Juli - September 2008

Erste Woche in Kanada
Dienstag 08.07.2008

08070011So jetzt habt ihr alle unseren ersten Tag mit unseren ersten Erlebnissen gesehen. Ich weiß das ihr alle gespannt auf weitere Neuigkeiten und Erlebnisse wartet. Da ich jetzt alleine bin weil Ralf wieder die Heimreise nach Good old Germany angetreten hat,  habe ich mich gleich an die Arbeit gemacht um Euch mit weiteren News zu versorgen. In der ersten Woche haben wir so Einiges erlebt. Wir haben die Stadt erkundet und waren in einem sehr berühmten Stadtteil in Edmonton und zwar Old Strathcona. Da stehen noch richtig alte Gebäude. Es ist nur schade das die Hauptstrasse von diesem Stadtteil ab dem Abend nicht besucht werden sollte, da das Partyleben dort mit Drogen und Alkohol ziemlich gefährlich werden kann.  Danach haben wir uns auch das Muttart Conservatory angeschaut. Dort werden in 3 Glaspyramiden 3 verschiedene Klimazonen der Erde gezeigt. Leider war es “Under Construction” und deswegen geschlossen. Durch die schönen Sitzmöglichkeiten in einem angrenzenden Park mit Pavillon und kleinen Brücken, haben wir eine kleine Rast eingelegt und den herrlichen Blick auf Downtown genossen.  Der Nord- und Südteil der Stadt werden vom North Sasketchewan River getrennt.Verschieden Brücken überspannen den Fluß und bilden die Pulsadern welche die Stadt lebendig halten. Ein besonderes Erlebnis ist es, den Fluß auf der High Level Bridge zu überqueren. Die 1913 eröffnete Brücke überquert den Fluß in 45 m Höhe. An Feiertagen wird ein künstlicher Wasserfall, welcher in der Brücke integriert ist, eingeschaltet. Dieser Wasserfall fällt damit 7 m tiefer als die Niagara Fälle.

08070012An einem anderen Tag haben wir das  Alberta Flugzeugmuseum besucht. Es ist nicht besonders groß aber total schnuckelig und mit viel Arbeit und Mühe gemacht. In einem anliegenden Raum treffen sich die alten Kriegsveteranen, dies zu erleben ist ein ganz besonderes Feeling. In einem anderen Raum waren Originalstücke aus dem zweiten Weltkrieg ausgestellt. (hauptsächlich aus Deutschland und über den Mann der den zweiten Weltkrieg ausgelöst hat). Es war ein sehr komisches Gefühl das einmal anzusehen. Interessant war es, was ein anderes Land wie Kanada darüber gedacht hat. Ralf hat sich sehr an den verschiedenen Flugzeugmodellen erfreut, ist halt was für Männer.

Danach bin ich  mit Ralf noch an das Alberta Legislature gefahren. Das ist der Regierungssitz Albertas. Ich sage immer Capitol dazu, da es für mich so ausschaut und in der Fernsehserie “The District” auch als Capitol in Washington D.C. verkauft wird. Im Capitol kann man an einer kostenlosen Rundführung teilnehmen. Man kommt ziemlich herum und darf sich Räume anschauen, wo die richtig großen Sachen im Parlament geschehen. Das war schon beeindruckend.

Auch das Capitol ist von einem großen Parkgelände umgeben. Neben Picknick und Sportspiele kann man in diesem Park auch wunderbar relaxen und die Füße einfach im Springbrunnen baumeln lassen. Es gibt aber auch sehr viele romatische Ecken im Park, so das viele Hochzeitspaare den Park für ihre Hochzeitsfotos nutzen.

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2. Woche in Kanada
Sonntag, 20. Juli 2008

