sogar eine ganze Stadt zu Halloween bauen. Wir haben viel Freude daran gehabt das aufzubauen und jedes Jahr wird unser Dorf etwas weiter wachsen.

Seitenanfang

Schneesturm

Am Freitag den 4.12.2009 kam er nun, der erste starke Schneesturm des Jahres in Edmonton. Letztes Jahr sind wir gut davon gekommen denn da gab es keinen. Bereits am Donnerstag gab Environment Canada Wetterwarnungen in verschiedenen Regionen heraus. Es fing morgens an mit heftigem Schneefall der sich durch den ganzen Tag und die ganze Nacht zog. Gegen Mittag kam dann der erwartete Wind von bis zu 60 km/h hinzu, es herrschte ziemliches Chaos in der Region. Die Abschleppunternehmen haben nicht ein einziges Auto abgeschleppt, sondern lediglich die Fahrer und Mitfahrer aufgesammelt. es wurde so schlimm, das sogar der einzige Highway zwischen Edmonton und Calgary vorübergehend geschlossen wurde.
Ich habe Freitag Nachmittag versucht Kai von der Arbeit abzuholen. Ich habe erst einmal 13 Minuten gebraucht, ehe ich unser Auto vom Schnee befreit hatte, als ich fertig war hätte ich rein theoretisch wieder anfangen können.
Auf den Strassen war nichts geräumt und die Autos fuhren max. 40 km/h.  Ich kämpfte mich mit Allradantrieb langsam von unseren Parkplatz, als ich auf die Hauptstrasse abbog ,geriet trotz Allrad das Hinterteil des Autos in Bewegung, was ich es als sehr unangenehm empfunden habe, ich fuhr noch ein Stück und habe gemerkt, das es für mich einfach nicht ging, somit habe ich die Fahrt abgebrochen und bin umgekehrt. Kai kam mit dem Bus gute 40 min später als gewöhnlich zu Hause an.

Die grosse Überraschung kam am Samstag vormittag, der Haustürausgang zu unserem Auto war mit 1,50 m Schnee versperrt und wir sind nicht herausgekommen. Die Schneeverwehungen waren sehr heftig. Von unserem Parkplatz ist man schwer bis gar nicht weggekommen. An die 10 Autos sind an diesem Tag stecken geblieben und mussten mehrmals freigeschaufelt und angeschoben werden. Alleine um aus unsere Parklücke heraus zu kommen, mussten wir 80 cm  Schnee mit der Schaufel beiseite schippen. Wir fuhren teilweise durch 20 cm hohem Schnee um den Mietwagen abzuholen, den wir gebucht hatten um Ralf aus Calgary abzuholen. Das war echt ein Erlebnis und es gibt hier Winterstürme die 3 Tage so anhalten. Wir sind froh, das dieser nur 30 Stunden abgehalten hat.

Seitenanfang

Ralf´s aufregende Reise nach Edmonton

Hallo hier melde ich (Ralf) mich nach über einem Jahr wieder bei Euch. Auch dieses Jahr wird das Schreiben meiner Gedanken Bella und Kai übernehmen. Am Samstag morgen bin ich um 5 Uhr von Bella geweckt worden. Ich wollte sicher gehen, das ich nicht verschlafe. Um 6.30 Uhr kam unsere Freundin Little J und brachte mich an dem Badischen Bahnhof. Am liebsten wäre sie mitgekommen. Hätte sie rein theoretisch tun können – ich habe noch Platz im Koffer gehabt.
Ich hatte einen reservierten Sitzplatz und wollte nun meine angehende lange Reise geniessen, als nach 5 min. in meinem Abteil plötzlich ein kleines Kind anfing sich zu übergeben. Naja, das hatte sich wieder beruhigt, dann kann es ja weiter gehen.
Plötzlich blieb unser Zug zwischen Freiburg und Offenburg stehen. Der Schaffner brachte die Durchsage das es sich um einen Personenschaden handelt und es bis zu über einer Stunde Verspätung kommen kann. Na prima. Ich habe sofort Bella und Kai eine SMS geschrieben. Es dauerte nicht lange und Bella rief mich an. Gemeinsam überlegten wir, was wir tun können. Danach sagten wir noch unserer Mom Bescheid. Der Schaffner schrieb alle auf, die nach Frankfurt zum Flughafen müssen. Eine ganze Stunde stand ich nun mitten in der Pampa und konnte überhaupt nichts machen. Nachdem wir alle kreuz und quer telefoniert hatten, ich mit Mom, Mom mit Isabell Isabell mit mir, hat meine Mom den Grossteil des Telefonierens übernommen, damit Bella und Kai schlafen konnten. Es war ja mitten in der Nacht bei ihnen, doch wie ich im nachhinein erfuhr, haben sie natürlich sehr schlecht geschlafen, da sie sich Sorgen gemacht haben ob ich meinen Flug überhaupt rechtzeitig bekomme. Das ganze war noch schlimmer, als Kai meiner Mom sagte, sie soll bei Air Canada am Flughafen anrufen. Dort teilte ihr die Dame mit, das aufgrund des Schneesturmes in Canada noch gar nicht sicher sei, ob der Flug nach Kanada überhaupt noch am Samstag geht. Na toll, es wird ja immer besser, dachte ich mir.
Um 12.30 Uhr bin ich am Flughafen angekommen und ging direkt an den Air Canada Schalter. Dort teilten sie mir mit, das mein Flug definitiv nicht pünktlich abfliegen wird, geplant war 14.07 Uhr der voraussichtlicher Abflug sei eher wahrscheinlich um 23 Uhr. Ich sollte jedoch immer mal wieder auf die Anzeige schauen, da es sein könnte, das der Flug noch gecancelt wird. Prima, seit 5 Uhr morgens wach und dann 11 Stunden alleine auf einem Flughafen verbringen und die Zeit tot schlagen, als Entschädigung bekam ich einen Essensgutschein damit ich nicht verhungere bis zum Abflug, um 23.15 Uhr ging dann endlich der Flieger nach Calgary.

