April - Juni  2010

Grösstes Flugzeug der Welt in Edmonton

dh019bLetzte Woche war die Antonov AN-225 in Edmonton (Bild oben). Die Antonow AN-225 “Mrija” ist ein sechsstrahliges Frachtflugzeug und das grösste sich gegenwärtig im Einsatz befindliche Flugzeug. Die bisher nur zweimal gebaute AN-225, wobei nur die erste in Betrieb ist, besitzt die höchste maximale Startmasse aller bisher gebauten Flugzeuge.
Bei der AN-225 handelt es sich um eine vergrösserte Weiterentwicklung der vierstrahligen Antonov AN-124 “Ruslan”, welche ursprünglich nur gebaut wurde um des russische Gegenstück zum amerikanischen Spaceshuttle, die Raumfähre  “Buran”, auf dem Rücken transportieren zu können.
Die AN-225 hält unter anderem folgende Rekorde für die schwerste transportierte Luftfracht in einem Flugzeug:
Ölpipeline-Ausrüstung mit einem Gewicht von 247 t auf einem Flug von Prag nach Taschkent am 16. Juni 2004. Schwerstes einzelnes Frachtstück. Es handelt sich um einen 190 Tonnen schweren Generator für ein Gaskraftwerk, der am 11. August 2009 mit der AN-225 vom Flughafen Frankfurt-Hahn nach Armenien transportiert wurde. Hierfür erfolgte auch eine Eintragung im Guinness-Buch der Rekorde.
Weitere Bilder gibt es im Online-Fotoalbum des Edmonton International Airport auf:
http://www.facebook.com/album.php?aid=159844&id=34601729252

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2 Jahre Kanada

Ja nun ist es auch bei uns so weit und wir haben es nun tatsächlich geschafft schon 2 Jahre hier in Kanada zu bleiben. Wahnsinnig wie die Zeit vergeht. Wir haben viele schöne Momente mit Freunden und Familie hier erlebt. Jedoch waren auch die letzten 2 Jahre nicht einfach und wir sind manchmal an unsere Grenzen gekommen. Wir sind stolz das wir es soweit gebracht haben. Wenn man uns nach dieser Zeit fragt, ob wir wieder auswandern würden, dann würde ein klares Ja kommen. Würde man uns fragen, ob wir es genauso wieder machen würden, dann würde ein klares Nein kommen. Wir sind gerne hier und wir haben vieles gelernt in dieser Zeit. Wir sind uns vieles bewusst geworden und wir arbeiten nun ganz stark an einer Zukunft in Kanada. Wir wissen zum momentanen Zeitpunkt leider nicht, ob es ein volles drittes Jahr in Kanada gibt (nicht von unserer Seite, sondern von der Regierungsseite her). Wir haben wieder einmal mit dem Papierkram Probleme, aber das soll uns nicht die Freude nehmen. Es gibt immer Wege und Probleme sind manchmal gut, da sie einem einen komplett neuen Weg einschlagen lassen, da man sein Blickfeld erweitert. Wir haben uns in der Zwischenzeit gut gefestigt. Es sind Menschen aus unserem Leben gegangen und wir haben viele neue Menschen kennengelernt, neue Bekannte, neue Freunde gefunden, neue treue Leser aus der Ferne dazu gewonnen (an dieser Stelle ein herzlichen Gruss an alle aus Norge - Danke fürs Osterei mitessen). An dieser Stelle möchten wir auch nochmals sagen, wie schön es ist, das wir noch fast alle Freunde aus Deutschland und der Schweiz haben. Wir hätten nicht gedacht, das so viele uns trotz dieser grossen Entfernung so treu bleiben und wir können nicht oft genug sagen, wie sehr uns das freut Euch an unserer Seite zu haben. Wir freuen uns auf alle Besucher die zu uns kommen.

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ESL Class

Nun ist auch mein dritter Besuch in der ESL Schule zu Ende. Am Donnerstag haben wir alle gemeinsam in einem Cafe gefeiert und unser Certificate ausgehaendigt bekommen. Ich werde natuerlich zum vierten Mal die Englischschule besuchen. Denn man lernt bekanntlich nie aus.

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No More Grizzlies

www.nomoregrizzlies.com
Wolltest du auch immer schon mal einen Grizzlybären schiessen?
Dann bist du auf http://www.nomoregrizzlies.com genau richtig! Für alle die jetzt erst mal geschossen haben... hier geht es weiter im Text.
Dieser Beitrag hier liegt mir besonders am Herzen, gerade mit der heraufziehenden Wiederfreigabe der Jagd auf Grizzlybären in Alberta. Nachdem die Jagd auf Grizzlybären 2006 in Alberta ausgesetzt wurde und einige Studien in Auftrag gegeben wurden wie weiter zu verfahren ist, weil die kritische Untergrenze von nur noch 1000 verbleibenden Bären in Alberta erreicht wurde, haben nun die besten Politiker, die man für schmutziges Ölgeld kaufen kann, beschlossen dem Grizzly in Alberta endgültig den Garaus zu machen.
Klick für GroßbildAuch wenn der Grizzly seit 2002 in Alberta auf der Liste der bedrohten Tierarten steht, das Ministerium für “Sustainable Resources” (nachhaltiges Resourcenmanagement) spielt öffentlich mit dem Gedanken die Grizzly-Jagd ab 2011 wieder einzuführen, mit dem Grund "the protection of people." (zum Schutz der Bevölkerung).
Verändert hat sich seit 2002 dass der Lebensraum der Grizzlybären weiter schrumpfte und in der letzten Zählung 2009 festgestellt wurde das es nicht einmal mehr 700 Grizzlybären in Alberta gibt, davon 359 Bären im fortpflanzungsfähigem Alter. Da alle Politiker hier wie weltweit beratungsresistent sind und die Durchschnittsbevölkerung mit ihren abgestumpften Sinneswahrnehmungen in der heutigen Mutimediawelt nichts wirklich mehr wahr nimmt haben sich die Naturschützer für eine “etwas andere Kampagne” entschieden um auf dieses Problem hinzuweisen und bekommen auch medial zumindest in Nordamerika die Aufmerksamkeit die ihnen gebührt.
Wenn sich einige von euch jetzt fragen, “Was soll ich jetzt machen?” ganz einfach, weitersagen! Auch du kannst einen Brief an den Premierminister von Alberta schreiben oder deinen Freunden davon mitteilen und zwar Hier