08070010In der zweiten Woche hatten wir ein ziemlich volles Programm. Wir sind nach Alberta Beach gefahren. Alberta Beach ist eine Community etwas 75 km ausserhalb von Edmonton. Es ist ein sehr beliebtes Touristengebiet, weil es direkt am Ufer des großen  See`s  Lake St. Anne liegt. Viele kommen am Wochenende raus um mit dem Boot oder Jetski zu fahren, oder so wie wir, einfach nur am See liegen und um baden gehen. Der See hat eine Gesamtgröße von 54,5 km². Die maximale Tiefe beträgt 9 m. Im See liegen 3 Inseln: Farming Island, Horse Island, Castle Island. Am Montagabend sind wir dann zum Baseballspiel gefahren. An diesem Abend spendete ein Sponsor des Vereins  ein Feuerwerk. Normalerweise liegt die Zuschauerzahl der Edmonton Cracker Cats bei 400-1500. Doch an diesem Abend kamen 8676 Zuschauer. Damit haben die Cracker Cats ihren Rekord an Zuschauern aufgestellt. Das Chaos um die Parkplätze und die Schlangen an den Kassenhäuschen sowie an den Esständen könnt ihr Euch vorstellen. Aber das Feeling war so toll. Es war richtige Stimmung. Wir haben Euch ein kleines Stück mit der Kamera aufgenommen, dies könnt ihr jetzt auf unserer neuen Videoseite sehen. Ich habe mich auch gleich mal als Fotograf probiert. 08070007Ich konnte leider nicht so viele Bilder machen, da ein Netz vor den Zuschauertribünen gespannt ist. Das stört natürlich beim fotografieren. Aber es sind ein paar gute Bilder dabei raus gekommen. Ein paar Bilder könnt ihr bei der Diashow sehen. Die Edmonton Cracker Cats sind ein unabhängiges Minor League Baseball Team und spielen in der Golden Baseball League von Kanada. Leider gibt es den Verein noch nicht so lang, nämlich erst seit dem Jahr 2005. Obwohl sie in der Profileague spielen, kommen wenig Menschen zu den Spielen, wenn man die Größe des Stadions betrachtet. Dieses hat Platz für 10095 Zuschauer. Was die Fanarbeit des Vereins betrifft, Homepage ohne Fotogallery, ect. ist durchaus Potential vorhanden. Wir werden darüber nachdenken an den Verein heran zu treten. Wir werden unsere Ideen vorschlagen und unsere Unterstützung anbieten. Nach dem Spiel war dann das grandiose Feuerwerk. Dieses haben wir ebenso gefilmt und es erscheint ebenso auf der Videoseite. Am Dienstag war dann der lang ersehnte Canada-Day. 08070008Darauf habe ich mich schon 7 Jahre gefreut das noch einmal erleben zu können. Ralf und ich sind am Vormittag nach Downtown gefahren und haben am Churchhill Square/City Hall an den Festivitäten teilgenommen. Um 12.30 Uhr startete dann die offzielle Ceremonie wo der Bürgermeister, andere Leute aus dem Parlament und Leute aus dem Kulturministerium Reden gehalten haben. Wer sich am Englisch versuchen möchte, kann das ebenso auf der Videoseite anschauen. Ich war so erfreut an diesem Tag, das ich mir auch gleich ein Tattoo auf den linken Oberarm gemacht habe, 3 rote Ahornblätter. Symbolik: 1 für Kai, 1 für mich und eins für unsere Zukunft. Wir sind gespannt was ihr dazu sagt. Danach sind wir nach Hause gefahren und haben unsere Wohnung geschmückt. Als Kai von der Arbeit kam haben wir Kaffee getrunken und eine Kanada -Day Torte gegessen. Am Abend sind wir erneut zum Baseballspiel gegangen. Diesmal haben die Cracker Cats dann das Spiel gewonnen, allerdings waren nur um die 1400 Zuschauer da. Anschließend durfte man im Stadion bleiben um das Feuerwerk der City of Edmonton anzuschauen. Von da aus hatten wir einen super Blick. Achja, bevor ich es vergesse, das war nur ein Airbrush-Tattoo, welche nur ca. eine Woche hält.

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Jasper National Park
Donnerstag, 31. Juli 2008

08070004Am Mittwoch den 2. Juli sind wir dann in den Jasper Nationalpark gefahren. Die Fahrt dahin war sehr schön. Wir sahen nichts – außer Land. Nach 180 km kam mal das Städtchen Edson und kurz vor den Rocky Mountains der Ort Hinton. An beiden haben wir eine Rast eingelegt. Da haben wir auch tatsächlich einen Mc Donalds gefunden mit einem rießengroßen Kamin und schwarzen Ledersesseln. Man kann das kaum glauben, das ist der schönste McDonalds den wir je gesehen haben. Dort haben wir ganz leckere Pancakes gegessen. Das ist unser Lieblingsfrühstück.

Nach ca. 375 km haben wir den Jasper Nationalpark erreicht. Er wurde 1907 gegründet und ist mit seinen 10.878 km² Fläche der größte Nationalpark in den kanadischen Rocky Mountains, die von der UNESCO zum Welterbe erklärt wurden. Im Park gibt es viele große Tierarten, wie Elch, Wapiti, Dickhornschaf, Bergziege, Schwarzbär, Grizzlybär, Luchs, Wolf und Kojote. Vor allem die Wapitis laufen ungeniert durch die Ortschaft Jasper und fressen die Blumen in den Vorgärten. Gleich bei der Einfahrt in den Park hat uns eine Bergziege begrüßt. Wir sind dann bis zum Örtchen Jasper gefahren. So etwas idyllisches und so schöne western-typische alte Häuser haben wir noch nicht gesehen.