Seitenanfang

Die Geschichte aus unserer Sicht

Wir hatten für den Besuch von meinem kleinen Bruder Ralf einige Überraschungen geplant. Wir hatten einen Pick-up Truck gebucht, was super toll war, denn so sind wir durch den Schneesturm und die Schneemassen richtig gut durchgekommen. Es war geplant Ralf abzuholen und weiter nach Banff zu fahren, wo wir bereits ein Hotel gebucht hatten. Anschliessend sollte unsere Reise gemütlich mit Zwischenstop zum Schlittschuhlauf in Jasper zurück nach Edmonton gehen. Durch Ralf’s Verspätung, die uns eine recht bescheidene Nacht bescherte, waren unsere Pläne allerdings hinfällig geworden. Trotzdem haben wir versucht noch das Beste daraus zu machen. Wir sind Samstag Mittag in Edmonton los gefahren, der Weg nach Calagary war sehr unheimlich, denn auf der ganzen Strecke steckten die Autos haufenweise im Strassengraben. Teilweise lagen auf einigen Streckenabschnitten von 10 m 5-6 Autos, das waren wahrscheinlich die Punkte wo dann der Highway am Freitag geschlossen wurde. Die Strassenbedingungen waren aber am Samstag unserer Meinung nach soweit ok. Zwischendurch wurde es ab und zu etwas kritisch, da wir teilweise Abschnitte hatten wo wir 50 m über das blanke Eis auf der Strasse fahren mussten.

Klick für GroßbildNach nur 3,5 Stunden sind wir gut in Calgary angekommen und haben eine Pause in Calgary’s neuester Mall gemacht, von da ging es weiter Richtung Banff. In Banff haben wir in unserem Hotel eingecheckt, sind anschliessend etwas durch Banff spaziert und haben noch etwas gegessen. Wir haben uns bis 23 Uhr schlafen gelegt, da Ralf nun erst um 1.15 Uhr Nachts in Calgary erwartet wurde. Wir fuhren zum Calgary Flughafen und nahmen endlich statt um 16 Uhr am Samstag um 2 Uhr Sonntag Morgen Ralf in die Arme. Er wusste nichts von unseren Plänen und dachte das es nun wieder nach Edmonton zurückgeht. Wir haben natürlich nichts gesagt und gespannt gewartet bis er nun endlich selber bemerkte, das es nicht nach Edmonton ging. Es hat eine ganze Weile gedauert und die Berge hat man selbst mitten in der Nacht ganz gut erkennen können. Die Berge wurden grösser und grösser und Ralf sagte einfach, Nichts.

Kai dachte: Mensch der Ralf brauch wirklich eine Brille und Ralf dachte: Mmmmhhh sieht das anders aus. Komisch ich hab das gar nicht so hügelig in Erinnerung gehabt. Kann ich mich denn so täuschen?....
Nach einer ganz langen Weile fragte er endlich wo es denn hingeht weil er das eigentlich viel flacher in Erinnerung hatte und ob wir doch nicht etwa in die Rockys fahren. Jaaaaaaaaa wir dachten schon er fragt nie. Surprise! Wir haben so gelacht und ich dachte schon, er würde nie fragen. Um 4 Uhr morgens sind wir endlich im Hotel eingetroffen und sind total kaputt und müde ins Bett gefallen.

