Januar - März 2009

Ralfs Tagebuch vom 14.12.08 - 04.01.09

Sonntag wollte ich unbedingt mit den beiden in die Bibliothek nach Downtown fahren. Das war sehr beeindruckend. Die ist riesig, so eine grosse Bibliothek habe ich noch nie gesehen. Was ganz besonders toll war, Isabell und Kai haben ausversehen ein Buch zu spät abgegeben und mussten eine Strafgebühr bezahlen (es war aber nicht viel). Jetzt haltet Euch fest, was die Dame zu den beiden gesagt hat. Sie brauchten die Strafgebühr nicht bezahlen, da es ja so kalt draussen sei und bald Weihnachten ist. Die beiden konnten es gar nicht glauben  - sowas haben sie auch in Deutschland noch nicht erlebt. Ich habe nicht so lange durchgehalten und wir sind dann auch gleich wieder nach Hause gefahren.

09010003Die Temperaturen sind die letzten Tage ziemlich gesunken. Auf –33° Grad. Das ist schon echt saukalt. Unvorstellbar, wenn man dies das erste Mal durchmacht. Gerade auch durch den Wind Chill ist das ganze extremer. Sie haben sogar Warnungen heraus gegeben, das wenn man ungeschützt im Gesicht und den Händen raus geht, innerhalb von 5-10 Minuten Frostbites (Erfrierungen) entstehen können. Hier möchten wir Euch einmal beschreiben was dieser “berühmte” Wind Chill ist, Quelle Wikipedia: Der Windchill (v. engl. wind chill “Windkühle”; chill = Frösteln) beschreibt den Unterschied zwischen der gemessenen Lufttemperatur und der gefühlten Temperatur in Abhängigkeit von der Windgeschwindigkeit. Der Windchill ist ein Maß für die windbedingte Abkühlung eines Objektes, speziell eines Menschen und dessen Gesicht. Der Windchill bezieht sich deswegen fast immer auf den Menschen. 09010004Bei hohen Temperaturen zeigt sich kein Windchill-Effekt, er wird daher nur für Temperaturen nahe oder unterhalb von 0 °C berechnet und bei höheren Temperaturen meist durch den Hitzeindex ersetzt. Der Windchill-Effekt (engl. wind chill factor) wird durch die konvektive Abführung hautnaher und damit relativ warmer Luft sowie der damit einhergehenden Erhöhung der Verdunstungsrate hervorgerufen. Die für den Phasenübergang des Wassers notwendige Energie wird dabei durch Wärmeleitung aus der Körperoberfläche abgezogen und kühlt diese dementsprechend. Der Wind hat daher die Wirkung, die Angleichung der Oberflächentemperatur des Körpers mit der Umgebungstemperatur der Luft zu beschleunigen, was Menschen als kühlend empfinden. Eine besondere Bedeutung besitzt der Windchill in sehr kalten und windigen Regionen der Erde (was in Europa meist nicht der Fall ist). Hauptanwendungsgebiet des Windchill in Form der WCT sind die USA und Kanada. Beispiel: Es herrscht eine Lufttemperatur von -25 °C und eine Windgeschwindigkeit von 15 km/h. Die hieraus errechnete Windchill-Temperatur beträgt -35 °C.

Dienstag, Mittwoch und Donnerstag haben wir nicht viel gemacht, da ich mich von meiner Lungenentzündung erholt habe. Isabell hat viel gebacken und Pralinen angefertigt. Donnerstag abend sind wir dann zu Red Lobster essen gegangen. Oh man, wie kann ich das erlebte nur erzählen. Das war der oberhammer. Sowas habe ich noch nie gesehen. Wir haben Jakobsmuscheln, Garnelen, Calamari (anders als in Deutschland), Chicken, Snow Crab, gefüllte Scholle, Lachs, Reis und Gemüse gegessen. Insgesamt haben wir 6 Getränke erhalten (wobei man nur einmal bezahlt, Refill ist hier umsonst). Der Kellner war so aufmerksam, wir brauchten gar nichts sagen, war unser Glas nur noch viertel voll, kamen schon die neuen Getränke – unglaublich aufmerksam. Wir wussten nicht, wie man die Snow Crab auseinander legt. Aber der freundliche Kellner schmunzelte und zeigte es uns dann. Zusammen haben wir nicht einmal 78 CAD bezahlt. Wer Fisch mag, sollte dies unbedingt einmal probieren.