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Bella lernt Steppin (clogging)

Ja richtig, ich fange einen modernen Stepping (clogging) Kurs an. Ich habe schon einmal in Stuttgart Unterricht von einer Kollegin bekommen. Einige meiner Freunde erinnern sich sicher, denn sie waren ebenso dabei. Nach diesem Unterricht hatten wir  einen Auftritt vor dem gesamten Kollegium Paulinenhilfe. Ich möchte aber gerne die Moderne Art lernen. Das Problem ist, das es genau diese spezielle Art nicht in Edmonton gibt. Sogar meine Lehrerin hat schon danach geschaut und niemanden gefunden, denn auch sie möchte das in ihr Programm aufnehmen. Jedoch bringt sie in ihrem Unterricht clogging bei. Clogging umfasst fast alle verschiedenen Stepparten und bringt sie unter einem grossen Schirm zusammen. Beim Clogging kann man zu jeder Musik tanzen (Country, Hip Hop, Charts, Oldies...) Ich bin sehr gespannt wie es wird. Ich freue mich schon riesig und meine Lehrerin finde ich bis jetzt richtig toll. Damit Ihr versteht worüber ich hier rede, habe ich euch 2 kleine Videos auf Youtube heraus gesucht. Hier klicken für die Videos.

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Bella's Geburtstag

Letzten Freitag habe ich mein ersten Geburtstag in Kanada gefeiert (im letzten Jahr bin ich ja um die Zeit nach Deutschland geflogen). Es war nicht einfach für mich hier ohne Euch zu sein. Ich habe Euch alle sehr vermisst und war auch ein bisschen traurig, da Ihr mir alle fehlt. Mein Geburtstag war trotzdem einfach unglaublich schön. Ich weiß gar nicht wo und wie ich anfangen soll. So viele Menschen haben an mich gedacht, so viele haben sich ganz spezielle Dinge einfallen lassen. Ich habe unzählige Karten, Anrufe, Emails, Skypetelefonate, Skypegruesse, SMS und 4 Pakete bekommen. Ich war überwältigt und zutiefst gerührt. Ich hab nach 2 Jahren Kanada mit allem gerechnet aber nicht mit dem. Ich bin so dankbar Euch alle zu haben und zu kennen.  Ich schätze Euch so sehr und möchte keinen einzigen von Euch missen. Ihr habt mich sehr glücklich gemacht und mich zutiefst berührt. Ich denke an Euch und danke jedem einzelnen das Ihr meinen B-Day so besonders gemacht habt. Ganz besonders bedanke ich mich bei Little J, Pati, Susan, Nadine, Pete, Caden, Tanja, Tina, Markus & Alexander, Moni, Oli, Julia, Silke, Sven und Miguel, Kirstin und Robert.

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Bella's Geburtstagsparty

Klick für GroßbildJa das war nun meine erste Party mit meinen neuen Bekannten und Freunden. Wir haben den Abend sehr multikulturell gefeiert. Wir hatten 2 French/Canadian Paare, 1 mexikanisches Paar und ein deutsches Paar eingeladen. Somit waren wir 10 Leute. Jeder hat aus seinem Land etwas typisches zu Essens zum Buffet mitgebracht. Wir haben uns gemeinsam zum Kaffee trinken getroffen. Ich hab ein Cupcake Buffet gemacht. Die Cupcakes die es gab könnt Ihr Euch auf meinem Blog anschauen. Kommentare sind herzlich willkommen. Viel Spass beim Anschauen. Wir haben ausgiebig gefeiert und Tränen gelacht, das Video wird hoffentlich bald online gestellt werden. Wir geben uns Mühe.
Analu und ich haben schon 2 Wochen vorher ein Stück einstudiert und es an diesem Abend vorgeführt. Es fanden alle total witzig und toll. An dieser Stelle bedanke ich mich noch mal zutiefst bei Ihr mit mir den Quatsch mitgemacht zu haben.
Analu, I thank you from the bottom of the heart. I never knew how much I mean to you. You touched my heart so deeply with your words. I'm so glad to have you. Thanks for your time with all the preparation for the party. I know I wasn't easy. *smile*

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Clogging on TV

Wie Ihr wisst bin ich seit einiger Zeit beim clogging. Es macht total Spass und mein Instructor Kerri war sogar diese Woche im Fruehstuecks TV auf Global TV (Ich bin nicht mit dabei!). Sie ist diejenige die interviewt wird. Kerri und ich verstehen uns prima, ich bin so froh sie gefunden zu haben, sie gibt mir soviel positive Kraft. Diese Woche hab ich nun ein schönes paar Schuhe gekauft und werde nächste Woche die Taps daran befestigen. Danach steppe ich mit meinen ersten eigenen Stepschuhen durch den Raum.  Kerri meinte, wenn ich möchte kann ich im clogging einen Instructor course machen. Viel Spass beim Video anschauen!