Seitenanfang

Fahrt durch die Rocky Mountains

Wir haben Sonntag bis 9 Uhr geschlafen und nach einem kleinen Frühstück haben wir Ralf Banff gezeigt und ein paar Fotos gemacht. Es war herrlichstes Wetter – blauer Himmel, strahlender Sonnenschein und (leider) –28° mit einer Brise Windchill. Dann haben wir uns auf unseren Wag nach Hause gemacht. Es war total atemberaubend die Rockys im Winter zu sehen. Klick für GroßbildAls erstes ging es nach Lake Louis, wir kannten es nur vom Sommer und Ralf kannte es noch gar nicht. Als wir am zugefroren See standen (rechtes Bild), war es dort durch den Windchill so kalt, das ich durch meine Handschuhe hindurch rote gefrorene Finger bekam, das war ziemlich schmerzhaft. Auch die anderen Besucher haben es vor Kälte nicht lange dort ausgehalten. Wir fuhren weiter zu den Columbia Icefields, unterwegs waren fast alle Attraktionen geschlossen, da man sie durch die Schneemassen nicht erreichen konnte. Man erkannte fast nichts mehr wieder, da alles so anders aussah. Der Weg zum Peyto Lake (1880 m) war jedoch als offen gekennzeichnet. Wir beschlossen vom Parkplatz zum See bzw. zur Aussichtsplattform ( 2.088 m) hochzulaufen. Wir liefen ein kurzes Stück durch den meterhohen Schnee und bemerkten schnell, das wir über eine Stunde unterwegs sein würden statt der 15 Minuten wie im Sommer. Wir merkten auch das die –28° trotz Winterausrüstung doch so kalt sind, das wir evtl. nicht weit kommen würden oder zumindest nicht allzu lebendig wieder zurück. Somit haben wir entschieden ohne grosses Risiko sofort wieder umzukehren. Ralf war sehr froh darüber, denn er gestand uns, das ihm die Kälte sehr zusetzt. Er hatte trotz kanadischer Schneeboots bis –20° eiskalte Füsse. Er hat ziemlich gefroren und nicht die richtige Hose für dieses Wetter an. Das Atmen fiel ihm und auch mir wegen der Kälte und der Höhe ziemlich schwer.
Am Columbia Icefield angekommen. stellten wir abermals fest wie krass der Unterschied im Winter ist,  wenn man sich da an den August zurück erinnert, wie sich die Massen am Icefield getummelt haben. Das Besucherzentrum war geschlossen, keine Bustouren zum Gletscher, selbst das Hotel am Icefield hat erst ab April wieder offen. Man hat die Rockys wirklich nur für sich. Zwischen Banff und Jasper (210 km) kamen uns vielleicht 10 Autos entgegen und 2 haben uns überholt weil wir doch sehr oft angehalten sind um Bilder zu machen.
In Jasper angekommen haben wir dort erst mal gegessen. Wie immer haben wir uns den Patricia Lake nicht entgehen lassen, nur das ausser Schnee nichts vom See zu sehen war. Und wenn niemand den Meter Schnee vom See räumt wird das auch mit dem Schlittschuhlaufen leider nichts. Auf der Rückfahrt vom See nach Jasper war am Strassenrand eine ganze Elk-Herde samt Hirsch. Elk und Elch sind hier 2 verschiedene Dinge! Der Elk hier ähnelt mehr dem europäischen Rotwild ist allerdings vom Körperbau größer und wird hier oft auch als Wapiti bezeichnet, während der Elch hier immer als Moose bezeichnet wird. Auf der Weiterfahrt nach Hinton sahen wir noch unzählige Wapiti- und Big Horn Sheep-Herden auf der Strasse und am Strassenrand. Gegen 20 Uhr kamen wir zu Hause in Edmonton an.
Es war
ein aufregendes und schönes Wochenende!
Weitere Fotos findet Ihr in unserer Foto-Galerie! <- Klick!

