Juli - September 2009

Canada Day
Donnerstag, 23.07.2009

Wir haben dieses Jahr unseren zweiten Canada Day gefeiert. Juchhe! Es macht jedesmal Spass und wir freuen uns stets darauf. Das allerbeste war, das Kai dieses Jahr einmal frei hatte. Am morgen gab es ein richtig leckeres Frühstück mit Klick für GroßbildPancakes und Eggs. Danach ging es ab nach Downtown und direkt rein ins Geschehen. Wir parkten das Auto in einem Parkhaus und mit dem LRT ging es weiter Richtung Alberta Legislature. Es war wunderschönes Wetter, alle Menschen feierten und genossen den Tag. Wir gingen in das Touristencenter. Wir konnten uns dort verkleiden. Wir haben so viel gelacht. Seht selbst – auf den Fotos. Wir liefen etwas auf dem Legislature Platz herum. Dort begegneten wir einem Kameramann von CBC News. CBC ist der kanadische Staatssender. Wir waren gut gelaunt und nichts ahnend beantworteten wir seine Fragen vor der Kamera. Er erzählte uns, das er heute eine Menge Menschen gefilmt hat und es werden nur ein paar ausgewählt. Ja, gut dachten wir. War ja nicht die Absicht, ins TV zu kommen, es hat einfach Spass gemacht. Weiter ging es in Richtung Churchhill Square. Im Rathaus schauten wir uns ebenso um. Plötzlich erkannte ich die Ansagerin als Tiffany Burns. Das ist die Nachrichtensprecherin der 18 Uhr Nachrichten bei CBC News. Wow, ich fand das so aufregend sie einmal persönlich zu treffen. Ganz toll war, das Tiffany ein paar Worte deutsch gesprochen hat, da sie mehrere Jahre in München gelebt und als Model gearbeitet hat. Sie sieht vorallem völlig anders aus als im TV. Sie gefällt uns in natura besser. Nachdem wir nun langsam hunger bekamen, probierten wir ein griechisches Restaurant aus. Es war nichts besonderes aber das Essen war der Hammer. Es hat uns allen super geschmeckt. Die Bedienung sprach uns ebenso auf deutsch an. Er ist ein Grieche gewesen, der erst vor 2 Wochen von Griechenland nach Kanada gekommen ist, wegen der wirtschaftlichen Situation. Wir waren sehr erstaunt, wieviele Menschen doch unsere Sprache sprechen. Mehr als man nämlich denkt.

Klick für GroßbildAls wir nach Hause kamen haben wir uns erst mal hingelegt weil wir doch recht fertig waren. Nun waren die CBC Nachrichten dran. Wir sassen ganz locker vor dem Fernsehr. Nach 35 min. kam plötzlich mein Statement im TV. Oh man, wir sind total ausgeflippt. Das glaubt ja keiner. Ich war so geschockt, mit keinem einzigen Funken habe ich wirklich damit gerechnet das ich ausgestrahlt werde. Es wurden nur ein paar Statements ausgestrahlt. Ich frage mich immer wieder, wieso, gerade da ich stets an meinem Englisch zweifel. Na ja nun ist man in Kanada und schafft es kurz ins Fernsehn. Am Abend haben uns das tolle Feuerwerk angeschaut. Es war diesmal das höchste Feuerwerk an der kanadischen Westküste. Uns hat´s gefallen. Vielen lieben Dank für den wunderschönen Canada Day!!!

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Verheerender Sturm über Edmonton
Samstag, 25.07.2009

Klick für GroßbildAbends sind wir zu Bekannten gefahren. Schon auf der Fahrt dahin, baute sich eine riesige Zelle über Edmonton auf. So etwas haben wir noch nicht gesehen. Wir fuhren direkt in die Zelle rein und sind sicher bei den beiden angekommen. Das Unwetter wurde immer stärker. Es regnete, stürmte, hagelte, blitzte gelbe, rote und grüne Blitze und es bildeten sich Funnelclouds (das sind Wolken, die sich trichterförmig Richtung Boden bewegen und aus den ein Tornado entstehen kann). Kai sprach die ganze Zeit davon, das dies Tornadowetter ist. Ich fühlte ebenso so etwas, wollte es jedoch nicht so wahr haben, da ich sowieso eine riesen Angst hatte. Das ganze dauerte ca. 4 Stunden. Auf dem nach Hauseweg sahen wir viele Schäden. Es war so unheimlich und ein ganzer Stadtteil war komplett schwarz - wegen Stromausfall.

Nach diesem Unwetter haben wir es schwarz auf weiss gelesen. Es war nur Glück das kein Tornado Edmonton getroffen hat. Es waren alle Dinge gegeben und das einzige was gefehlt hat, war der Tornado Touchdown. Meteorologen können es sich nicht erklären, wieso der Tornado weg blieb. Es wäre ein F1 Tornado geworden und hätte weniger Schäden angerichtet, als dieses Unwetter, da sich die Zelle nicht zusammen gebraut hat. So tobte sich die ganze Zelle über Edmonton aus. Es wurden Windgeschwindigkeiten von mind. 136 km/h gemessen und es wird sogar von noch einer höheren Geschwindigkeit ausgegangen, jedoch wurde der Messturm bei 136 km/h zerstört und es war somit der letzte Wert, den man erhalten hat. 57,000 Edmontonians waren ohne Strom.

Trent, ein Kollege von Kai war ganze 26 Stunden ohne Strom. Das war übrigens einer der grössten Stromausfälle überhaupt. Er sah das Unwetter vom Süden aus und Blickte auf Downtown. Er meinte, man hätte denken können, Zur Dia-Showdas die Welt untergeht. Hunderte von Menschen sassen fest, da auch der LRT (Bahn) und die Busse ausgefallen sind. Auf der Capital Ex (sowas wie das Volksfest) rannten die Menschen um Schutz zu suchen. In den Haltestellen kam es zu Unruhen und die Polizei musste gerufen werden. Der 911 Notruf stand nicht mehr still. Einige Menschen behaupten sogar, einen Tornado gesehen zu haben, dies wurde jedoch nicht bestätigt. In der Innenstadt riss es Betonverkleidung von dem CN Tower und es musste  Gott sei Dank nur eine Frau ins Krankenhaus und zerstörte einige Autos. Der Sturm hinterliess erhebliche Schäden in Edmonton. Dieses Unwetter ist sogar noch schlimmer gewesen, als der Sturm im Juli 2007. Es gab Brände und Stromleitungen sind gerissen. Über 200 Anrufe erhielt alleine die Feuerwehr. Der Schaden, der durch den CN Tower entstanden ist wird auf ca. 500,000 CAD geschätzt.  Zentral Alberta ist ein Magnet für solche massiven Stürme. Das spezielle an diesem Sturm war, das er direkt durch die Stadt gezogen ist. Es wird einige Wochen dauern, bis alle Schäden beseitigt sind. Wir haben hier einige Videos zusammen gestellt. Jedes einzelne ist es Wert angeschaut zu werden. Einige aus unserer Familie haben es bereits gesehen und waren geschockt. Uns geht es gut. Es ist uns nichts passiert und wir sind sicher wieder nach Hause gekommen. Bei uns hat der Sturm keine Schäden hinterlassen.