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Zumba on TV

Durch Kerri bin ich auf Zumba gekommen. Ich hab mit Analu an einem Trainingsworkout mit teilgenommen. Wir waren hin und weg. Ich hab so was noch nie erlebt. Es ist so schwer zu beschreiben, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Kerri fragte uns ob wir ihr helfen bei Global TV aufzutreten. Natürlich haben wir beide zugesagt, da wir ihr auch etwas zurück geben wollten. Die Dreharbeiten fanden in einem Senioren Center statt. Es war eine einzigartige Erfahrung und ich für mich habe darauf eine weitreichende Entscheidung getroffen... doch jetzt erst mal viel Spass beim Video anschauen!

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Zumba – changed my life

zumbalgKerri hat mein Leben verändert. Als die Dreharbeiten vorbei waren, redeten wir mit ein paar Leuten. Übereinstimmend kamen wir zum Schluss, das es zu wenig Zumba Gold Instructoren gibt. Ich habe Kerri angesprochen und sie ermutigte mich den Instructor Course zu belegen. Ich hab ihr gesagt das ich momentan nicht arbeiten kann und sie meinte das es sowieso ein paar Monate braucht bis ich da richtig drin bin. Ich hab mit Kai geredet was wir nun tun sollen. Er meinte, das es eine geniale Chance ist und ich hab soviel Unterstützung das ich dies unbedingt machen soll. Der erste 9 Stunden Tag seit 20 Monaten für mich. Es war der HAMMER. Instructor Robyn führte uns durch den Tag und berührte mit ihrer ganzen Art all unsere Herzen, es war so lehrreich. Ich hab den Tag überstanden und am Ende voller Stolz meine internationale Instructor License bekommen. Ich biete momentan noch keine Kurse an, wegen unserem Visastatus, jedoch bereite ich mich auf meine Zukunft vor. Ich arbeiten eng mit Kerri und Robyn zusammen, da ich eine spezielle Zumba Gold Class für Paraplegiker und eine Zumba Gold Class für übergewichtige Menschen anbieten möchte. Kerri hat durch das clogging und durch Zumba 95 Pound (43 kg) abgenommen. Es ist ein völlig neues Gebiet für mich und ich muss echt viel lernen, da ich so was ja noch nie gemacht hab. Ich bin so glücklich und ich werde das schaffen.

Sorry, kein GroßbildAnalu wird mir sehr viel bei meinem Training helfen. Thanks a lot! Ich werde demnächst noch den Zumba Basic 1 & 2 und den Zumbatomic Instructor Course machen. Ich habe mich ebenso gleich in das ZIN (Zumba Instructor Network) einschreiben lassen. Dort bekomme ich alles was das Herz begehrt. Man muss sich das wie ein Franchiseunternehmen vorstellen. Ich werden jeden Monat geschult und bekomme Choreographien und Musik zu gesendet. Ich hab vollen Access zu allen Businessbelangen. Ebenso hab ich durch die Zumba Website meinen eigene Internetauftritt. Wollt Ihr mal sehen? Einfach hier klicken: Mein Profil auf Zumba.com. Ich habe 50% Rabatt auf alle weiteren Course und ebenso Rabatte auf Zumba Bekleidung.

Nun werden sich einige Fragen was ist Zumba eigentlich? Zumba entstand durch einen dummen Zufall. Beto, der Begründer von Zumba, ist heute ein berühmter Choreograph und Instructor, er arbeitet mit berühmten Stars zusammen, unter anderem auch mit Shakira. Eines Tages im Jahr 1991 ging er zu seiner Aerobic Stunde welche er als Fitness Instructor gab und bemerkte das er seine Musik vergessen hat. Die einzige Möglichkeit die er sah war einfach in seinen Rucksack zu schauen und die Musik zu spielen die er dabei hatte. Dies war ausschliesslich traditionelle Latin Musik wie Salsa und Merengue. Beto improvisierte den gesamten Unterricht und passte das Workout an die Musik an. Es dauerte nicht lang und es war das beliebteste Workout Klasse in diesem Fitnesscenter. Somit war Zumba geboren. Nachdem er erfolgreich in Kolumbien war, ging er 2001 in die Staaten und verbreitete dort Zumba. Mittlerweile ist er auf der ganzen Welt bekannt und es gibt Zumba Klassen über der ganzen Welt verteilt – auch in Germany. Beto war auch bei der FIBO 2010 in Germany mit dabei.

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Klick für GroßbildWinter Storm im Mai

Ja Alberta wurde bereit Ende April von einem starken Winter Storm heimgesucht und letzte Woche erwischte es uns wieder und diesmal auch Edmonton. Der Highway nach Calgary war teilweise gesperrt. Tausende in Calgary waren ohne Strom. Leider gab es auch eine sehr traurige Geschichte. Ein Vater mit seinen 2 kleinen Töchtern ist auf ein Gleis gefahren und wurde von einem Zug getroffen. Alle waren sofort tot. Haben Euch Fotos vom Schneesturm gemacht, damit das uns auch jeder glaubt.