Seitenanfang

Reise nach Toronto

Am 8.12. sind wir früh morgens aufgestanden um uns auf die Reise nach Toronto zu begeben. Ralf wusste von nichts und wir haben ihm verkauft, das wir nach Drumheller oder so fahren. Es ging Richtung Airport und im Parkhaus fragte er uns, was wir denn auf dem Flughafen machen und ob wir doch nicht etwa wegfliegen. Surprise! Er hat sich total gefreut. Um 14 Uhr sind wir in Toronto gelandet und haben anschliessend unseren Mietwagen geholt. Als wir das Flughafengelände verlassen haben, sind wir direkt auf den grössten Highway der Welt gekommen. Das bedeutet 8 Spuren in eine Richtung und 8 Spuren in die andere macht 16 Spuren insgesamt. Das war am Anfang ganz schön beeindruckend. Wir kannten es zwar schon aus dem Jahr 2001/2002 jedoch war es wieder atemberaubend. Die Menschen rasen wie verrückt, rechts und links schiessen die Autos an einem vorbei, da ist man erst einmal erschlagen. Alles ist viel grösser als in anderen kanadischen Städten. Wir sind ins Hotel gefahren und haben erst einmal eingecheckt. Gegen Abend sind wir in den Park gefahren wo wir 2001 geheiratet haben. Es war ziemlich stürmisch, da der erste Wintereinbruch heran zog, mit Windgeschwindigkeiten bis zu 70 km/h und wir konnten leider keine Fotos machen. Es war dennoch schön wieder da zu sein, wo man sich das Ja-Wort gegeben hat. Anschliessend ging es zu unseren Bekannten Helen und Luis, die wir seit ca. 1998 kennen. Es war eine grosse Wiedersehensfreude. Wir haben viel geredet und sie wollten uns gar nicht mehr gehen lassen. Somit "mussten" wir zum Essen bleiben. Endlich haben wir auch einen Teil unserer Sachen (Brautkleid, Anzug, Fotos) wiederbekommen, welche wir seit 2002 in ihrer Garage liegen hatten. Der Abschied war etwas traurig und Luis hatte Tränen in den Augen. Er sagte, das er hofft, das wir vielleicht eines Tages wieder ganz nach Toronto zurück kommen. Wer weiss? Wir haben danach noch einen Ausflug nach Downtown Toronto gemacht um Ralf die Stadt bei Nacht zu zeigen. Er war einfach sprachlos und es war wunderschön. Es war leider jedoch immer noch ziemlich windig und es war nicht möglich Fotos zu machen, weil der Wind das Stativ einfach umgeblasen hätte. 

Klick für GroßbildAm nächsten Morgen hatten wir eigentlich sehr viel vor: Niagara Fälle, HMCS Haida, Hamilton, Downtown Toronto.... Leider machte uns das Wetter einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Es drückte ein Sturm mit Schnee über den Ontariosee herein und in Dowtown gab es statt Schnee nur Regen. Es hat so viel geregnet, wie wir es schon seit mind. 3 Jahren nicht mehr erlebt haben. Innerhalb von ein paar Minuten waren die Klamotten klatschnass. Auf den Highways weg von Toronto haben sie wegen des Schnees vor Katastrophalen Zuständen gewarnt, somit fiel unsere Tour zu den Niagara Falls ins Wasser und die Überfahrt nach Toronto Island ebenso. In Downtown Toronto selbst mussten wir fast alles unterirdisch ablaufen, da es so stark geregnet hat. Wir gingen zwischendrin immer mal zwischen den Wolkenkratzern durch, und Ralf fiel die Kinnlade herunter und sagte einfach nur, wie cool das alles ist. Wir haben ein paar Fotos gemacht, jedoch waren nicht viele möglich, da die Bedingungen schlecht waren und die Kamera innerhalb Sekunden nass und die Linse mit Wassertropfen bedeckt war. Auf den CN Tower konnten wir leider auch nicht gehen. Er und noch einige andere Wolkenkratzer befanden sich für längere Zeit bis zur Hälfte in den Wolken. Und für nichts sehen, ausser Milchglas, $ 27 zu bezahlen ist auch nicht unser Ding.

Trotz des schlechten Wetters war Ralf so begeistert von Toronto das wir gerne im Sommer noch einmal hinfliegen möchten. Die Stadt lebt einfach und bietet so viele Möglichkeiten.
Abends als  wir wegen des Wetters überpünktlich am Flughafen angekommen waren und eincheckten, fragte uns die freundliche Dame von Air Canada, ob wir nicht mit einer Maschine eher fliegen möchten. Da das Wetter alle Flugpläne der Airlines durcheinander gebracht hatte, war das Umbuchen gebührenfrei. Wir stimmten natürlich zu, somit waren wir wesentlich früher zu Hause, statt Nachts 2 Uhr schon um 23.30 Uhr. Gut das wir dies getan hatten, denn unser regulärer Flug hatte Verspätung.

Seitenanfang