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Capital Ex und Eagle & Hawk
Freitag, 14.08.2009

Klick für GroßbildAm Samstag den 25.7. sind wir auf die Capital-Ex gegangen. Letztes Jahr sind wir aus zeitlichen Gründen nicht gegangen, auch weil die Capital-Ex den Ruf hat, ein teueres Pflaster zu sein. Dieses Jahr hat Kai von seinem Chef 2 Eintrittskarten geschenkt bekommen, somit nutzten wir diese und verbrachten einen wunderschönen Tag. Wir waren in super angenehmer Gesellschaft, da Astrid und Ralf uns begleiteten. Die Capital-Ex ist wie ein Oktoberfest ohne Bierzelt, welches jedes Jahr im Sommer stattfindet. Es ist auf einem riesengrossen Gelände, man findet viele Fahrgeschäfte für Gross und Klein, viele Attraktionen wie einen Zirkus Shanghai Bai Xi (dieses Jahr), Wild World of Lions, FlowRider Mobile Surf Party, mehrere Bühnen für Rockkonzerte, alle lokalen Radiostationen mit Live-Studio, riesige Sandburgen, Lotteriestände, Stände wo man auf alles Mögliche wetten und sein Geld verlieren konnte und vieles mehr. Bei der Wild World of Lions haben wir einen weissen Löwen gesehen, davon gibt es nur 200 Stück auf der ganzen Welt. Sie haben uns erklärt wie die Tiere leben, das war sehr interessant. Nach dem Tiger (Asien) ist der Löwe die zweitgrösste Katze und damit das grösste Landraubtier Afrikas. Wie bei Tigern gibt es bei Löwen gelegentlichen Leuzismus; darunter versteht man das Auftreten von Löwen mit weissem Fell, sie sind jedoch keine Albinos, da die dafür charakteristischen roten Augen fehlen. Die weisse Fellfarbe wird über ein rezessives Gen vererbt. Da weisse Löwen für potenzielle Beutetiere leichter zu sehen sind, haben solche Tiere es schwerer zu überleben. Durch rücksichtslose Trophäenjagd verschwanden vor 30 Jahren die letzten Exemplare der blauäugigen Grosskatzen aus der freien Natur. Jetzt sollen in Südafrika nachgezüchtete weisse Löwen wieder ausgewildert werden.
Die Capital-Ex ist aber nicht nur ein Rummelplatz sondern hat auch ein etwas von einer Verbrauchermesse.In den angrenzenden Messe-Hallen gab die Möglichkeit viele verschiedene Dinge zu kaufen oder zu testen.

In einer Halle wurde einem die Indianerkultur näher gebracht. Dort stand ebenso eine Bühne wo verschiedene Aboriginal Künstler (indianerstämmig) auftraten. Kai wollte unbedingt einen Auftritt sehen und wir beeilten uns, um zum letzten Auftritt des Tages zu gelangen. Auf der Bühne stand die Gruppe Eagle & Hawk und wir hatten keine Ahnung was uns erwartete. Wir erlebten ihren Live-Auftritt und waren total begeistert. Die Musik ging durch und durch, die ganze Atmosphäre... es ist unbeschreiblich diese Mischung aus Rock und indianischer Folklore das erste Mal live zu erleben. Nach dem Auftritt sprachen wir sie einfach an und wie soll man sagen: da gibt es Stars auf dieser Welt welche nach einem Auftritt nur schnell ins Hotel wollen und dann gibt es Künstler wie Eagle & Hawk, die einfach aus ihrem Leben erzählen und auch etwas aus deinem Leben wissen wollen. Als wir weit nach Mitternacht endlich zu Hause ankamen, waren wir noch immer sehr aufgewühlt und berührt. Wir suchten alles Mögliche im Internet über diese Band und erfuhren, das sie hier in Kanada, in ihrer Musikrichtung sehr berühmt sind und auch schon mehrere Awards gewonnen haben. Wir konnten es kaum glauben. Am nächsten Tag war Kai immer noch so berührt, das er noch einmal hingehen wollte. Es war erneut eine geniale Stimmung und wunderschön sie singen zu hören. Das lässt einen sich so richtig gut fühlen. Sie erkannten uns schon von der Bühne aus und begrüssten uns herzlich mit: “ Hallo our Friends from Deutschland”.

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Sie haben sich sehr gefreut das wir da waren und nach dem Auftritt redeten wir wieder eine ganze Weile. Wir haben abgemacht, das Astrid und ich einen bestimmten Song lernen und beim nächsten Treffen werden wir auf die Bühne geholt und müssen live performen. Sie wünschten sich deutsches Essen (Kassler, Sauerkraut und Klösse) und wir versprachen, das sie das nächste Mal wenn sie wieder in Alberta sind dies von uns bekommen.
Es war ein so tolles Wochenende. Nach diesem Wochenende beschäftigten wir uns noch viel mit Eagle & Hawk, wir erfuhren das sie regelmässig Auftritte in Europa hatten und haben und auch, dass die deutsche Fan-Seite im Internet nicht mehr existiert. So entschieden wir uns eine neue deutsche Fan-Seite zu erstellen und seitdem sind wir in Kontakt mit Eagle & Hawk.

Sie unterstützen uns sehr und wir haben von ihnen sogar eine CD geschenkt bekommen, mit der sie 2002 den
Juno Award – das kanadische Gegenstück zur deutschen Echoverleihung – gewonnen haben. Wir sind sehr dankbar, das wir diese neue Erfahrung sammeln konnten und uns somit auch eine neue Kultur (die der Indianer) näher gebracht wird. Wir haben wunderbare neue Menschen kennen gelernt, die uns mit ihrer Musik sehr erfreuen und glücklich machen. Wer Interesse hat, kann gerne die neue deutsche Fan-Seite besuchen. Ihr findet sie bei den Links auf unserer Homepage. Wir möchten an dieser Stelle allen danken, die unseren Wunsch nachgekommen sind, für Eagle & Hawk zu voten, obwohl sie die Band nicht kennen. Vielen herzlichen Dank!!! Wir freuen uns ebenso über jeden Gästebucheintrag auf der Fan-Seite.

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Anja´s Geburtstag
Montag, 17.08.2009

Klick für GroßbildGestern war ich mit Anja und ihren Bekannten essen. Es war ein besonderer Tag, da Anja Geburtstag hatte. Wir sind in den Bonanza Grill gegangen. Das war wieder sehr schön, extrem lecker und wir haben viel gelacht. Ich bin jedoch nur bis zum Nachtisch gekommen. Es ging es einem 16 jährigen Kellner nicht gut und Keiner hat nach ihm geschaut. Ich bin zu ihm gegangen, da er mir gar nicht gefallen hat. Ich sah, wie sich sein Zustand zusehends verschlechterte.
Erst dann reagierten andere Kollegen und die Managerin wurde nervös. Die Managerin blieb dann bei ihm. Ich sass nicht einmal 5 Minuten an meinem Platz und sie holte mich und sagte mir, das irgend etwas mit ihm nicht stimmt. Er war kurz vorm kollabieren. Wir schleppten ihn zu einer Bank, wo ich ihn weiter versorgte. Ich sagte ihm, das er sofort mit seinen Angehörigen ins Krankenhaus fahren soll. Nach längerer Wartezeit kam endlich sein Bruder.
Wir haben ihn bis zum Auto getragen und dann war es vorbei, er brach in unseren Armen zusammen. Wir lagen mit ihm vor dem Restaurant, mitten auf der Strasse (Gott sei Dank nur Parking Lot). Er begann zu zittern, spürte seine Arme nicht mehr, es wurde immer dramatischer. Ich sagte nur noch laut: “Call 911”. Sein Bruder hatte nichts besseres zu tun, als ihn zu bitten er solle doch jetzt aufstehen und er sei nur nervös. Das war so penetrant und unangebracht, das ich den Bruder angeschrien habe: “Go away.” Die Zentrale wollte genauere Informationen somit musste ich dann ans Handy und mit der Dame sprechen, das ganze natürlich auf Englisch. Ich bin so froh, das ich so oft Fireradio höre, denn dadurch konnte ich die ganzen Fachbegriffe, die sich mich fragte beantworten. “Is he unconscious or conscious...” und all die anderen Sachen. In so einem Moment schaltet Dein Gehirn um und Du handelst einfach nur noch. Danach hielt ich seinen Kopf, sagte immer seinen Namen und das er mich anschauen sollte. Er erzählte mir, das sein Cousin am Morgen einen Stein an seinen Kopf geworfen hatte, dann endlich kam der Rettungswagen.