Der Ort Jasper liegt auf einer Höhe von 1.062 m und hat 4643 Einwohnern. Der Zuzug von Menschen nach Jasper ist durch die kanadische Parkverwaltung stark reglementiert. In Jasper liegt die Durchschnittstemperatur in den Monaten Juni/Juli/August nicht höher als 22°C. Die Sommermonate sind dementsprechend sehr kurz. Aufgrund der Vielfältigkeit haben wir uns bei unserer Tagestour für folgende Sehenswürdigkeiten entschieden: Patricia Lake (da wird sich jetzt Patricia freuen), die Athabasca Falls und Mount Edith Cavell.

08070006Der Patricia Lake liegt nur wenige Minuten ausserhalb von Jasper. Ein sehr idyllischer Ort, wo man das typische Rocky-Mountain-See-Bild fotografieren kann. Heute kann der See zum Boot fahren oder für Tauchausflüge genutzt werden. Im 2. Weltkrieg hingegen war er ein Ort für geheime Forschungen. Auf diesem See wurde ein Flugzeugträger im Modell 1:50 errichtet. Das Besondere, dieses Modell bestand vollständig aus Eis und Sägespäne, war voll seetauglich und auch unsinkbar.
Die Athabasca Falls sind 23 Meter hohe Wasserfälle im Athabasca River. Das Wasser hat sich durch eine Schicht harten Quarzits und den darunter liegenden Kalkstein gegraben und dabei eine schmale, kurze Schlucht und einige Potholes gebildet. Die Fälle sind nicht wegen ihrer Höhe bekannt, sondern wegen der Kraft, mit der das Wasser durch den engen Spalt stürzt. Danach haben wir am Athabasca River gepicknickt. Der Athabasca ist ein 1231 km langer Fluss. Er entspringt im südwestlichen Teil von Alberta aus den Quellbächen des Athabascagletschers unweit der Grenze zur Provinz British-Columbia. Das Einzugsgebiet des Athabaska umfasst 95.300 km²

Danach ging es weiter zum Mount Edith Cavell. Er liegt in den Flusstälern des Athabasca River und Astoria River im Jasper-Nationalpark und wurde 1916 nach der Krankenschwester Edith Cavell (1865-1915) benannt, die im Ersten Weltkrieg von den Deutschen hingerichtet wurde. Eine 17 km lange gewundene Straße führt von Jasper zu den Mount Edith-Cavell-Gletscher (bei der mir himmelangst wurde und bei der Abfahrt auch etwas übel). An der Nordwand des Berges liegt der Angel-Gletscher. Das spektakuläre daran ist, das man bis zum Gletscherrand heran laufen kann. Dies bedarf allerdings etwas Kondition, da man das Geröllfeld überwinden muß, welches der Gletscher bei seinem Rückzug hinterließ. Die Parkverwaltung hat diese Schneise aus Geröll und Steinen so präpariert das man auf 2 verschiedenen Wegen zum Gletscher laufen kann, einen im Tal und einen auf einer Erhebung. Sehr beeindruckend.

Es gibt natürlich noch viel mehr zu sehen, aber dafür braucht man einfach mehr Zeit. Für einen Tagesausflug haben wir trotzdem verdammt viel gesehen. Wie ihr alle wißt braucht Bella immer den größten Weihnachtsbaum den es gibt, egal ob er in die Wohnung paßt oder nicht. Viele kennen bereits lustige Geschichten darüber. Im Jasper hat Bella auch ihren Weihnachtsbaum für dieses Jahr gefunden.

Das Fazit von diesem Tag ist: Wir waren schon an einigen Orten dieser Welt. Aber so etwas schönes, faszinierendes und beeindruckendes haben wir in unserem ganzen Leben noch nicht gesehen. Es ist nicht in Worten zu fassen. Man kann die Schönheit der Natur das Atemberaubende nicht in Worte fassen. Was der Mensch vollbrachte um diese Wunder zugänglich zu machen ist ebenfalls herausragend.  Vor allem wenn man bedenkt, das der Park im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert erschlossen wurde. Ihnen gehört ein großes Stück Respekt entgegen gebracht. Wir hoffen, das jeder einmal die Chance erhält sich das einmal im Leben anzuschauen.