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Klick für GroßbildCottage & Bloghouse Messe

Kai und ich waren auf der Cottage & Bloghouse Messe. Es war das erste Mal das wir nicht so begeistert waren. Wir haben es uns groesser vorgestellt. Es war aber auf jeden Fall interessant, gerade für Menschen die wirklich vorhaben ein Haus zu bauen. Es ist Wahnsinn was es da für Angebote gibt und welche unterschiedlichen Bauarten. Ein Holzhaus ist ein geniales Kanadagefuehl. Die Häuser werden sehr schnell aufgebaut, da die Stämme schon alle vorgefertigt sind und das ganze funktioniert dann wie ein Stecksystem bei Lego.

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iReporter bei iNews880

Am Freitag sind wir in den South Common gefahren und waren Zeugen eines heftigen Unfalles. Ich hab immer meine Kamera dabei und somit haben wir gleich Fotos gemacht und sie bei iNews880 eingeschickt. Am nächsten Tag kam die freudige Meldung von der Redaktion:check this out!

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On the Road again

Der Sommer ist da, auch wenn es oft nicht so aussieht und das bedeutet für uns - endlich wieder raus und das Land erleben. Am 23. Mai haben wir uns wieder auf ein “kleine” Alberta Rundreise gemacht. In Deutschland hätten wir für diese Entfernung wahrscheinlich 2 Tage einplanen müssen, aber hier haben wir die knapp 600 km mit allen Zwischenstops in einem Tag absolviert.
Ziel unserer Rundreise war dieses mal die History von Central-Alberta und die Überreste von Ghost-Towns, welche sich in der menschenlosen Weite nicht immer leicht finden lassen.
Zuerst führte unser Weg nach Camrose, 90 km südöstlich von Edmonton und mit 15.000 Einwohnern noch eine recht lebendige Stadt. Unser Ziel war hier der alte Bahnhof der Stadt welcher heute ein kleines Eisenbahnmuseum ist sowie die historische Altstadt und der Grain-Elevator. Unser nächster Stop Stettler war weitere 90 km südlich und hatte nur noch 5.000 Einwohner. 1905 gegründet stehen hier immer noch sehr viele Gebäude aus den Anfängen der Stadt. Hauptattraktion der Stadt ist zweifelsohne die Alberta Prairie Railway Excursions. Hier wird mit alten Dampf- & Dieselzügen 4 - 6 stündige Ausfahrten in die Weite der Prairie und Geschichte Albertas angeboten, wahlweise mit 5 Gänge Menü oder mit Zugüberfall von berittenen Outlaws.
Von Stettler ging es dann weiter nach Ardley, 45 km westlich ins Nirgendwo. Von ehemals 100 Einwohnern ist nicht mehr viel geblieben, nur noch eine Handvoll Gebäude zeugen von der einstmaligen Blüte und auch der Bahnhof ist schon lange ausser Betrieb. Von hier ging es dann wieder Richtung Norden-Westen 75 km nach Lacombe. 10.000 Einwohner haben es sich hier gemütlich gemacht und um die Jahrtausendwende wurden fast alle alten Gebäude der Innenstadt liebevoll restauriert. Highlight ist hier zweifelsohne das Flat-Iron-Building (bügeleisenförmig).
Nun war es an der Zeit für uns wieder die Rückreise anzutreten. Nach 80 km direkt nach Norden, 85 km vor unserem Ziel Edmonton, legten wir noch einen Zwischenstop im Reynolds-Alberta-Museum in Wetaskiwin ein. Wer alte Autos, Maschinen und Flugzeuge liebt, sollte unbedingt in diesem Technik Museum vorbei schauen - Elektroauto von 1924!
Bilder zu unserer Reise gibt es in unserer Bildergalerie.

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germany

Deutschland 357.111 km²
81.8 Mio Einwohner
Alberta 661.848 km²
3.2 Mio Einwohner

alberta

Rocky Mountains Rundreise 1. Tag

Nachdem unsere Besuche in den Rocky Mountains bisher nur Tagestouren waren, oder bestenfalls mal mit einer Übernachtung war diese Tour unser bisheriges Nonplusultra. Montag ging es früh morgens um 5.00 Uhr los Richtung Jasper. Hatten wir in all den Reisen zuvor mal ein totes Reh am Strassenrand gesehen, so gab es auf der ersten Hälfte unserer Reise schon mehr als eine Handvoll Tierkadaver am Strassenrand. Kurz nach unserem ersten Zwischenstop in Edson wurde unsere Reise schon ungeplant unterbrochen.  Auf halber Strecke zwischen Edson und Hinton wurde ein uns vorausfahrender PKW von einem Rehbock “getroffen” welcher vom linken Strassengraben direkt vor dem PKW sprang. Der Kopf des Rehbocks durchschlug die Frontscheibe, während der Körper die Seitenscheibe durchschlug und die Karosserie auf der Fahrerseite ziemlich verbeulte. Nur der A-Holm verhinderte das der Rehbock im Fahrzeuginneren landete. Wären wir nur 1 Minute eher von Edson losgefahren hätte der Rehbock genau so gut unser Auto treffen können. Die Fahrzeuginsassen, zwei ältere Ehepaare, auf der Heimfahrt nach British Columbia waren ziemlich geschockt und der Fahrer hatte von der geborstenen Frontscheibe mehrerer kleine Wunden im Gesicht. Unsere Krankenschwestern Isabell und Susanne leisteten sofort Erste Hilfe und anschliessend nahmen wir ein Ehepaar mit nach Hinton, wo diese sich in einem Restaurant erst einmal von dem Schrecken erholen konnten, während der Fahrer mit seiner Frau, denen es schon wieder besser ging, am Unfallort auf den Abschleppwagen warteten.