Als sie dann da waren, kam eine andere Frau aus dem Restaurant und meinte sie hätten noch einen Notfall. Eine Frau auf dem WC ist umgefallen. Der eine Sanitäter ist dann nach der Frau schauen gegangen. Die andere Sanitäterin reagierte meiner Meinung nach viel zu langsam. Ein Passant wollte ihr helfen die Trage in den Wagen zu schieben damit sie die Behandlung fortsetzen könnte und sie antwortete in einer Seelenruhe, “nein, sie möchten das nicht, sie wartet bis ihr Partner kommt”. Dem Jungen ging es von Minute zu Minute immer schlechter, man konnte das richtig  sehen.
Ich habe mehrmals seinen Puls gemessen, als ich ihn betreut habe, sie kein einziges Mal, weder ihn abgehört noch sonst was. Nach ein paar Minuten, ist es bei ihr auch angekommen, das es ihm immer schlechter geht und sie hat dann die Hilfe des Passanten annehmen müssen. Na endlich.

Ich wünschte dem Jungen alles Gute und er schaute mich an und flüsterte mir zu, das er so dankbar ist, das ich da war. Da war ich sehr gerührt.
Die Sanitäterin bat mich, den Kollegen von ihr zu holen. Die Managerin und ich rannten zum WC. Da lag sie, die Ältere Dame. Ich habe ihn dann abgelöst, bis der nächste Rettungswagen kam.
Ja das war mein Abend. Die Managerin wollte gerne mit dem Jungen ins Krankenhaus fahren, doch es wurde ihr verboten. Sie war so sauer, das sie zu ihrer Chefin sagte: “you cold blooded bitch” - was man frei mit “kaltblütige Schlampe” übersetzen kann. Die Managerin kam zu mir an den Tisch und bedankte sich aufrichtig. Sie sagte mir: “sie ist froh das sie so einen Engel heute da hatte, der einfach alles vergessen hat und geholfen hat”. Ich war so gerührt. Ich habe all meine Getränke und mein Essen auf Kosten des Hauses bekommen.
Ich gehe in 2 Wochen wieder in das Restaurant und da habe ich mit der Managerin ausgemacht, das ich sie anspreche was mit dem Jungen ist. Ja das war ein Abend. Vor allem an Anja´s Geburtstag. Das tat mir natürlich alles sehr leid. Jedoch hatte sie vollstes Verständnis dafür und ich danke Ihr sehr dafür. Beim nächsten Ausgehen bleibt der Notfall hoffentlich aus.
Danach kam erst einmal die Erschöpfung. Es ging mir alles durch den Kopf und die Anspannung lies nach. Ich habe gemerkt, wie sehr es mir doch fehlt Krankenschwester zu sein.

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Besuch von Moni, Olli & Julia
Montag, 17.08.2009

Klick für GroßbildJa am Dienstag ( vor 14 Tagen) war es dann endlich soweit. Unser Besuch aus den Staaten kam. Einige wissen das unsere Reise in die Staaten geplatzt ist und das Moni, Olli und Julia dafür gekommen sind. Sie haben eine Kanadarundreise mit dem Camper gemacht. Dabei haben sie für 4 Tage einen Stopp bei uns eingelegt. Als Moni und ich uns sahen, flossen ganz viele Freudentränen. Es war so schön sich endlich einmal wieder anfassen zu können. Wir blieben sehr lange im Flur stehen, hielten uns fest in den  Armen und bewegten uns nicht voneinander weg.

Am Abend luden wir die wichtigsten Sachen in unser Apartment und es gab ein leckeres BBQ. Bei den abendlichen Gesprächen erfuhr ich, das Moni schon darüber nachgedacht hat, alleine mit der Kleinen zu mir geflogen zu kommen. Jedoch müsste sie 2x umsteigen und bräuchte über 10 Stunden. Das ist etwas viel mit der Kleinen. Ich war jedoch so gerührt, dies zu hören.
Wir stellten fest, das unsere Freundschaft dieses Jahr Jubiläum hat. Wir sind 10 Jahre befreundet. Wahnsinn. Egal wo wir waren oder sind, wir haben nie den Kontakt verloren.
Endlich konnten wir die kleine Julia live sehen. Das war so schön, sie ist so eine süsse Maus. Wir haben viel Spass zusammen gehabt
.

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Am Mittwoch hatte Kai frei. Wir schauten uns alle Sehenswürdigkeiten der Stadt an (Muttart Conservatory, Legislature und West Edmonton Mall). Am Abend gab es Pizza.
Am Donnerstag gingen wir in den Fort Edmonton Park. Das war herrlich, wir hatten richtig viel Spass, Ihr werdet es auf den Fotos sehen. Am Abend wurden wir lecker zum Essen eingeladen. Das wäre wirklich nicht nötig gewesen und dafür noch einmal vielen Dank!
Natürlich redeten wir jeden Abend bis tief in die Nacht. Am Freitag Morgen war es leider soweit und ihre Reise ging weiter. Moni wäre gerne noch geblieben, jedoch trafen sie sich noch mit Freunden aus Deutschland in Jasper (die gerade zu Besuch in den Rockies sind). Das habe ich natürlich verstanden. Es wäre so schön gewesen, wenn sie noch geblieben wären.
Ich war traurig. Das Abschiednehmen fällt mir schwer, seitdem wir in Kanada sind. Das liegt bestimmt daran, das man sich eben doch nicht mal so schnell wiedersehen kann, wie man es in Deutschland konnte.
Es waren 4 wundervolle Tage und wir danken ihnen so vom Herzen, das sie gekommen sind. Nächstes Jahr kommen wir zu Euch - Versprochen!!!

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Reisebericht von Ingrid 22.08.-27.08.2009
Sonntag, 13.09.2009

Heute werde ich (Bella´s Mom) Euch ein paar Zeilen schreiben. Ich habe meine gesamten Eindrücke Bella geschildert und sie wird es für Euch schriftlich verfassen. Ich finde mich nicht besonders gut in so was, deswegen habe ich Bella darum gebeten. Ich möchte Euch von meinem ersten Kanada Erlebnis berichten. Ich hoffe das ich Euch meine Eindrücke so gut wie möglich nahe bringen kann. Viel Spass beim Lesen.
Ich bin noch nie in meinem Leben grossartig in andere Länder gekommen. Um so grösser war meine Aufregung über den grossen Teich zu fliegen.