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Calgary - Stampede - Rodeo
Sonntag, 10. August 2008

08070002Am Samstag den 5. Juli haben wir Ralf nach Calgary zum Flughafen gebracht. Obwohl er erst um 23.59 Uhr geflogen ist, sind wir schon vormittags dahin gefahren. Es war nämlich die Calgary Stampede. Wie einige von euch wissen, ein lang ersehnter Event von uns. Die Calgary Stampede ist eine jährlich stattfindende, zehntägige Landwirtschafts-Ausstellung in der gleichnamigen kanadischen Stadt. Es ist die größte Freiluft-Ausstellung der Welt und hat circa 1,5 Millionen Besucher. Die Ausstellung beginnt mit einer großen Parade und einem riesigen Pancake-Frühstück. Während der Parade sind 350.000 Zuschauer anwesend und am Fernsehr schauen 2.000.000 Menschen die Übertragung der Parade an.

Bei den Touristen ist besonders die Rodeo-Show sehr beliebt. Es ist das weltgrößte Outdoor Rodeo und eines der größten Events Kanadas. Die Ausstellung hat ihren Ursprung in der 1886 erstmals stattfindenten Calgary Industrial Exhibition.

Ab 1912 wurde die Calgary Stampede als eigenständige Veranstaltung durchgeführt.
In Verbindung mit dem Rodeo wurde später das Calgaray Western Jamboree eingeführt. Die weltbesten Rodeo Atheleten treten in verschiedenen Disziplinen gegeneinander an. Diese wären Barrel Racing (Pferderennen um Tonnen), Bull Wrestling (Stier von Hand zu Boden bringen), Bull Riding (den Stier reiten), Horse Riding (auf dem Pferd reiten mit Sattel und ohne Sattel), Chuckwagon Race (Heuwagenrennen)...
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Das Gesamtpreisgeld beträgt über 1.000.000. Can $. Am letzten Tag treten die 4-5 Besten einer jeden Disziplin gegeneinander an. Der Gewinner geht mit einem Preisgeld von 100.000 Can $ nach Hause und ist offizieller Calgary Stampede Meister. Die ganze Stadt ist überflutet mit Touristen, welche die spirituelle Atmosphäre mit original Western Kleidung erleben. Wer Interesse an einem Hauch Wilden Westen hat, sollte es sich nicht entgehen lassen.

Aber die Calgary Stampede besteht nicht nur aus Rodeo. Neben der Landwirstschaftsausstellung gibt es auch noch ein riesiges Areal mit unzähligen Fahrgeschäften, Imbissstände, und Festzelte ähnlich dem Oktoberfest, nur das hier der bevorzugte Stil Country Musik ist. Auch das kanadische Militär hatte einen Info- (Werbe-)stand aufgebaut, um junge Männer dafür zu interessieren, denn anders als in Deutschland, gibt es in Kanada keine Wehrpflicht. Es gab nicht nur Plakate zu sehen, man konnte sogar Probe sitzen. Zur Auswahl standen von der Army ein Geländejeep, ein Spähpanzer und ein Leopard Kampfpanzer.
Die Airforce (Luftwaffe) hatte einen Bell-Hubschrauber und ein Jagflugzeug-Cockpit bereitgestellt.
Von der Navy (Marine) gab es ein Beiboot einer Fregatte zu sehen, die vor der Küste des Irak operierte. Wer Interesse hatte, konnte sogar in der Zeit von 13-14 Uhr per Funk mit der Besatzung dieser Fregatte sprechen.

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Wir genießen die Festivals
Donnerstag 21. August 2008

08080002Anfang Juli sind Kai und ich zum Street Performance Festival gegangen. Das Festival wurde 1985 gegründet. Akrobaten, Künstler, Komiker, Magier, Musiker und Tänzer aus der ganzen Welt zeigen ihre Show auf dem Churchhill Square, der Eintritt ist frei. Die Künstler werden nachdem bezahlt, was der Zuschauer ihnen in den Hut wirft. Es hat uns riesen Spaß bereitet und wir hatten sehr viel zu lachen. Wir werden Euch Fotos und kleine Videoausschnitte auf der Homepage zeigen. Außerdem lernten wir da kurz den “Magic Brian” aus New York kennen (der muskulöse Mann). Er hat das Wort Zwangsjacke in 3 08080003verschiedenen Sprachen aufgesagt, unter anderem auch auf deutsch. Das klang ja mal niedlich. Nach der Show sind wir zu ihm hin gegangen. Wir sagten ihm, das wir aus Deutschland kommen und haben dann noch etwas gemeinsam das Wort Zwangsjacke geübt.