Klick für GroßbildWeiter ging unsere Reise hinein in den Jasper National Park. Erster Stop hier waren die Überreste der ehemaligen Kohle-Minen Stadt Pocahontas ca. 25 km vor Jasper. Leider waren die Entnahmeboxen mit dem Lageplan der Stadt leer und erst nachdem wir gut 2 Stunden Ruinen (Bild) in der Wildnis erkundet hatten und uns zur Weiterreise entschlossen hatten, kauften wir uns im anliegenden Souvenirladen der Pocahontas Cabins noch einen Touristenführer über Pocahontas und stellten fest, das wir gut die Hälfte der Ghost Town nicht gefunden hatten. So bleibt wenigsten etwas für unsere nächste Reise nach Jasper, euch empfehlen wir vorher diesen Souvenir Shop aufzusuchen.

Klick für GroßbildVon Pocahontas ging es weiter nach Jasper auf den Whistler Campingplatz, wo wir uns erst einmal einen Stellplatz mit Stromanschluss für die nächsten 2 Nächte sicherten. Nachdem wir den Camper auf dem Campground angeschlossen hatten, ging es im Auto zum Medicine Lake und Maligne Lake. Bereits auf der Hinfahrt sahen wir sehr viele Autos am Medicine Lake am Strassenrand stehen und jede Menge Leute aufgeregt am Strassenrand auf und ablaufen. Grund war ein Schwarzbär welcher am Seeufer einen kleinen Snack (Löwenzahn) eingenommen hatte. Gerade als wir die Fotokamera bereit hatten beschloss der Bär im Unterholz erstmal Mittagsruhe zu halten (Bild). Wir entschlossen uns weiter Richtung Maligne Lake zu fahren und hofften einfach, das auf der Rückfahrt der Bär immer noch da wäre.

Am Maligne Lake spürte man deutlich das noch Vorsaison ist. Es waren nicht sehr viele Touristen vor Ort, das letzte Boot hatte bereits um 16 Uhr zur letzten Rundfahrt des Tages abgelegt und auch so war das Wetter nicht das beste. Der Regen, wie vom Wetterdienst vorausgesagt, blieb glücklicherweise aus, aber doch waren mehr Wolken als Sonne am Himmel. Klick für GroßbildDa wir noch einen Abstecher in den Maligne Canyon machen wollten hielten wir uns nicht so lange am See auf. Als wir die Strasse vom Maligne Lake zurück fuhren waren wir erst etwas enttäuscht, da der Bär den wir zuvor dort gesichtet haben seine Rast beendet hatte und nicht mehr zu sehen war. Einen Kilometer weiter am Südost Ufer des Sees stand ein Auto am linken Strassenrand. Ein Auto am Strassenrand ist meist ein sicheres Zeichen dafür, das es etwas zu sehen gibt. Viele Autos am Strassenrand mit aufgeregten Menschen ist dann entweder ein Moose (Elch) oder ein Bear (Bär). Wir stoppten und tatsächlich war ein Schwarzbär (Bild) am Seeufer dabei sich mit Löwenzahn den Bauch voll zuschlagen.
Wie es so ist, stoppte dann so ziemlich jedes Auto was vorbei kam und auch noch fast jeder Reisebus mit Touristen Gruppen. Von einer Touristin aus England erfuhren wir, das im Geröllfeld am Nordufer des Sees ein anderer Schwarzbär unterwegs sei. Wir fuhren hin und fanden den Bär, allerdings war es uns nicht möglich ein gutes Bild von ihm zu machen, weil doch die meisten Felsbrocken gute 3-5 m im Durchmesser waren und man nie wusste hinter welchem Felsen er als nächstes in Sicht kommen würde. Nachdem wir diesen Bären allein und völlig ungestört beobachten konnten ging es weiter zum Maligne Canyon. Der Gedanke das man keine 5 km entfernt noch Bären beobachtet hat, liessen einem schon mulmige Gefühle aufkommen. Jetzt einfach aus dem Auto auszusteigen und auf Wanderwegen einen Rundgang durch den Canyon machen - was wenn da auch hungrige Bären sind? Da wir in der Lage sind diesen Bericht hier zu schreiben, könnt Ihr alle davon ausgehen, das wir zumindest im Canyon keinen Bären getroffen haben.