Samstag 22.08.2009
Am Morgen klingelte der Wecker um 6 Uhr. Bella hat noch einmal angerufen und gefragt ob wir an alles gedacht haben. Ralf ist einen Tag zuvor extra nach Stuttgart gekommen um mich auf den Flughafen in Frankfurt zu begleiten. Um halb acht ging es mit dem Auto Richtung Frankfurt am Main. Dort angekommen ging alles reibungslos ueber die Bühne und um 13.30 Uhr ging es ins Flugzeug. Überraschenderweise war ich gar nicht aufgeregt, da ich mich so sehr gefreut habe. Ich hatte gegen die Aufregung jedoch ein Wundermittel besorgt. Ich empfand einfach unsagbare Freude nach Kanada zu fliegen und meine Bella und Kai zu sehen. Im Flugzeug war es eiskalt. Bella hat es schon oft erwähnt und ich habe es mir schon gedacht, das es jedoch so kalt werden würde, war einfach unglaublich. Am allerschönsten empfinde ich beim Fliegen den Start. In dem Moment konnte ich nicht begreifen das ich in meinem Leben einmal nach Übersee fliegen werde. Wir hatten eine herrliche Sicht über Grönland. Ich war so beeindruckt, da ich so etwas noch nie gesehen habe. Man konnte richtig die Eisberge sehen und es war einfach traumhaft schön. Von dem Essen an Bord war ich richtig enttäuscht. Ich bin mit hungrigem Magen aus dem Flieger gestiegen. Leider konnte ich kein TV schauen, da fast alles auf Englisch war und ich mit der Bedienung nicht klar gekommen bin. Ich habe mir die Zeit mit lesen vertrieben. Sehr überrascht war ich, das ich die ganzen 9 1/2 Stunden keine einzige Entzugserscheinung nach einer Zigarette hatte, dies habe  ich jedoch mit Hilfe von Nikotinpflaster erreicht. Als wir uns über Kanada befanden ist mir aufgefallen, wie unendlich weit alles ist und wie wenig besiedelt. Im Landeanflug war ich froh, das die Zeit endlich herum war. Es hat nun wirklich lange genug gedauert. Ich wollte einfach nur noch raus aus dem Flughafengebäude um endlich alles zu sehen und erleben zu können. Direkt vor der Ausgangstür habe ich mir eine Schleife um den Hals gebunden, da es der Geburtstag von Kai war. Als ich endlich durch die Tür gegangen bin, bin ich Kai um den Hals gefallen und danach meiner Bella. Wir haben uns ganz lange gedrückt, angeschaut - ob wir wirklich echt sind, wieder gedrückt und dies ging alles eine Weile hin und her. Das erste was ich brauchte war eine Zigarette. Ich hatte das Gefühl das jetzt das Pflaster seine Wirkung verloren hatte. :-))) Es war alles so wahnsinnig aufregend das ich insgesamt 25 Stunden am Stück kein Auge zugemacht habe (auch im Flugzeug nicht).

09090001Wir gingen gemeinsam zum Auto. Auf dem Weg dahin sahen wir Kai seinen Traumpick up Truck. Da ich ebenso diese Autos so genial finde, haben wir uns einmal davor gestellt und ein bisschen gefilmt. Bella und ich haben uns in Deutschland immer vor so ein Auto gestellt und Fotos gemacht. Das durfte natürlich hier in Kanada nicht fehlen. Ich fand das Auto so genial und es war einfach total genial vor so einem riesen Auto zu stehen. Bella
fragte mich, ob es nicht toll wäre, wenn man in so einem mal einsteigen könnte. Ich stimmte natürlich zu. In dem Moment machte es klick klick und das Auto ging auf. Da habe ich als erstes gedacht, das sie sich ein neues Auto gekauft haben. Als ich erfahren habe, das sie es extra gemietet haben für meine Ankunft war ich so gerührt, das ich erst einmal Tränen in den Augen hatte. Nun ging es in Richtung Edmonton. Ich sass vorne und habe kein Auge zu gemacht, denn ich wollte alles sehen und erleben. Auf der Fahrt sah ich wieder die unendliche Weite des Landes und wie wenig bebaut die Strecke zwischen Calgary und Edmonton ist. Die Autos auf dem Highway, die Trucks und die Pick up Trucks die ihren Fifthwheel hinterher zogen – das alles war so anderes und ich find das einfach ein geniales Feeling. Das passt alles so genau hier her. Da ich immer noch so einen Hunger hatte fuhren wir gleich zu Tony Romas die berühmten Spareribs essen. Bella und Kai bestellten jeweils immer so, das ich von allem probieren konnte. Es war super lecker und ich war sehr begeistert von der Qualität des Fleisches, von den Refill Getränken und dem super freundlichen Services des Bedienungspersonals. Endlich war es soweit und ich habe das Apartment von den beiden gesehen. Es gefällt mir total gut und ich finde es klasse wie sie leben. Am Abend gab es noch Geschenke für die Beiden (typische Sachen aus Deutschland, die sie sich gewünscht haben). Gemeinsam liessen wir den Abend ausklingen..

Sonntag 23.08.2009
09090002
Am Sonntag Morgen zeigte mir Bella ein bisschen die Gegend in der sie wohnen. Wir fuhren gemeinsam durch die Strassen und sie zeigte mir ihre Englischschule. Kai musste an diesem Wochenende arbeiten und gegen Mittag holten wir ihn gemeinsam ab. Ich konnte endlich einmal sehen wo Kai arbeitet. Ich war sehr entsetzt was für eine schmutzige und körperlich anstrengende Arbeit das ist, jedoch hatte ich den Eindruck, das es Kai Spass macht. Anbei habe ich einen von Kai seinen Kollegen getroffen. Er war sehr freundlich, doch leider verstehe ich kein Englisch und Bella hat die ganze Zeit übersetzt. Anschliessend gingen wir zu Dennys Mittagessen. Von diesem Essen war ich ebenso sehr begeistert und ich habe einmal einen Einblick in ein typisches kanadisches Frühstück erhalten. Anschliessend sind wir zu den Show Homes gefahren wo man sich
fertige Häuser anschaut, die man für sich bauen lassen kann. Die Häuser sind richtig typisch amerikanisch und ich wäre froh gewesen, wenn ich manch eines davon haben könnte. Es ist ein Traum was alles möglich ist und das es ebenso bezahlbar ist. Anschliessend sind wir in  einen neuen grossen Wal-Mart gefahren. Unglaublich wie riesig das alles ist und was es da alles zu kaufen gibt, im Unterschied zu deutschen Supermärkten. Am Abend haben die beiden viele leckere Sachen vorbereitet und gegrillt. Das war ein Gedicht und ich war schwer begeistert.

Montag 24.08.2009
Bella und ich fuhren in das South Common Gebiet zum Shoppen. Das ist eine riesengrosse Fläche wo verschiedene Hersteller ihre eigenen Geschäfte haben und dort den Outlet betreiben. Insgesamt hat es über 320 acre und insgesamt 2.3 Millionen square feet an Verkaufsflächen. Es ist somit das grösste Open-Air Verkaufsgebiet Nordamerikas. Ich war sehr positiv überrascht wie preisgünstig es ist, was für eine Qualität die Sachen haben und was man hier für Markensachen bezahlt. Ich habe mir das erste Mal in meinem Leben eine Wrangler Jeans geleistet. Ich bin so stolz darauf. Am Abend haben wir eine sogenannte Fast Food Tour gemacht. Wir sind zu vielen verschiedenen Fast Food Restaurants gefahren und haben ein was bestellt und gemeinsam gegessen. So konnte ich überall einmal die verschiedensten Sachen probieren. Ich war begeistert und mir hat alles gut geschmeckt. Es gibt ja hier viel mehr als nur Mc Donalds und Burger King. Mein absolutes Lieblingsrestaurant ist Harveys. Dort gibt es die besten Hamburger die ich je gegessen habe. Mein Lieblingsrestaurant in Sachen Eis ist Diary Queen. Dort habe ich soviel Eis gegessen, wie ich sonst das ganze Jahr über nicht esse.