Ende Juli waren wir beim Taste of Edmonton - Festival. Da lernt man die kulinarische Seite Edmontons kennen. Verschiedene Restaurants und Cafes stellen sich auf dem Churchhill Square vor. Dabei nehmen jedes Jahr andere Restaurants teil. Ein Taste Ticket kostet 1 CAN $. Es werden ebenso verschiedene Weine und Biere zum probieren angeboten. Außerdem ist ein Street Market vor Ort bei dem man Käse, verschiedene Olivenöle und andere Köstlichkeiten kaufen kann. Es war super lecker und der eine oder andere von Euch hätten sicher eine riesen Freude gehabt – vor allem Freunde der Asiatischen Küche. Auch wir haben leckere Sachen genossen, wie ihr an den Fotos sehen könnt.

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Kai sein 1. Geburtstag in Kanada

08080001Erst einmal ein riesen Dankeschön an alle, die an Kai seinen Geburtstag gedacht haben und die lieben Geburtstagsgrüße die er erhalten hat. Er hat sich sehr darüber gefreut. Ebenso Danke an seine Eltern und seine Schwester, die extra bis 1 Uhr nachts wach geblieben sind, um ihn anzurufen. Auch der extra eröffnete Post im Forum war eine sehr schöne Idee. Vielen Dank.
Isabell ist an Kai seinem Geburtstag früh morgens aufgestanden. Nachdem sie Kai auf Arbeit gebracht hat, ist sie dann auf Shoppingtour gegangen. Ach war das schön. Hier ist es so einfach etwas für Kai zu finden, da es hier so viele Sachen gibt, die Kai interessieren. Ralf und
Isabell haben Geld zusammen gelegt, denn der Geburtstag stand unter dem Motto Baseball. Isabell hat eine McFarlane Baselballfigur, eine Baseballbuch über die Geschichte des Baseballs, Baseballsammelkarten und Minibaseballspieler für die Torte gekauft. Normalerweise bäckt Isabell auch immer eine Geburtstagstorte, aber dieses Jahr nicht. Kai liebt Oreocookies und da es hier eine super Oreotorte gibt, hat Kai diese erhalten. Die war super lecker. Die Geschenke wurden ebenso in Geschenkpapier im Baseballdesign verpackt. Die gesamte Tischfarbendeko spiegelten die Farben Kai seines Lieblingsteams wieder (die Chicago Cubs – rot,blau,weiß).  Auf Kai´s Wunsch sind wir noch durch die West Edmonton Mall geschlendert. Dort haben wir noch ein bißchen gegeneinander gezockt. Am Abend wollten wir essen gehen. Aber da Kai sein Magen nicht so fit war, haben wir Roast Turkey Breast gekocht mit Kartoffelpürree und Möhren. Es war ein sehr schöner Tag.

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Unser erster Besuch

08090002Hallo liebe Freunde, Familie und Bekannte von Isabell und Kai...
Ich bin Tanja, eine Freundin von Isabell. Einige kennen mich vielleicht – ich war auch am Frankfurter Flughafen mit dabei. Vor circa drei Wochen hatte ich die Ehre, die erste Besucherin von Isabell und Kai zu sein! Mit meinem Bericht möchte ich versuchen, Euch einen kleinen Einblick in meine Erlebnisse zu geben. Ich möchte Euch vielleicht ein bisschen neidisch machen, so dass ihr möglichst schnell auch nach Kanada fliegen wollt, denn ich kann euch versprechen, es werden unvergessliche, einmalige und wunderschöne Ferien werden!

Nach einem langen und anstregenden Flug erlebten wir die erste wunderbare Überraschung am Flughafen von Calgary. Isabell und Kai begrüssten uns mit ihren tollen Cowboyoutfits! Es war ein wunderschöner Moment die beiden umarmen zu können! Ich spürte richtig wie glücklich und zufrieden sie in ihrer neuen Heimat sind!
Circa 3 Stunden später erreichten wir endlich Edmonton, ihr Zuhause. Nach einer kurzen Besichtigung der Wohnung und ein bisschen schwatzen, fielen wir dann müde ins Bett.