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Freitag haben wir mit Bekannten aus Morinville getroffen. Die Fahrt dahin war etwas aufregend. Überall waren Unfälle und auf dem Highway war teilweise sogenanntes Black Ice. So ist auch unser Auto während der Fahrt kurz geschwommen. Wir gingen dann wieder unserem Ritual nach und waren alle gemeinsam bei Tim Hortons. Es war Christmas Shopping angesagt. Wir haben aus Deutschland Weihnachtsgeld erhalten und somit sollte sich jeder etwas schönes kaufen. Isabell kaufte sich vieles fürs backen und Kampfpads für ihr Karate/Jiu Jitsu/ Seld Defense Training. Kai kaufte sich einen Phillips Elektrorasierer. Er suchte vergeblich nach einer beheizbaren Matte für den Autositz. Nirgendswo gab es eine, alles ausverkauft. Das war deprimierend, denn es ist ziemlich kalt auf dem Lederautositz bei –30° fühlt sich das an wie wenn man auf Stein sitzt. Ich kaufte mir ein grosses Star Wars Lego Modell und ein etwas kleineres.

Sonntag haben wir mit Cher (nicht die berühmte) in der Lobby vor dem Kamin Adventskaffee getrunken. Das ist eine super nette Frau, die wir hier in der Apartmentanlage kennengelernt haben. Sie hat uns dann auch noch etwas bei Isabells Training zugeschaut. Am Sonntag erlebten wir dann auch das Endprodukt wenn man selbst Quark macht. Da es hier keinen gibt und wenn man welchen findet unheimlich viel Geld bezahlt, probierten wir es mit einem Rezept aus dem Internet aus. Es hat gleich beim ersten Mal super geklappt. Isabell hat davon einen kleinen Käsekuchen gebacken, der war dann nach dem Kaffeetrinken gleich alle.
Am Dienstag erledigten wir dann alle Einkäufe für Weihnachten.
Weihnachten war sehr schön. Wir sind auf die berühmte Candy Cane Lane gefahren. Das ist eine Strasse die seit 35 Jahren so richtig kitschig (positiv) Ihre Häuser schmücken. Das muss man gesehen haben. Ganz toll gemacht. Wir sind dann auch zu dem grössten Outdoor Festival Kanadas gegangen. Die Bright Nights im Hawrelak – Park. Das war ein Traum. Sowas habe ich noch nie gesehen. Ihr müsst Euch die Fotos in der Diashow Vorweihnacht anschauen. Dann waren wir abends auf einem See, sternenklarer Himmel, der See schwach beleuchtet und leise Weihnachtsmusik aus dem Lautsprecher, keine Menschenseele und wir sind Schlittschuh gefahren. Das war für mich Kanada pur. Das hat mich so glücklich gemacht.

Am 26.12. sind wir morgens um 5 Uhr aufgestanden um uns den berühmten Boxing Day Sale anzuschauen. Hier gibt es wirklich Menschen die so verrückt sind und sich bei der Eiseskälte in die Schlangen vor den noch geschlossenen Geschäften stellen. Wir haben das nicht gemacht. Wir haben gemütlich im warmen Auto gesessen und uns das angeschaut. Als die Geschäfte öffneten sind wir gemütlich rein gegangen. Wir haben auch ein paar super geniale Schnäppchen gemacht, die es das ganze Jahr über nicht gibt.