Dienstag 25.08.2009
Am Dienstag entführte mich Bella in die Vergangenheit und wir besuchten den Fort Edmonton Park. Der Park ist Nordamerikas  grösster Historikpark und man reist insgesamt 150 Jahre in die Vergangenheit. Man läuft durch das erste Fort, durch die Strassen von 1805, 1905 und 1920. Schausteller leben und arbeiten bekleidet wie damals und bringen einen das Leben von damals näher. In diesem Park hat es eine Dampfeisenbahn mit der man einen Teil des Parkes fahren kann. Ebenso steht eine Streetcarbahn zur Verfügung die durch einen anderen Teil des Parkes fährt. Im gesamten Park kann man Geschenke, Andenken, Souveniers, selbstgebackenes, Essen und Eis kaufen. Der Park wurde 1967 eröffnet und Dank der vielen freiwilligen Helfer ist er nun zu dem geworden was er jetzt ist. Ich fand es wunderschön und leider haben wir nicht geschafft alles anzusehen. Doch wir haben etwas tolles entdeckt. Das möchten wir auf jedenfall nächstes Jahr gemeinsam mit Ralf und Kai machen. Man kann sich verkleiden (Pirat, Cowboy, Saloonlady, Indianer...) und Fotos machen die aussehen wir früher. Wer Lust hat kann sich gerne einmal anschauen was wir meinen. www.antiquephotoparlour.com.
Am Abend ging es zu Red Lobster. Ich habe mich schon sehr darauf gefreut, denn ich bin ein totaler Fischliebhaber. Die Beiden haben mal wieder eine tolle Auswahl an Köstlichkeiten bestellt, so das ich von jedem etwas probieren konnte. Es ist unbeschreiblich für mich, das man so einen Luxus (wie er hier für uns ist) so günstig ist. Wir haben Lobster, Jakobsmuscheln, Snow Crab, 5 verschiedene Shrimpsarten verschiedenen angemacht und normalen Fisch gegessen. Die Bedienung war lustig und wir hatten eine Menge Spass. Am Abend hatte Bella eine Nighttour geplan. Wir fuhren zum Shaw Conferencecenter wo ich einen Überblick über die Pyramiden hatte. Sie sind mit Lichterschläuchen umrahmt und wechseln die Farben. Wir fuhren weiter zu den Pyramiden und sahen Downtown by night. Das war einfach herrlich, da wurde mir erst einmal die Grösse der Stadt bewusst. An den Pyramiden setzten wir uns auf Bänke und Bella hatte ein Picknick by night vorbereitet. Sie hat sich wieder so viel Mühe gegeben und ich fand das alles so klasse.

Mittwoch 26.08.2009
Am Mittwoch war es bewölkt und somit entschieden wir in die West Edmonton Mall zu fahren. Ich hatte von Deutschland aus einen Bericht darüber gesehen und konnte es nicht fassen, das ich nun tatsächlich in diese Mall gehe. Ich habe mich schon so riesig darauf gefreut. Das ist der absolute Wahnsinn wie gross das ist und was da alles drin ist. Sie haben Vergnügen und Einkaufen perfekt miteinander verbunden. Bei allem was mir Bella zeigte, dachte ich, es kann nicht besser werden und jedesmal kam etwas neues beeindruckendes dazu. Es war so schön nun einmal alles zu teilen, was Bella, Ralf und Kai stets miteinander machen. Ich konnte nun ebenso ein Teil davon sein. Bella zeigte mir Timothys World und wir assen lecker chinesisch im Food Court. Natürlich kauften wir ein paar Kleinigkeiten ein. Am Abend kochte Bella für uns und wir bereiteten den Rest für unsere Reise in die Rocky Mountains vor.

Teil 2 meiner Reise folgt...

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Reisebericht II von Ingrid 28.08.-29.08.2009
Mittwoch, 30.09.2009

Klick für GroßbildUnsere Reise ging am Donnerstag morgen um 5 Uhr los. Wir fuhren in Richtung Rocky Mountains. Ich war sehr aufgeregt und gespannt was uns erwartet. Als erstes legten wir einen Stopp in Edson ein, wo die beiden stets zu Tim Hortons gehen wenn sie in die Berge fahren. Weiter ging es Richtung Hinton. In Hinton waren die beiden sehr enttäuscht, denn die Berge waren schlecht zu sehen. Durch die vielen Waldbrände in B.C. lag soviel Russ in der Luft, das die Berge wie vernebelt erschienen. Dies war jedoch nicht so schlimm für mich, denn es war alleine schon das beeindruckend was ich gesehen habe.
Wir fuhren direkt durch Jasper zum Campingplatz, bauten unser Zelt auf und fuhren an die Holzstelle um Feuerholz zu holen. Plötzlich sah ich, das sich  irgend etwas im Gebüsch bewegt. Tatsächlich eine grosse Elchkuh und ein Junges waren direkt neben der Holzsammelstelle, inmitten auf dem Campingplatz. Das war einfach unglaublich. Mir fiel erst einmal die Kinnlade herunter, denn so was habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht erlebt, das man so nah an Wildlife heran kommt. Die Tiere waren nicht schreckhaft. Wir waren jedoch vorsichtig, da es eben doch Wildtiere sind. Der Zeltaufbau klappte ziemlich schnell und wir packten alles soweit aus, das wir am Abend nicht mehr all zu viel zu tun hatten. Wir bekamen mit, das wir einige Sachen vergessen haben. Wir fuhren nach Jasper Townsite und schauten uns die berühmten Züge durch die Rocky Mountains und die Touristeninformation an. Wir haben ziemlich Hunger gehabt und sind noch was bei Subway essen gegangen.
Auf der Suche nach einem Supermarkt kamen wir auf eine andere super idyllische Nebenstrasse die den beiden noch nie aufgefallen ist. Das war einfach herrlich. Jasper's House diente als Handelsposten der Hudson's Bay Company. Jasper liegt im Jasper-Nationalpark nahe der Grenze zwischen den Provinzen British Columbia und Alberta in einer Höhe von 1.062 m. Der transkontinentale Fernverkehrszug “The Canadian” verbindet Jasper mit Vancouver und Edmonton-Saskatoon-Winnipeg-Toronto sowie dem übrigen Eisenbahnnetz Nordamerikas. Darüber hinaus ist Jasper Ausgangspunkt des Fernzuges “The Skeena” in Richtung Prince George-Prince Rupert. Beide Züge werden von VIA Rail Canada betrieben und sind besonders bei Touristen beliebt. Der Zuzug von Menschen nach Jasper ist durch die kanadische Parkverwaltung stark reglementiert. In Jasper dürfen ausschließlich solche Personen ihren Wohnsitz haben, die dort einer Beschäftigung nachgehen. Der Erwerb von Grundeigentum ist ähnlich stark reglementiert und für Ausländer ausgeschlossen.
Den ersten historisch überlieferten Besuch stattete der Landmesser David Thompson dem Athabasca-Tal im Jahr 1810 ab.  Die kanadische Regierung richtete in dieser Region 1907 auf einer Fläche von rund 13.000 km² den "Jasper Forest Park" ein. Bis zum Jahr 1911 wurde die Eisenbahnstrecke der "Grand Trunk Pacific Railway" bis Fitzhugh Station, dem heutigen Bahnhof Jasper, verlängert. 1928 wurde eine Verbindungsstraße von Jasper nach Edmonton eröffnet. 1930 wurde der "Jasper Forest Park" offiziell in "Jasper National Park" umbenannt.