Rechts auf der Karte könnt Ihr unsere Route ersehen, den auch Rollstuhlfahrer gerechten “Upper Canyon Loop Trail”. Einige werden sich wundern aber ja es ist so, die Rocky Mountains, oder zumindest ein beachtlicher Teil davon, wurden behinderten gerecht ausgebaut. Wir werden später in den Fakten über Diskriminierung in Kanada sprechen, aber Im heutigen Kanada werden zumindest Rollstuhlfahrer nicht mehr diskriminiert. Barrierefreiheit steht, anders als in Deutschland, hier nicht nur auf dem Papier.
Klick für GroßbildKlick für GroßbildNachdem wir zurück am Auto waren und uns Richtung Jasper aufmachten, es war schon 18.30 Uhr, sahen wir direkt am Strassenrand noch einen Schwarzbären zusammen mit einem Cub (Jungtier) vom letzten Jahr. Diese Stelle haben wir euch in der Karte noch mit einem roten
x markiert. Trotz des nahenden Bären haben wir noch einen schnellen Zwischenstop an der “Fifth Bridge” (5. Brücke) gemacht, weil diese Hängebrücke einfach ein Muss auf jeder Tour ist. Direkt im Anschluss ging es noch an den “Patricia Lake” zusammen mit dem “Pyramid Mountain”. (Bild)
Ziemlich fertig kamen wir auf dem Campingplatz an. Wir haben noch ein paar Steaks und Würste gegrillt und dann war schon Nachtruhe angesagt, denn am nächsten Tag hatten wir eine weitere anstrengende Tour vor uns.

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Rocky Mountains Rundreise 2. Tag

Am zweiten Tag unserer Tour war eigentlich ein Besuch von Mt. Edith Cavell und des Angel-Gletschers geplant. Eigentlich, denn wir hatten die Planung ohne Parks Canada gemacht. Mount Edith Cavell ist nur über eine 15 km lange Serpentinen Strasse erreichbar. Diese Strasse - Cavell Road - war bisher in einem nicht sehr gutem Zustand, wahrscheinlich sogar original erhalten von 1924, als sie erbaut wurde. Nun hatte sich Parks Canada im September 2009 entschlossen den Strassenbelag zu erneuern und das ganze soll noch bis Ende Juli 2010 anhalten. Glücklicherweise hatten wir uns noch in der Bibliothek ein Buch ausgeliehen, über Wandern und Klettern in den Rockies. Unser Plan B war einen Abstecher nach British Columbia zu machen und den höchsten Gipfel der kanadischen Rocky Mountains zu besuchen, den Mount Robson (3.954 m). Klick für GroßbildWir waren gerade 30 km aus Jasper heraus, da stand schon ein Willkommensschild für B.C. und die Bitte die Uhr 1 Stunde zurück zustellen, da man sich jetzt in der pazifischen Zeitzone befindet, 10.30 Uhr Jasper verlassen, 10.25 Uhr am Mount Robson eingetroffen... Kurz nach der Grenze zu B.C. stoppten wir an einem kleinen Mahnmal (Bild). Es wurde errichtet dem Leid zu gedenken, welches japanisch stämmige Kanadier während des zweiten Weltkrieges erfuhren. Diese wurden aus “Sicherheitsgründen”, wie in den USA in “Internment Camps” - Internierungslagern untergebracht. Dies ging einher mit dem Verlust von Eigentumsrechten und massiver Verletzung der Menschenrechte. Es dauerte bis 1988 bis Kanada sich zu einer formellen Entschuldigung gegenüber den überlebenden Opfern durchringen konnte.

Klick für GroßbildDann ging es entlang des Yellowhead Lake und Yellowhead Mountain (Bild) zum Moose Lake und weiter Richtung Mount Robson. Ich weiss nicht warum sie den Moose Lake diesen Namen gaben, denn einen Moose, ist das einzige was wir auf der Rundreise in den Rockies definitiv nicht gesehen haben.
Als wir am Mount Robson ankamen, gönnten wir uns vor dem Besucherzentrum ein kleines Picknick, anschliessend ging es im Auto noch 2 km weiter, dann war die Strasse zu Ende. Das Buch und die Karten am Wegesrand sagten das es 4 km bis zum Fuss des Mount Robson, am Kinney Lake wären.Klick für Großbild Die Tafel am Wegesrand sagte ausserdem das nur 100 Höhenmeter zu überwinden wären.... da stand nicht, das man die mehrmals überwinden muss. Niemand hat wirklich auf die Uhr geschaut, aber wir haben für die “4 km” zum Kinney Lake bestimmt 2 Stunden, wenn nicht mehr gebraucht. Da standen wir dann, am Fusse des höchsten Berges der Rocky Mountains. Einer seiner innoffiziellen Name ist “Cloud Cap Mountain” und er machte diesen Namen alle Ehre, bis auf einige Minuten war der Gipfel den ganzen Tag mit einer Wolke umhüllt (Bild) obwohl ansonsten die Sonne schien.
10060009Wesentlich fotogener verhielt sich der Whitehorn Mountain (3395m) (Bild), mit dem uns einige wunderschöne Bilder gelangen. Nach unserer Rast beschlossen wir, das es an der Zeit wäre wieder langsam den Heimweg anzutreten. Der Kinney Lake, ist wohl der Punkt wohin die meisten Durchschnitts-Touristen gelangen. Von hier führt dann noch der Berg-Lake-Trail an die Nordflanke des Mount Robson, wo eindrucksvoll mehrere Gletscher sich an den Berghängen hinab bewegen, dieser Anblick bleibt aber für Wanderenthusiasten reserviert, denn zum Berg Lake sind es noch weitere 15 km oder mit anderen Worten, an einem Tag kommt man nicht hin und zurück , also nichts für einen Durchschnittstouristen.

Auf dem Rückweg waren wir wesentlicher schneller, nach etwas über einer Stunde waren wir wieder am Auto. Dabei haben wir sogar die Markierungen am Wegrand entdeckt, welche jeden zurück gelegten Kilometer anzeigten. Wäre uns das hinzu aufgefallen, ich weiss nicht ob ich den Weg gegangen wäre. Für alle die diesen Trip mal vorhaben, das sind auf dem Hinweg kleine Pfosten am rechten Wegesrand.