Das Wochenende darauf waren wir bei Bekannten eingeladen. Das war sehr schön. Wir haben lecker Kaffee getrunken und Karten gespielt. Danke nochmal das Ihr mich so gut aufgenommen habt. Ich finde Euch sehr nett und hoffe ich sehe auch bald wieder.

Zu Silvester waren wir wieder bei Bekannten. Gefeiert haben wir bis morgens um 4 Uhr. 5 Uhr waren wir dann zu Hause. Hier war es deutlich ruhiger, denn hier gibt es keine Knaller und Feuerwerkskörper wie in Deutschland. Es hat Isabell, Kai und mir super gefallen und wir bedanken uns von ganzen Herzen das wir mitfeiern durften. Es war super toll und hoffentlich machen wir das noch einmal.

Die letzten Tage sind wir noch Schlittschuh laufen, shoppen und in das Royal Alberta Museum gegangen. Am 4.1. war es dann soweit und ich musste wieder nach Deutschland fliegen. Der Abschied war ziemlich schwer. Ich fand die Zeit so toll und habe sie so genossen. Am liebsten wollte ich bleiben. Ich danke allen Menschen die mir meinen Urlaub hier so schön und unvergesslich gemacht haben.

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Unser Rückblick auf Weihnachten/Silvester/Neujahr
Sonntag, 01.02.2009

09020006Nachdem Ralf Euch im Dezember seine Erlebnisse erzählt hat, geht es dieses Jahr wieder mit uns weiter. Gerade um die Weihnachts-/Silversterzeit hat Isabell viel an unsere Freunde in Deutschland gedacht. Da merkt man wie sehr man seine Freunde vermisst. Wir sind sehr glücklich hier und haben ein schönes Leben. Das baut auf und gibt einem Kraft. Aufgrund der Entfernung und der Zeitverschiebung verpasst man aber auch sehr viel von Menschen, die einem ganz besonders wichtig sind. Wir schreiben diese Zeilen, weil wir wissen, das auch viele Auswanderungswillige auf unsere Homepage gehen. Es soll noch einmal daran erinnern, das man sich wirklich darüber bewusst sein muss, was man zurück lässt und ob man in der neuen Heimat damit umgehen kann. Isabell kann damit umgehen, da wir hier liebe Menschen gefunden haben, die sie ablenken und für sie da sind. Ebenso sind trotz der Entfernung sehr viele Freunde von Deutschland für sie da und nehmen sich viel Zeit um mit uns in Kontakt zu bleiben. An dieser Stelle möchten wir allen dafür danken. Wir möchten Euch sagen, wie wichtig es ist und wieviel Kraft es uns gibt, das es Menschen gibt die an uns glauben und für uns da sind.

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Wir möchten uns noch einmal mit dem letzten Monat befassen. Die Zeit mit Ralf war traumhaft schön. Wir haben sehr viel gelacht und sehr viel Spass gehabt. Ganz besonders haben wir uns gefreut, wie toll Ralf von unseren Bekannten aufgenommen wurde. Das ist ja auch nicht selbstverständlich. In dieser Zeit überfluteten uns Karten, Briefe, Geschenke, Pakete und Emails. Wir sind überwältigt und es warteten viele Überraschungen auf uns, die uns sehr berührt haben. Einige Überraschungen möchten  wir sehr gerne mit Euch teilen.
Im Koffer vom Ralf waren 6 Geschenke, ein Würfel und eine Karte von Piti. Jedes der Geschenke hatte eine Nummer. Wir sollten an jedem Adventssonntag, zu Nikolaus und zu Weihnachten würfeln, welches Geschenk wir öffnen dürfen. Das
war so eine super, einzigartige und persönliche Idee. Einfach unglaublich. Jedes Geschenk erinnerte an alte Zeiten und traf auf unsere Hobbys und Vorlieben. Wir danken Dir aus tiefstem Herzen! Du hast uns den Advent so sehr versüsst.