0809000108090004Der nächste Morgen began schon super, mit frischen Bagels und einem tollen Frühstück starteten wir in den Tag! Isabell fuhr mit uns in einen schönen Park mit einer unglaublichen Sicht auf Downtown. Wir picknickten und tranken Sekt, obwohl wir dies, glaube ich, nicht hätten tun dürfen! Aber es war super toll! Die Hinfahrt war auch richtig lustig, denn wir hatten fast kein Benzin mehr. Ich glaube, Isabell hatte ein bisschen Angst, dass wir irgendwo stehen bleiben! Später holten wir Kai von seiner Arbeit ab und lernten den berühmten Michael kennen - für alle die schon von ihm gehört haben, er ist gar nicht so streng wie er aussieht.. er ist sogar total nett und bei meiner nächsten Reise, darf ich ihn sogar auf seiner Ranch besuchen! Die Tage verliefen meistens so, dass Isabell mit uns den Tag verbrachte und wir Kai später von der Arbeit abholten um gemeinsam Kaffee zu trinken und Cookies zu essen.
Dieses Ritual fand ich immer sehr schön, denn so konnten wir uns austauschen, reden und die Zeit geniessen und gleichzeitig den Abend planen.

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 Sportlich gesehen hatten wir drei Highlights! Wir erlebten ein Eishockey- , ein Baseball- und ein Canadian Footballgame! Alle drei Spiele waren der Hammer, obwohl das Footballspiel mit den 43.000 Zuschauer schon der Wahnsinn war! Es fällt mir oft schwer meine Gefühle und Emotionen in Worte zu fassen, denn vieles kann man einfach nicht beschreiben - man muss Kanada mit Isabell und Kai einfach selber erleben !!!

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Tagsüber hat uns Isabell an wunderschöne Plätze geführt, wir gingen in verschiedene Parks und in das Alberta Royal Museum, das sehr toll gemacht war. Es hatte viele Tiere und ein riesengrosses Mammutskelett! Auch der Ford Edmonton Park war ein toller Ausflug, denn wir erlebten die Vergangenheit auf eine spannende Art und Weise. Die Menschen, die Lokomotive, die Häuser und die Strasse - alles Spuren aus dem früheren Leben.
Der absolute Traum unserer Ferien war natürlich die Reise in den Jasper Nationalpark  in den Rocky Mountains. Früh morgens fuhren wir los und erlebten eine super lustige Hinfahrt! Wir hatten so viel Spass und mussten so viel lachen, dass uns fast die Tränen kamen! Als Kai uns auch noch erzählte, dass es manchmal Elche gibt, die die Strasse überqueren, erblickten wir gleich drei vor uns! Der Moment war so lustig, dass wir uns kaum erholen konnten!!!
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Der ganze Tag war eine Sensation!!! Die vielen Tiere auf der Hinfahrt und im Nationalpark, die Natur, das Zusammensein - alle diese Erlebnisse machten diesen Tag zu einem meiner schönsten Tage!
Wir mussten so viel lachen, wir hatten so viel Spass, so dass wir zum krönenden Abschluss fast unseren Bären verpasst hätten! Wir entdeckten wirklich einen echten Bär! Isabell und ich waren so aus dem Häuschen, dass wir es kaum glauben konnten! Wir verfolgten ihn auf seinem ganzen Weg! Immer mehr Leute hielten an und fragten uns was wir sehen, dass schlussendlich die ganze Strasse von Autos blockiert war, weil alle den Bären sehen wollten! Ein unvergesslicher Moment! Wie gesagt, oft finde ich gar keine richtige Worte, die meine Gefühle beschreiben. Man kann so bewegende Momente gar nicht beschreiben. Man muss sie erleben und spüren!!! Ich kann euch nicht einmal die Atmosphäre beschreiben, denn sie war so emotional, dass ich sie einfach in meinem Herzen habe!

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An einem Tag gingen Pasqual und ich Hardcore shoppen! Das Geld ausgeben hat auch Spass gemacht! In der West Edmonton Mall gingen wir alle gemeinsam nochmals hin und spielten Autorennen, Jetski und sonst viele Animationsspiele! Wir fühlten uns wie kleine Kinder! Unser gemeinsamer Bowlingabend war auch super lustig! Ich gewann sogar die zweite und die dritte Runde!
Als Abschluss unserer Ferien gingen wir super lecker essen! Wir genossen unseren letzten Abend und erinnerten uns an einige Momente, die unvergesslich bleiben werden.
08090009Ich konnte Euch jetzt nicht über alles berichten, denn wir haben so viel erlebt, dass es einfach zu viel wäre! Ich wollte euch auch nur einen kleinen Einblick geben, damit ihr wisst, wie schön alles ist und was für ein tolles Leben Isabell und Kai führen. Es ist wahnsinnig schön zu sehen
wie zufrieden und glücklich sie sind. Vorallem man kann es richtig spüren wie glücklich sie sind! Ich wünsche mir für jeden von Euch, dass es Euch irgendwann einmal gelingt Isabell und Kai zu besuchen, denn ihr werdet begeistert sein. Und Euch liebe Isabell und lieber Kai, wünsche ich von Herzen eine super lange und wunderschöne Zeit und nur das Beste für Eurer Leben in Eurer Heimat - KANADA!!!
Ich danke Euch für all Eure Geduld, Eure Zeit - für alles, was Ihr für uns gemacht habt!!! Alles wird für mich unvergesslich bleiben...DANKE
Eure Tanja