Wieder am Auto stärkten wir uns noch einmal und traten die Heimfahrt an. Auf halber Strecke nach Jasper standen wieder ganz viele Autos am Strassenrand. Es war eine Schwarzbären-Mutter mit 2 Cubs. Absolut niedlich und tapsig die Kleinen. Keine 5 km weiter sahen wir dann als erste einen Schwarzbären am Strassenrand und der war wirklich am Strassenrand nämlich auf dem Standstreifen. Wir liessen es uns nicht nehmen auf dem nächsten Kilometer entgegenkommende Radfahrer zu warnen. Ein kleines Stück weiter, fanden wir noch direkt neben den Highway am Waldesrand einen alten Friedhof. Das war schon unwirklich, ein Bild davon findet ihr auch in der Photogalerie.

Zurück in Jasper unternahmen wir noch einen kleinen Spaziergang durch die Stadt, bevor wir den Abend am Feuer mit Grillwurst und Steak ausklingen liessen.

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Rocky Mountains Rundreise 3. & 4. Tag

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Der nächste Tag, Mittwoch brach an. Plan an diesem Tag war es über die Columbia Icefields und Lake Louis weiter nach Banff zu fahren. Morgens als wir noch einen Blick auf den Wetterbericht warfen hatten wir schon ein ungutes Gefühl. Zwar waren die 2 Tage zuvor für Jasper auch schon 60% Regenwahrscheinlichkeit vorausgesagt, aber das Wetter hatte super gehalten. Wir hatten ab und an etwas Bewölkung, mal ein paar Windböen aber ansonsten doch überwiegend Sonnenschein. Banff sagte 90% Regen voraus - igitt.

10070002Wir waren ein paar Kilometer aus Jasper raus und hatten schon wieder einen Schwarzbär am Strassenrand und kurz vor den Columbia Icefield sahen wir auch noch mal einen Grizzly Bär. Unser erster Stop war der Athabasca Fall. Dieser ist zwar nicht mit den Niagara Falls vergleichbar, aber er hat doch eine erstaunliche Canyon Landschaft im Laufe der Zeit erschaffen. Weiter ging es auf dem Icefield Parkway Richtung Columbia Icefield mit einem kurzen Zwischenstopp an den Tangle Falls. Aufgrund des schlechter werdenden Wetters hielten wir uns nicht lange am Icefield auf und haben den Besuch des Gletschers verschoben, auf eines der kommenden Jahre. Am Peyto Lake war das Wetter wieder etwas besser und wir beschlossen den Aufstieg zum Bow Summit zu wagen. Der reguläre Weg war aber noch immer wegen Eis und Schnee nicht begehbar, so das wir den weniger schönen Aufstieg entlang der Strasse zum Busparkplatz nehmen mussten. Der Blick, auch der Fernblick von der Aussichtsplattform war überragend und auch die Farbe des Sees selber war völlig anders als bei unserem letzten Besuch.

10070003Nächster Stop war Lake Louis. Schon  3 km vorher hatte man schon nicht mehr das Gefühl in einem Nationalpark zu sein sondern auf einer Baustelle eines Autobahnkreuzes. 10070004Mit grossen, schweren Maschinen wurden ganze Felsen abgetragen um im Tal Platz für einen doppelspurigen Highway nach British Columbia zu machen. Am Lake selber pfiff der Wind mit über 60 km/h von den Gletschern herab und auch der Regen nahm immer mehr zu. Also ging es wieder zu den Autos und weiter nach Banff. Anders als sonst nahmen wir nicht den Trans-Canada-Highway nach Banff, weil dieser eine eingezäunte doppelspurige Rennstrecke ist und man keine Chance hat Wildtiere zu sehen, sondern wir nahmen den Bow Valley Parkway, welcher auf der gegenüberliegenden Seite des Bow Rivers nach Banff führt.

Freunde haben so von diesem “alten” Highway geschwärmt, wie toll die Aussicht ist und wieviel Tiere es zu sehen gibt. Es war für uns enttäuschend. Der Highway ist einspurig ohne Standstreifen, so das es unmöglich war zu stoppen, ausser in dem halben Dutzend in unregelmässigen Abständen dafür vorgesehenen Parkplätzen. Der dichte Waldbestand reichte für den Grossteil der Strecke bis an die Strasse heran, so das man nicht einmal mehr die Berge sehen konnte. Als der Wald sich nahe Banff dann zu lichten begann, reichten dafür die Regenwolken bis zum Boden und es goss in Strömen. In total haben wir auf den über 60 km genau 0 Tiere gesehen.

In strömenden Regen fuhren wir zum Campingplatz, wo der Camper abgestellt wurde. Dann fuhren wir hinunter nach Banff, wo wir im Regen über die Haupstrasse bummelten und dann im Steakhouse noch zu Abend gegessen haben. Wir brachten Susan und Joel zum Camper um anschliessend selber die Nacht im Best Western Hotel zu verbringen. Der Wetterbericht am Abend verhiess nichts Gutes. Regenfallwarnung für Südalberta, nach 50 l/m² in den letzten 24 Stunden sollte es weitere 70-100 l/m² in den nächsten 24 - 48 Stunden geben bei 7°C. 