Die nächste Überraschung traf von Tanja aus der Schweiz ein. Leider waren mit dieser Überraschung einige Schockmomente verbunden. Jemand hat die Delivery an der Tür gestohlen und versucht unser Paket abzuholen. Ein Glück das sie hier eine ID verlangen. Da derjenige sich nicht ausweisen konnte, hat er das Paket nicht erhalten. Die Post informierte uns danach auf dem schriftlichen Weg. Wir sind sehr froh, das es nicht zurück gegangen ist. Es war prall gefüllt mit unseren Lieblingskäsesorten, leckerster Wurst, Schweizer Stocki, eine Menge von den leckeren Schweizer Keksen und mehr. Da hat unser Magen und unser Herz gelacht. Die Wurst und der Käse haben nicht lange überlebt. Die Kekse geniessen wir nach und nach. Wir danken Dir aus tiefstem Herzen dafür und können nur sagen, das Du verrückt bist.

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Es dauerte nicht lange, da haben wir wieder ein Paket bekommen von Tina, Markus und Alexander. Das Paket war so schwer und gross, das ich es kaum tragen konnte. Wir waren darüber einfach nur sprachlos und fanden keine Worte. Da waren soviele Sachen drin, das ich nur ein paar aufzählen kann: Deutscher Wein, Wurst, Hefezopf, Marmelade, Pudding, Backpulver, Gelatine, Trockenhefe, Griessbrei, Milchreis, Kekse, eingepackte Geschenke für unter den Weihnachtsbaum, Schokolade,........ Auch hier aus tiefstem Herzen Danke und auch hier noch einmal die Notiz wie verrückt Ihr seit, soviel Geld auszugeben.
Zum Ende des Jahres erreichte uns von Claudia eine Schocki Mail aus der Schweiz. Das war so niedlich, wir wussten gar nicht, das es so etwas gibt. Eine Tafel Schweizer Schokolade und dazu einen Gruss. Wir haben das in keinster Weise erwartet und haben uns so sehr gefreut. Liebe Claudia vielen lieben Dank für den einmal etwas anderen Kartengruss.
Letzte Woche erreichte uns ein verspätetes Weihnachtspaket. Es wurde am 10.12. abgeschickt und erreicht uns Ende Januar. Wir waren sehr überrascht, denn wir konnten uns nicht denken von wem das sein könnte. Umso grösser war die Freude, als wir es auspackten. Es war von unseren Freunden Nadine und Pete. Ein original Dresdner Christstollen eingepackt in einer edlen Metallbox. Wir sagen aus tiefsten Herzen Danke. Wir haben uns so gefreut. Auch wenn Weihnachten vorbei ist, wir geniessen ihn trotzdem und er ist schon fast alle. :-)

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Stürmische Zeiten
Dienstag, 24.02.2009

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Vor ca. 3 Wochen hatten wir ziemliche stürmische Zeiten. Ein Unwetter mit Wind Warning über 100 km/h zog direkt über Edmonton. Wir sassen zusammen beim Abendessen. Man hörte wie der Wind zunahm. Da wir direkt an der Ecke wohnen bekommen wir dies besonders zu spüren. Diesmal war es aber anders. Plötzlich gab es einen lauten Knall. Isabell war so erschrocken, das sie einen Angstschrei von sich lies. Kai bekam fast einen Herzinfarkt davon. Kai schaute aus dem Fenster und inspizierte die Gegend. Aber es war kein Schaden zu entdecken. Wir dachten das einem Bewohner der BBQ umgefallen ist.
Am nächsten morgen gingen wir zu unserem Auto. Routinemässig schaut Kai immer zu unserem Apartment. Dann kamen nur noch die Worte: Oh mein Gott
aus seinem Mund. Es hat den kompletten Schornstein aus der Verankerung gerissen und sich quer über unser Apartment gelegt. Wir telefonierten sofort mit den Manager. Sie kamen und waren ebenso sichtlich geschockt. Es wurde der Eigentümer benachrichtigt und innerhalb 15 Minuten waren sie da. Ebenso kamen alle möglichen Notfalldienste (Dachdecker, Schornsteinfeger).