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Unser altes und unser neues Apartment

Nun möchten wir Euch endlich einmal zeigen wo und wie wir jetzt wohnen. Damit Ihr dann die Diashow besser versteht, erklären wir Euch, wie es im alten und im neuen Apartment war.

08100012Das alte Apartment lag im südlichen Teil Edmontons. Es war in einer ruhigen Ecke, aber dennoch war direkt hinter der Schutzmauer der Highway. Da Kai am Anfang Schwierigkeiten hatte, ein passendes Apartment zu nehmen, war er froh, dieses bekommen zu haben.
Es lag im Basement, was bedeutet, halb in die Erde – in den Boden versetzt. Es hatte auch keinen Balkon oder Terrasse. Das Gebäude war schon älteren Datums, was man dann auch an der Küche und den sanitären Einrichtungen gesehen hat. Außerdem war es sehr schief und hatte riesige Spannungs-Risse in den Wänden.
Wir hatten regelmäßigen Besuch von verschiedenen Tierchen wie Ameisen und andere komische Käfer. Die Flure im Haus waren dunkel und eng. Wir hatten auf dem Stockwerk eine Waschmaschine und einen Trockner für die gesamten Leute. Das war zeitweise echt zu wenig, denn von Donnerstag bis Sonntag waren die dann dauerbesetzt. Außerdem durfte man die nur zwischen 8-22 Uhr benutzen.
Wir haben das Apartment auch nicht sonderlich eingerichtet, da uns klar war, das wir dieses Jahr noch umziehen. Die Umgebung war sehr schön. Nur ein paar Meter vom Haus entfernt war ein riesen Platz mit Rasen. Da haben wir immer Baseball und Badminton gespielt. An einem Punkt hatte man eine schöne Aussicht über das Rainbowvalley und einen Teil über das Snowvalley. Das ist das 180° Panoramafoto.

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Um das Bild im Vollmodus herunter zu laden hier klicken!
Das Bild kommt erst richtig zur Geltung wenn man es in ”original Größe” betrachtet.

Dort ist Isabell dann auch immer Walken gegangen und hat ihre Karateübungen gemacht.
Jeden Morgen und jeden Abend begrüßten uns mehrere Babywildhasen. Das war immer ein tolles Erlebniss. Einmal haben wir probiert wie nah wir an die Hasen heran kommen. Wir haben es dann auf ca. 1,20m geschafft.

Nun zum neuen Apartment. Es liegt noch südlicher als das alte Apartment, aber ebenso in einer verkehrsberuhigten Wohnanlage. Hinter der Lärmschutzwand befindet sich eine normale Strasse, kein Highway. Der Gebäudekomplex besteht aus 2 V-förmigen Gebäude welche über die Lobby miteinander verbunden sind. Wenn man aus der Vogelperspektive drauf schaut würde es ein großes X ergeben.
Es ist nicht so alt wie das erste Apartment. Wenn man in das Gebäude rein kommt, hat man große, helle beleuchtete Flure. Direkt neben dem Rental Office befindet sich eine
große Lobby mit einer Teeküche, Bar, Sofas, Sessels, TV und einem großen Kamin. Von da aus kann man in den Fitnessraum gehen, der ebenso mit TV ausgestattet ist. Unter anderem befinden sich da Damen und Männertoiletten, sowie jeweils eine Dusche bei den Damen und eine bei den Herren. Von der Lobby kommt man ebenso zu den Parkplätzen und zu dem Swimmingpool mit Sonnendeck an der Gebäuderückseite. Unser Parkplatz liegt direkt am Swimmingpool.