Klick für GroßbildDanach ging unsere Reise weiter in Richtung Maligne Lake. Alles ist so aufregend gewesen, das ich das alles gar nicht so mit Worten beschreiben kann. Das Wasser war so klar, sauber und blau. Einfach unbeschreiblich schön. Der See liegt auf einer Höhe von 1.670 m, hat eine Oberfläche von knapp 20 km², eine durchschnittliche Tiefe von 100 m und eine Uferlänge von 45 km. Er ist mit Gletscherwasser gespeist und hat nie eine Temperatur über 4 °C. Also kein Baden war angesagt. Wir haben mit der Hand rein gefasst. Es war schon kalt, es kam uns aber wärmer als 4° vor. Auf dem Weg dahin passierten wir ebenso den Medicine Lake. Der Medicine Lake war etwas mit Wasser gefüllt. Er liegt auf einer Höhe von 1.436 m, ist sieben Kilometer lang und liegt in der Maligne-Valley-Wasserscheide. Der Medicine Lake ist am Ende natürlich aufgestaut und fliesst in einem der grössten unterirdischen Flussysteme der Erde ab. Der Wasserstand schwankt deutlich. Er ändert seine Füllmenge im Sommer und bekommt einen Wasserstand bis zu 20 m. Das war so riesig, das man sich das vom erzählen schwer vorstellen kann. Er ist ein Ort voller Geheimnisse und Indianerlegenden. Die Indianer dachten damals, dass Geister für diese dramatischen Schwankungen des ruhigen Wassers verantwortlich seien. Es stehen viele lehrreiche Schilder entlang des Weges. Wir machten einen kurzen Stopp am Maligne Canyon. Er zählt zu einer der spektakulärsten Schluchten der Rockys. Die Schlucht fällt teilweise bis zu 50m in die Tiefe. Man kann einen Trail die Schlucht hinunter laufen wo
einem die Gicht des rauschenden Maligne Rivers entgegen schlägt. Dabei passiert man 6 Brücken die in gewissen Abständen die Schlucht überqueren. Im Winter kann man den Canyon in einer herrlichen Eislandschaft entdecken. Die Schönheit der gefrorenen Wasserfälle ist einfach atemberaubend. Es entstehen verschiedene Skulpturen aus Eis. Es wäre nicht genügend Zeit gewesen ihn komplett abzulaufen. Jedoch habe ich einen Einblick erhalten und man muss sich ja auch Sachen für das nächste Mal aufheben. Wir fuhren weiter zur 5. Brücke. Diese ist eine Art Hängebrücke und man wird schön hin und her geschaukelt. Es hat den beiden richtig Spass gemacht mich damit zu überraschen. Der Canyon ist wirklich unglaublich schön und vorallem tief. Gegen 16 Uhr sind wir zum Mount Edith Cavell gefahren. Er wurde 1916 nach der Krankenschwester Edith Cavell (1865-1915) benannt, die im Ersten Weltkrieg von den Deutschen hingerichtet wurde.

Eine 17 km lange gewundene Straße führt von Jasper zum Mount Edith-Gletscher. An der Nordwand des Berges liegt der Angel-Gletscher. Es zählt zu Bella´s und Kai´s absoluten Favorit Sightseeing Tours in den Rockys. Ich war schon so gespannt und aufgeregt. Diesmal sind die beiden mit mir bis zu einer Gletscherhöhle gewandert. Es ist unbeschreiblich eine Eiswand zu berühren die tausende von Jahren alt ist. Es ist unbeschreiblich wie das Eis aussieht und die verschiedenen Schichten im Eis selber. Dies muss man einfach mal erlebt haben. Dort oben war es deutlich kühler und wir mussten lange Sachen tragen. Wir trafen Kanadier und unterhielten uns. Das ist das, was mich so beeindruckt, überall sprechen einen die Menschen auf eine lockere freundliche Art an.

Wir fuhren zum Campground und Kai bereitete das Lagerfeuer vor. Wir stellten fest, das wir unsere Taschenlampe nicht finden konnten. Das war extrem ärgerlich, denn der Weg zu den Sanitärräumen war nicht so beleuchtet um genau zu sagen, gar nicht beleuchtet. Ich sagte zu Bella: oh oh ich sehe schwarz für heute Nacht. Ja im wahrsten Sinne des Wortes. Wir mussten so lachen. Wir haben noch etwas am Feuer gesessen und dann ging es zu Bett oder besser ins Zelt. Ich stellte fest, das die beiden mich ganz vorne an der Eingangstür des Zeltes gelegt haben und ich meinte: Na toll, das habt ihr geschickt gemacht, ich muss vorne liegen und der Bär bekommt mich zuerst zum Frühstück. Wieder haben wir einen Lachkrampf bekommen. Es brauchte eine Weile bis wir uns beruhigt haben. Wir versuchten zu schlafen (wir damit meine ich die Bella und mich). Jedoch konnte unser Körper nicht abschalten. Wir wussten genau, das eigentlich nichts passieren kann und dennoch ging es einfach nicht. Wir gingen stündlich aufs WC und Bella wartete sehnsüchtig bis ich musste und ich wartete sehnsüchtig das Bella musste. Im stockfinsteren gingen wir aufs WC. Wir hätten nicht einmal die Elchkuh vor uns gesehen. Endlich irgendwann habe ich meinen Schlaf gefunden. Als ich die Augen öffnete waren plötzlich alle aus dem Zelt verschwunden. Die beiden haben sich ins Auto verdrückt, Bella weil es ihr schlecht ging und Kai weil ich so laut geschnarcht habe, das kein Bär sich ans Zelt heran getraut hätte (hat Kai  gesagt). Die beiden beschlossen nicht mehr zu zelten und nach Hause zu fahren und von da aus die anderen Sachen abzufahren. Ich war gottfroh, denn ich begrüsste dies sehr. Es war wirklich zu kalt und ich habe nicht wirklich gut geschlafen. Wir lachten alle herzlich darüber und wir hatten unseren Spass. Wir organisierten alles um und haben am Ende sogar noch mehr geschafft zu sehen. Am morgen sind wir zum Athabasca Fall gefahren. Meine Güte war das kalt. Die Athabascafalls sind 23m hoch. Die Falls sind besonders bekannt mit welcher Kraft sie die Schlucht herunter stürzen. Wild Water Rafting Touren starten gerne unterhalb des Wasserfalls um den Abwärtsstrom zu nutzen. Wir haben ziemlich gefroren und konnten es nicht so geniessen.