In unserem Apartment ging es dann heiss her. Eine Menschenmasse tümmelte sich darin und bewunderte von unserem Loftfenster den umgefallen Schornstein. Unser Apartment ist die einzige Zugangsquelle zum Unfallgeschehen. Es gibt ja keine Dachlugen oder so. Das war sehr aufregend.
Ein paar Stunden später war eine grosse Hebebühne da und alles wurde wie bei einem Crime Scene abgesperrt. Sie versuchten den zu zweit so runter zu bekommen. Aber der Schornstein war so schwer, das sie dies nicht schafften. Nun überlegten sie die Feuerwehr anzurufen, da auch Gefahr bestand das er runterrutscht, denn er wurde nur von einer Portion Schnee gehalten. Wir bekamen dann aufgrund der Verletzungsgefahr alle Balkonverbot.

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Es ging nichts. Sie fixierten ihn mit Seilen, denn am Montag musste ein schwerer Kran anrücken. Alle mussten Ihre Auto von ihren Parkplätzen entfernen. Dies war jedoch umsonst, denn der Kran war so gross, das er gar nicht von der Rückseite anfahren konnte. Am Montag war es dann richtig laut hier. Das war alles so spannend und aufregend. Gar nicht mehr lachen konnten wir, als uns am Montag Mittag die Managerin anrief und uns mitteilte, das wir evtl. unser Apartment verlassen müssen und in ein anderen ziehen. Der Grund dafür war, das durch das Herausreissen des Schornsteins der ganze Schacht zerstört wurde. Dieser Schacht läuft nunmal direkt an unserer Schlafzimmerwand entlang. Also bedeutet dies, das sie ein Loch in unsere Wand schlagen müssen.

Die freundlichen Handwerker kamen und waren richtig lustig drauf. Sie versuchten Isabell aufzumuntern. Der eine war so super nett und freundlich. Er drückte Isabell den Hammer in die Hand und sagte, das sie sich mal richtig austoben könnte. Sie sollte das Loch in die Wand schlagen. Sie hat sich erst gar nicht getraut und war sehr zaghaft. Man zerstört ja auch nicht jeden Tag sein Schlafzimmer. Der freundliche Mann filmte das ganze dann sogar, damit das auch jeder glaubt. Wieder einmal waren wir von der netten lockeren Art der Kanadier begeistert. Ebenso gehört zu dieser lockeren Art, das ganze Loch dann mit einer total schief geschnittenen Spannplatte und 8 Schrauben zu schliessen. Was solls, hauptsache wir müssen nicht ausziehen. Kälte kam zum Glück keine durch.

Am Dienstag kam ein Versicherungsmann um den Schadensfall aufzunehmen. Er fotografierte unsere Haustür, unser ganzes Schlafzimmer (fanden wir schon seltsam) aber gut, wenns denn sein muss. Er hat das komplette Schlafzimmer vermessen. Ebenso musste Isabell dann einen Bericht schreiben über den sogenannten “Tathergang”. Jetzt müssen/wollen sie wegen diesem Loch gleich alle 4 Wände streichen. Sie können nämlich die Grundfarbe nicht mehr bestimmen. Hier sind die Apartments so gut wie nie in weiss. Na ja kann man  nichts machen. Am Donnerstag kamen wieder Handwerker und vermessten unser Schlafzimmer erneut.
Ja das ganze ist wie gesagt mind. 3 Wochen her und bis jetzt haben wir immer noch das abgedeckte Loch in der Wand und keiner war bis jetzt da um es zu fixen. Wir sehen es aber gelassen, denn so muss man manche Dinge hier sehen.