10070005Am nächsten Morgen mit dem Blick aus dem Fenster wussten wir das der Wetterdienst Recht hatte. Von der Bergkulisse in Banff war nichts zu sehen, nur Wolken die an den Dächern der Wohnhäuser hingen. Wir fuhren ohne grosses Zögern weiter Richtung Calgary. Geplante Zwischenstops für Ghost Towns wurden ersatzlos gestrichen. Je mehr wir nach Osten fuhren, desto stärker wurden Wind und Regen. Unser Plan sah vor uns sowieso am Freitagmorgen zu trennen. Jusan und Joel würden eine weitere Woche durch Alberta touren und wir nach Edmonton zurück fahren. Da erst Wetterbesserung für Freitag Abend vorgesehen war machte es für uns keinen Sinn einen weiteren Tag im Dauerregen zu verbringen. Nachdem wir Susan und Joel noch zu ihrem Campingplatz begleitet hatten, hiess es für uns zurück nach Hause, zurück nach Edmonton.

100 km nördlich von Calgary hörte es auf zu regnen, 50 km weiter in Red Deer sahen wir ab und an die Sonne durch blinzeln. In Edmonton angekommen hatten wir Sonnenschein und Temperaturen in den Mid 20°C. Es war unsere bisher unsere grösste Tour und hätte der Wettergott nur ein klein bisschen mitgespielt wäre sie noch viel grösser geworden. Aber so hat man wenigsten auch noch etwas für den nächsten Besuch in den Rocky Mountains.

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www.nomoregrizzlies.comGrizzly Bären als bedrohte Tierart eingestuft

Danke an alle, die sich mit an der Aktion zum Schutz der Grizzly-Bären beteiligt haben!
Einige erinnern sich sicher noch an den Beitrag auf unsere Seite hier. Der Protest der Strasse und der Druck der Medien - nachdem erst wieder eine Grizzly Bärin sterben musste und ein Jungtier zurücklässt was wohl allein nicht überleben wird - hat die Regierung von Alberta sich durchringen können, den Grizzly als bedrohte Tierart in Alberta einzustufen. Damit ist für die nächste Zeit eine Wiedereinführung der Jagd auf Grizzly’s vom Tisch bis sich der Bestand auf über 1000 Tiere erholt hat.
Beitrag Edmonton Journal (englisch)

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Leider kein GroßbildTim Allen

Durch einen glücklichen Umstand  bekamen wir die Möglichkeit Tim Allen - Tim “The Toolman” Taylor aus Höhr mal wer da hämmert - live on Stage zu sehen. Wie Bill Cosby ist auch er nicht mehr der Jüngste und es war seine erste Stand-Up-Comedy Tour durch Canada seit 18 Jahren. Für uns war es ein weiterer “Once in a Livetime Event”, denn “Höhr mal wer da hämmert” werden bestimmt auch unsere Kinder noch zu sehen bekommen und wir können sagen, wir haben ihn live auf der Bühne erlebt.

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Unser Unmut über BP und die Ölkatastrophe im Golf von Mexico

Sicher hat jeder mittlerweile von der Ölkatastrophe im Golf von Mexico gehört und welchen Anteil BP daran hat. Hier in Nordamerika wird wahrscheinlich sogar ausführlicher darüber berichtet als in Europa?! Tatsache ist, BP ist bewusst Risiken eingegangen die unverantwortlich sind (NY Times) und Tatsache ist auch das es gängige Praxis in der Ölindustrie ist, die Totmanneinrichtungen ausser Funktion zu setzten, weil diese doch ab und an in Aktion treten und ein Bohrloch für mehrere Stunden aus der Produktion nehmen. Da diese paar tausend Dollar einer Notabschaltung aller paar Monate den Ölunternehmen zu viel Geld kosten gehen sie ganz bewusst das Risiko einer verheerenden  Umweltkatastrophe ein indem sie diese ausser Funktion setzten.
Anstatt mit allem Know-How und Material anzurücken und die Katastrophe einzudämmen probiert BP lieber mal heute irgend etwas aus (Plan A) was nicht klappt und geht dann über zu Plan B. Dummerweise dauert es bis Plan B samt Ausrüstung vor Ort ist nur um nach einer Woche festzustellen das es nicht funktioniert. Weiter zu Plan C der erst mal vor Ort gebracht werden muss....
Angesichts der Handzahmheit von Greenpeace, denen sonst keine Falschinformation zu schade ist um Boykottaufrufe zu starten frage ich mich mit wieviel Geld BP Greenpeace geschmiert hat, damit diese sich so still verhalten? Der Untergang der Plattform ist ein Unglück aber nicht durch höhere Gewallt sondern basieren auf Vorsatz und Fahrlässigkeit.

Prudhoe Bay, BP Raffinerie Texas City, Ölplattform Deepwater Horizon und was kommt als nächstes?! Jeden Tage neue Lügen und Halbwahrheiten welche aufgedeckt werden. BP hatte seit 11 Monaten Probleme mit dem Bohrloch, einen viel zu kleinen Blow-Out-Preventer (Totmanneinrichtung) und dieser funktionierte überraschender Weise auch überhaupt nicht.
Isabell fragt mich immer, warum unternimmt niemand etwas dagegen und was können wir dagegen tun? Nicht viel! Jeder kann nur für sich selbst die Entscheidung fällen, den Service von Unternehmen mit folgenden Logos in Anspruch zu nehmen, wir meiden folgende Unternehmen:

bp   aral   castrol   arco

Beiträge NY Times: Frühe Probleme, Risiko für mehr Profit

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