Klick für GroßbildWir sind danach weiter Richtung Icefields. Wir wollten eigentlich erst mit dem Bus eine Columbia Icefield Tour mitmachen, jedoch haben wir uns danach umentschieden, da wir weiter nach Banff wollten. Die Columbia Icefields ist ein riesengrosses Eisfeld. Es hat eine Fläche von 325 km² und eine Dicke von 100 bis 365 m. Es ist eine der grössten Ansammlungen von Eis südlich des Polarkreises. Das Icefield wurde erstmals 1898 entdeckt. In der Umgebung befinden sich einige der höchsten Berge in den Rocky Mountains. Mount Columbia (3747 m), North Twin Peak (3684 m), South Twin Peak (3566 m), Mount Bryce (3507 m), Mount Kitchener (3505 m), Mount Athabasca (3491 m), Mount King Edward (3490 m), Snow Dome (3456 m), Mount Andromeda (3450 m), Stutfield Peak (3450 m) und Castleguard Mountain (3090 m). Die Berge waren ziemlich kahl und inmitten drin das Icefield. Die Grösse der Busse ist einfach Wahnsinn. Wenn man davor steht ist
man dagegen echt winzig.

Klick für GroßbildWir fuhren weiter Richtung Banff, die Berge wurden immer grösser und die Landschaft kahler. Wir hielten an verschiedenen Stellen an, wo man einen herrlichen Blick über die Täler hat. Einen Stopp legten wir bei dem berühmten Peyto Lake ein. Das war einfach atemberaubend. Einfach unglaublich, es sah so aus wie im Bilderbuch. Der Peyto Lake ist ein Bergsee im Banff National Park in den kanadischen Rocky Mountains. Er kann über den Icefields Parkway erreicht werden. Der See wird von Gletschern gespeist und ist aufgrund seiner auffälligen türkisen Farbe in vielen Bildbänden über Kanada abgebildet. Diese wird durch feine Gesteinspartikel verursacht, die im Schmelzwasser mitgeführt werden. Der Peyto Lake wurde nach Bill Peyto benannt, einem bekannten Trapper und Bergführer Ende des 19. Jahrhunderts. Der Weg dahin ist jedoch sehr steil und man kommt etwas aus der Puste
- aber nur etwas. Das muss man einfach gesehen haben. Unglaublich, dies sollte man nicht auslassen auf seiner Reise in die Rocky Mountains.

Weiter ging es Richtung Lake Louis. Bella hat einige Karten von Lake Louis geschickt und nun konnte ich es nicht fassen, das ich einmal in echt da stehe. Es ist ein Ort für Freizeitaktivitäten wie Wandern, Klettern, Skifahren und Kanu-Fahren. Die einzigartige türkisblaue Farbe des Sees stammt von Steinmehl, das von Gletscherschmelzwasser in den See gespült wird. Lake Louise ist nach Prinzessin Louise Caroline Alberta, einer Tochter von Königin Victoria benannt. Hinter dem Lake Louise erheben sich einige schneebedeckte Berge wie Mount Temple (3543 m), Mount Whyte (2983 m) und Mount Niblock (2376 m). Am Ostufer des Sees steht das Château Lake Louise, ein elegantes Fünf-Sterne-Hotel. Es wurde 1890 als bescheidenes Chalet erbaut und später zu einem zweistöckigen Hotel ausgebaut, das zu einem Zentrum für
Kletterexpeditionen wurde. Eine Feuersbrunst 1924 zerstörte das Schlosshotel, welches durch die heute noch bestehende Konstruktion ersetzt wurde. Viele Wanderwege starten direkt beim Schlosshotel. Am frühen Nachmittag sind wir in Banff angekommen. Die Häuser waren sehr idyllisch und es sah alles sehr schön aus. Wie eine kleine Bergstadt. Das einzige was uns gestört hat war der Touristensturm. Es war so voll und ungemütlich, das wir es nicht so schön empfanden. Uns allen hat Jasper deutlich besser gefallen. Wir waren wahrscheinlich an einem sehr hektischen Tag dort. Wir genossen unser Mittagessen bei Tony Roma und danach ging es über Calgary nach Edmonton. Die Reise in die Rocky Mountains bezeichne ich als das atemberaubenste und emotionalste, was ich in meinem Kanadaurlaub gesehen habe. Es ist so weltbewegend und die Eindrücke die auf einen einfallen muss man erst einmal verarbeiten. Jeder hat bestimmt schon einmal die Alpen gesehen, doch dies ist einfach ganz anders. Ich kannte alles nur aus Bücher oder dem Fernsehr. Es war alles genauso wie dort gezeigt. Das nächste Mal möchte ich unbedingt wieder in die Rockys, denn wenn man einmal die Schönheit gesehen hat, kann man sich dem nicht mehr entziehen. Es ist und bleibt ein Muss bei jedem weiteren Kanadabesuch, den ich mir vornehme. Ich freue mich jetzt schon auf die nächste Reise zu den beiden.

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Reisebericht III von Ingrid 30.08.-03.09.09

Am Samstag fuhren wir früh morgens nach Drumheller. Drumheller liegt etwa 110 km östlich von Calgary. Bekannt ist er durch die Funde von Dinosaurierfossilien im umgebenden Red Deer River Valley. Entdecker der Skelette war Joseph Byrr Tyrrell im Jahr 1884. Nach ihm ist auch das in Drumheller gelegene Royal Tyrrell Museum benannt. Die Gegend wird auch Badlands genannt.
Drumheller war der grösste Kohlenlieferant Western Kanada´s. In den 30er hatte Drumheller über 30,000 Einwohner, jetzt hat es nur noch ca. 7900 Einwohner.

Klick für GroßbildDie Fahrt dahin war sehr eintönig. Es war alles sehr flach und ein echter Kontrast zu den Tagen davor, wo wir ja in den Bergen waren. Man konnte Kilometerweit schauen und in keinster Weise erahnte man, das bald Drumheller kommt, bis es sich auf einmal vor einem auftat. Es ging mit einem Mal steil bergab und dann war man schon mittendrin in den Badlands. Es war einfach unbeschreiblich. Das ganze sieht aus wie ein Canyon. Wir sind überall angehalten und beim Horseshoe Canyon sind wir sogar hinab gestiegen. Das war sehr aufregend und anstrengend, es hat jedoch riesen Spass gemacht.
Weiter ging es in das Stadtcentrum. So eine idyllische Stadt habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Sie haben überall kleine Dinosaurier hingestellt und das Motto zieht sich durch die ganze Stadt. Am Touristencenter steht der grösste Dinosaurier der Welt. Er ist 26,6 m hoch und sein offenes Maul ist eine Aussichtsplattform wo man noch einmal über die Badlands schauen kann.
Dort assen wir zu Mittag bei Boston Pizza. Ich bin kein Nudelfan doch was ich da gegessen habe hat mir sehr gut geschmeckt. Weiter ging es Richtung Royal Tyrrell Museum. Das Museum hat Kanada´s grösste Ansammlung an Dinosaurierfossilien (ungefähr 120,000 Fossilien). Ungefähr 375,000 Menschen besuchen das Museum jedes Jahr. Das Gebäude ist riesengross und wir wollten gerne hinein gehen, jedoch reichte die Zeit nicht. Das ist nicht schlimm, so habe ich noch etwas zum anschauen, wenn ich nächstes Jahr wieder komme.