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Wir möchte uns an dieser Stelle recht herzlich bei Petra und Mario bedanken. Sie haben uns aus den USA Karten gesammelt und sie zu uns zugeschickt. Es waren 16 an der Zahl. Das hat uns total überwältigt und gefreut. Denn so etwas kann man von Menschen die man kaum kennt, nicht erwarten und ist keine Selbstverständlichkeit. Vielen lieben Dank!

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Aufregende Woche Teil 1
Mittwoch, 25.03.2009

Wir haben Euch nun wieder einiges zu berichten. Werden dies aber nach und nach tun.
Nach mehr als 2 Monaten wurde jetzt endlich das Loch in unserer Schlafzimmerwand geschlossen. Endlich ist nichts mehr davon zu sehen, nun ist dieses Kapitel abgeschlossen.

Am Montag den 24.3. erlebte ich (Isabell) einen echt aufregenden Tag. Gemütlich sass ich auf der Couch und habe mit jemanden über Skype geschrieben. Auf einmal ging der Feueralarm los. Na ja, das ist noch nie passiert. Ich war mir nun nicht sicher, ist es wirklich was oder falscher Alarm. Ich öffnete die Apartmenttür, schaute auf den Flur und alles war ganz ruhig. Also keine Panik oder andere Menschen zu sehen. Mmmmhhhhh, nach 5 Minuten hörte der Alarm immer noch nicht auf.

Sicher ist sicher dachte ich und zog mich mal an. Winterboots, Winterjacke, man weiss ja nicht wie lange man draussen stehen muss. An der Apartmenttür angekommen, fiel mir ein, das wir immer gesprochen haben das wichtigste mitzunehmen, die Pässe. Ok ich drehte um. Wo mein Pass war das wusste ich, da ich erst vor kurzem den Flug gebucht hatte. Kai sein Pass dagegen war in einer Kiste, bloss welche? Also habe ich erst einmal 3 Kisten durchgesucht. Dann noch Handy und Geldbörse geschnappt und wieder zur Apartmenttür. Dann fiel mir ein, mensch Fotoapparat. Also schnell umgekehrt und die Fotocam geholt.

Ich weiss das klingt jetzt etwas doof, aber man nimmt das nicht so ernst, da man denkt, es wird schon nichts sein. Dann vom 4. Stockwerk über die Treppen runter ins Basement. Dort war eine grosse Staubwolke von den Reparaturen an unserem Heisswassertank. Das hat den Alarm ausgelöst. Die Buildingmanager waren trotzdem besorgt, da sie sich nicht sicher waren. Die Feuerwehr rief an und sagte das alle Bewohner das Gebäude zu verlassen haben. Es war sehr frustrierend, denn einige alte Herrschaften kamen, sahen keine Flammen und gingen dann wieder zurück in ihre Apartments. Darüber haben sich die Manager sehr aufgeregt, denn wenn es wirklich gebrannt hätte, wäre das evtl. katastrophal ausgegangen. Da muss ich auch mir einen Rüffel geben. Ich bin viel zu “lange” im Apartment geblieben bevor ich mich nach draussen begeben habe. Es waren von über 140 Apartments gerade einmal 4 Leute die auf die Manager und die Feuerwehr gehört haben. Entsetzlich, die Gebäude bestehen hier nur aus Holz und brennen lichterloh.

Da kamen sie dann, die Feuerwehrmänner. Die ganzen Sirenen auf dem Video galten unserem Building. 4 grosse Feuerwehrautos kamen mit Blaulicht. Das war vielleicht aufregend. Ja und da waren sie dann auch, die jungen Feuerwehrmänner. ;-))))) Das ganze hat sich als Fehlalarm heraus gestellt.

Im Nachhinein hat es uns verdeutlicht, das wir gar nicht gut vorbereitet waren. Wir werden jetzt das tun, was nur ein einziger Bewohner hier gemacht hat, eine Box im Eingangsbereich herrichten, mit allen wichtigen Papieren, so das man sie nur noch nehmen brauch, wenn es zu einer Evakuierung kommt.

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