Wenn man dann in unseren Hauseingangsbereich geht, hat es ebenfalls eine kleine Sitzecke, wo man Besucher bitten kann zu warten. Dort befinden sich die Briefkästen. Auch der große Waschraum ist da, mit soviel Waschmaschinen und Trocknern, das es für alle reicht. Hier darf man 24 h waschen und trocknen. Da hat es auch ein WC und einen Trinkautomaten. Mit dem Fahrstuhl geht es dann in den vierten Stock. Auf jedem Stockwerk hat man einen Müllschlucker wie man es aus den TV-Serien kennt. Der Müll fliegt dann ein Schacht herunter und kommt unten im Keller in den großen Container. Unser Apartment hat einen kleinen Flur, ein größeres Bad als im alten Apartment, ein Schlafzimmer, eine moderne Küche (und Geschirrspüler!!!), eine Durchreiche ins Wohnzimmer, ein kleineres Wohnzimmer, ein Essbereich, und ein Loft (Galerie). Ebenso einen schönen großen Balkon, auf dem man jeden Morgen den Sonnenaufgang genießen kann. Vom Loft aus, hat man einen herrlichen Blick über den Stadtteil und bei guten Wetter kann man bis Downtown schauen. Vom Balkon aus, schauen wir auf den Swimmingpool und die Parkplätze. Wenn wir Spazieren gehen, dann sieht das so aus, wie auf den Fotos. Alles sehr ruhig und an der Grenze einer Schlucht. Fotos vom inneren des Apartments folgen später.

Wir haben es auf keinen Fall bereut umgezogen zu sein. Im Gegenteil. Hier kommt man mit Leuten ins Gespräch und den einen oder anderen trifft man regelmäßig und hält einen Smalltalk. Es ist wunderschön hier zu wohnen

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Kanupolo Weltmeisterschaft Edmonton 24. - 27. Juli 2008
Montag 10. November 2008

08100004Aus den TV Nachrichten hörten wir, das die Kanupolo Weltmeisterschaft in Edmonton stattfindet und zwar im Hawrelak-Park. Wir unterhielten uns darüber, das Isabell mit Ihrer Fotoausrüstung doch einfach hingehen und schauen soll, was sich da machen läßt. Das war ziemlich aufregend, ganz alleine dahin zu fahren und völlig auf sich alleine gestellt sein, das erste Mal im großen Kanada.

Na gut, gesagt getan. Ich begab mich zu den Volunteers und erzählte Ihnen wer ich bin und fragte ob ich eine Akkreditierung bekommen kann. Die freundliche Dame verweigerte dies. Da ich schon unter anderen Voraussetzungen an Fotos gekommen bin, war dies kein Problem für mich. Ich habe vorher nie Kanupolo gesehen und ich war sehr beeindruckt und auch etwas traurig, das dies nur eine Randsportart ist. Aber Baseball ist auch ein toller Sport und nur eine Randsportart in Deutschland.
Als ich so zuschaute, hörte ich hinter mir, wie sich 3 Männer auf deutsch unterhielten. Beim genauen hinsehen sah ich auf einem VIP Pass, das einer davon der Nationaltrainer der Herren war. Ich habe meinen ganzen Mut zusammen genommen, bin zu ihm gegangen, habe mich vorgestellt und einiger meiner Referenzen aufgezählt. Er stellte mich noch verschiedenen anderen Menschen vor, die  in den 3 Tagen Weltmeisterschaft sehr wichtig für mich sein sollten. Sie haben mich bedingslos unterstützt und mir zur Seite gestanden.

08100003Wir hatten eine super Zeit. Dank diesen freiwilligen Helfern und einem wichtigen Mann der Kanupoloorganisation bekam ich sogar einen kanadischen Presseausweis, der mir erlaubte in alle
Bereiche zu gelangen und dort Bilder zu machen. Ich war sehr stolz. Der Trainer hatte nicht viele Hoffnungen, das es die Mannschaft in eine Zeitung schafft.
Bis tief in die Nacht versuchte ich Deutschlands Zeitungen mit dem Kanupoloweltmeisterschaftsfieber anzustecken. Es gab diesbezüglich wirklich sehr schlechte Resonanz. Aber ich habe es dennoch in die Zeitung geschafft und zwar sogar in drei. In die WAZ (Westdeutsche allgemeine Zeitung), die Göttinger Zeitung und die Westfalenpost in Wetter. Es war mir eine Ehre diesen Sport kennenzulernen und diese Tage mit den Spielern, den Eltern der Spieler, den Organisatoren und Trainern zu verbringen. Ich danke Ihnen alle dafür, das sie mich unterstützt und daran teilhaben lassen. Ich werde dieses erste große Ereignis in meinem neuen Leben in Kanada nicht vergessen.

Durch anklicken der Zeitungsausschnitte könnt Ihr Euch die Artikel als PDF-Datei aufrufen.

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Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Göttinger Tageblatt

Westfalen Post

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