Klick für GroßbildWir fuhren weiter zur kleinsten Kirche der Welt – die White Chapel. Es war so faszinierend das sie wirklich so klein war. Um hinein zu kommen, musste man seinen Kopf einziehen und innen hatte wirklich nur je eine Person auf einer Bank platz.
Wir fuhren den kompletten Dinosaurier Trail ab und überquerten dabei den Fluss mit einer Fähre. Überall gab es Gelegenheit anzuhalten und den wunderschönen Blick über die Badlands zu bekommen. Die letzte Etappe war der Hoodoo Trail. Als Hoodoos werden Gesteinssäulen aus Kalkstein genannt, die sich durch Wind geformt haben. Generell sind Hoodoos hohe, schmale Felsnadeln, die vor allem in ariden und semiariden Klimaten vorkommen. Sie können Höhen von 1,5 bis 45 Meter erreichen. Anders als andere Felsnadeln besitzen Hoodoos ein windgeformtes „Profil“, welches durch unterschiedliche Dicken in verschiedenen Höhen zustande kommt. Klick für GroßbildDadurch bekommen sie die Form eines Todenfahles. Die Grundlage für dieses Aussehen sind die unterschiedlich harten Sedimentschichten, die den Hoodoos durch eingelagerte Minerale außerdem verschiedene Färbungen verleihen. Wichtig sind weiterhin harte Gesteinsschichten im oberen Teil, der die Felsnadeln durch Erosionen von oben weitgehend schützt. Es braucht Millionen von Jahren bis Hoodoos geformt werden.
Leider sind nicht sehr viele Hoodoos übrig geblieben und es stehen noch ein paar wenige. Man kann sehen, wie sehr Touristen die Hoodoos zerstören und Steine einfach umgestürzt werden. Auf einigen wurde Namen eingekratzt oder mit Edding darauf geschrieben. Die Regierung hat beschlossen, die Hoodoos nun einzuzäunen um das Kulturgut zu erhalten. Es war bereits provisorisch abgesperrt und dennoch waren einige sehr unverschämt und sind auf den Hoodoos herumgesprungen. Das fanden wir sehr schade. Es ist unvorstellbar was die Natur da erschaffen hat und es ist einzigartig wie man in den Gesteinsschichten die letzten Jahrhunderte verfolgen kann. Es war eine spannende Reise in die Vergangenheit. Ich möchte jederzeit wieder dahin.

Am Sonntag fuhren wir früh morgens Richtung Rocky Mountain House. Es ist eine gemütliche Kleinstadt mit ca. 7200 Einwohnern. Die Geschichte von Rocky Mountain House geht bis ins 18. Jahrhundert zurück. 1799 eröffnete die Hudson Bay Company ihren ersten Handelsposten. 1912 wurde Rocky Mountains das Stadtrecht zugesprochen. Im 20. Jahrhundert machten Skandinavische Einwanderer einen Grossteil der Bevölkerung aus.
Klick für GroßbildWeiter ging unsere Fahrt in Richtung Rockys. Auf dem Weg dahin kamen wir an einer halben Geisterstadt vorbei. Einer der wenigen Einwohner der Stadt Nordeggs erzählte uns Fakten von früher. In Nordegg lebten einmal über 3000 Menschen und heute sind nur noch 67 übrig geblieben, die dafür kämpfen die Stadt aufrecht zu erhalten und Touristen ihre Geschichte näher zu bringen. Wir waren von all dem was wir sahen und hörten so sehr gerührt. Es tat uns allen weh was aus Nordegg geworden ist und wir fühlten sehr mit. Ich war ziemlich geschockt. Ich fand das alles sehr schlimm und als wir den Ghosttown Trail entlang fuhren und uns ein paar verlassene zerfallene Häuser anschauten war mir ganz mulmig und komisch. Bella und Kai konnten das sehr gut verstehen, denn es ging ihnen genauso, als sie das erste Mal in einer Ghosttown standen. Das ist ein unbeschreibliches Gefühl. Ebenso waren dort Friedhöfe wie man es aus dem TV kennt. Ganz klein und persönlich unter den Bäumen, ringsherum ein weisser Zaun. Man muss das einfach gesehen haben.
Danach ging es weiter zum Abraham Lake. Ja was soll ich sagen. Einfach mal wieder nur wow. Die Aussicht war einfach herrlich. Auf einer abgelegen Strasse sind wir zu einem Damm gefahren. Es war eine reine Schotterpiste. Bella und ich sind hinten auf die Pick up Ladefläche und wir enjoyed the ride. Man hat das fun gemacht. Der Lake wurde 1972 mit der Erbauung des Bighorn Dammes erschaffen. Durch die Sedimentablagerungen hat der See dieselbe blaue Farbe wie die anderen Glacierseen in den Rockies. Danach endete unsere Reise und wir fuhren wieder Richtung Edmonton.

Klick für GroßbildAm Montag ist Bella mit mir zum Alberta Legislature gefahren. Ich war sehr überrascht das dort die Menschen alle einfach in den Brunnen baden gehen und sich davor legen, als wäre das ein Strand. Das würde man sich in Deutschland glaube ich nicht trauen. Ich fand das toll zu sehen, wie locker das hier alles ist. Wir haben wunderschöne Fotos gemacht. Anschliessend sind wir zu den Glaspyramiden gefahren und führten dort unser Fotoshooting weiter fort. Es hat mich so gefreut und mir sehr viel Spass gemacht mit meiner Tochter ein paar schöne Aufnahmen zu haben. Am Abend gingen wir zu Bonanza Grill zum Buffett essen. Tja auch da hat es mir gefallen. Kann mich bis jetzt immer noch nicht über das essen beklagen – im Gegenteil.

Am Dienstag überraschten die beiden mich aber so richtig. Sie verrieten mir nicht wo es hinging. Bella drückte mir einen 20 Dollarschein in die Hand und sagte das sie mir viel Glück wünscht. Da standen wir dann vor dem River Cree Casino. Ich war so sprachlos und gerührt, da ich in meinem ganzen Leben noch nie in einem Casino war. Wir haben elegant im Restaurant am Buffet Essen teilgenommen und dann etwas an den Automaten gezockt. Ich habe mich in den ganzen Tagen so besonders gefühlt, das ich vor lauter Emotionen weinen musste. Es war alles so überwältigend und meine Reise ging dem Ende zu.

Am Mittwoch ging leider das Auto von Bella und Kai kaputt. Wir haben einen Mietwagen genommen, damit ich am Donnerstag zum Flughafen nach Calgary gebracht werden konnte.

Klick für GroßbildAm Donnerstag war es soweit und der Abschied rückte immer näher. Wir fuhren früh los und ich sah diesmal die Rockys auf der Fahrt vom Highway aus. In dem Moment konnte ich meine Tränen nicht mehr zurück halten und ich habe bitterlich geweint. In Calgary spazierten wir gemütlich über die Stephen Avenue – die mir sehr gut gefällt. Die Fahrt hoch auf den Calgary Tower habe ich ebenso genossen. Am Flughafen habe ich mein letztes kanadisches Steak gegessen.

Es machte mich unendlich traurig wieder zurück nach Deutschland zu fliegen. Ich habe die schönsten 14 Tage seit ewig bei Bella und Kai gehabt. Ich bin von allen zu tiefst berührt und überwältigt. Ich kann mir nun alles vorstellen und ich konnte mich selbst überzeugen, wie es meinen Kindern geht. Ich bin unendlich stolz auf meine Kinder und habe den grössten Respekt was sie sich erarbeitet haben. Jedesmal wenn ich an die Zeit denke kommen mir Tränen und ich sehne mich nach meinen Kindern. Ich habe ein wunderschönes Fotobuch geschenkt bekommen. Ich schaue es mir jeden Tag an und schwebe in Erinnerungen an Euch. Ich danke Euch für alles und die vielen Überraschungen. Ich habe Euch so lieb.

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