April - Juni 2009

Aufregende Woche Teil 2
Dienstag,  07.04.2009

09030002Nun möchten wir Euch gerne weiter berichten. Vor 2 Wochen sind wir zu unseren Bekannten zum Kaffeetrinken eingeladen gewesen. Sie sind auf die Idee gekommen, das wir uns doch Show Homes anschauen könnten. Das fanden wir eine tolle Idee. Wir wussten nicht was uns erwartet. Unsere Bekannten kannten es schon, da sie bereits vorher einmal da waren.
Es war unglaublich schön. So etwas haben wir noch nie gesehen. Es gibt so viele verschiedene Ideen. Jedes Haus war anders. Da kommt man aber mächtig ins träumen. An dem darauffolgenden Wochenende sind wir zwei noch einmal alleine losgezogen und haben uns Show Homes hier in unserer Nähe angeschaut. Es waren Häuser von anderen Bauunternehmen und da war jedes Haus anders und keines sah gleich aus.
Es war erstaunlich die Bauweise anzuschauen. Es ist ja nicht wie in Deutschland Stein auf Stein. Hier wird bis auf die Bodenplatte oder der Keller, alles mit Holz gebaut. Das ist für uns natürlich toll, da es günstiger ist, wenn man selbst bauen möchte.
Man sieht aber auch genau, das die Häuserbauer die wir gesehen haben, keine gerade Treppe
bauen konnten, da sie dann die Schräglagen einfach mit Kanthölzer gefixt haben. Sehr interessant anzuschauen.

09030003Was weniger schön ist, das in diesen Siedlungen Haus an Haus gebaut wird. Also Dein Nachbar ist gleich 50 cm neben Dir. Die Preise waren unserer Meinung nach ebenso viel zu teuer. Gerade für die Bauweise sind ein Startpreis von 430 000 CAD ganz schön happig.
Wir haben nun alleine und mit Bekannten ein bisschen geschwärmt und geredet. Wir sind alle einer Meinung, das wir alle selbst bauen wollen. Wir wollen uns dann untereinander helfen und uns unter die Arme greifen.
Wir haben ja alle Handwerker oder handwerkerische Kenntnisse. 
Naja, aber bis dahin wird es ja noch etwas dauern. Wir haben alle davon geträumt nach Kanada auszuwandern und wir haben unseren Traum erfüllt. Jetzt träumen wir davon einmal ein eigenes Haus zu haben und wir arbeiten daran, das auch dieser Traum in Erfüllung geht. Denn Träume darf man ja haben. Unsere Freunde und Bekannten finden die Bilder so toll und träumen nun mit. Wir haben uns dann überlegt, das man das eigentlich mit auf das Besucherprogramm nehmen sollte - Show Homes anschauen. :-)

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Ein Jahr Kanada für Kai
Mittwoch, 15.04.2009

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Am Montag den 06. April hatte Kai sein Jahrestag in Kanada gehabt. Es hat sicherlich für einige keine Bedeutung oder einige Menschen verstehen das nicht, aber für uns ist es etwas besonderes in Kanada zu sein. Da wir schon einmal gescheitert sind und unsere Chancen ja nicht so gut aussahen, hier noch einmal Fuss zu fassen. Am meisten können uns die Menschen verstehen, die selbst ausgewandert sind oder die Bekannten, die in Deutschland vergeblich kämpfen um nach Kanada zu kommen.

Es kommen alle Gedanken wieder, wie schwer der Anfang war und was wir bereits in einem Jahr Kanada erlebt haben. Wenn wir zurück schauen, schauen wir auf ein aufregendes, emotionales und wunderschönes Jahr zurück. Wir denken an alle Menschen die wir neu kennengelernt haben, Menschen die jeden Moment mit uns teilen, Menschen die trotz der Entfernung für uns da sind, Menschen die trotzdem weiter mit uns kommunizieren, als wären wir nur ein Sprung voneinander entfernt. Wir sind sehr froh das wir den Schritt nach Kanada  gewagt haben. Wir haben hier ein schöneres und besseres Leben als in Deutschland. Sicher gibt es hier Dinge, die uns nicht so gut gefallen, auch gibt es hier Dinge, die uns Sorgen machen. Es ist hier nicht alles Gold was glänzt. Aber mit Sicherheit haben wir eine verbesserte Lebensqualität. Momentan können wir uns nicht vorstellen nach Deutschland zurück zu gehen. Wir leben hier und lieben es hier zu sein.
Vielen Dank, an all die Menschen, die uns liebe Zeilen zu diesem Tag geschrieben haben und an uns gedacht haben.

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Wow wir waren im Headquarter Office der Edmonton Oilers
Mittwoch 15. April 2009

09040001Wie einige vielleicht wissen, haben die Edmonton Oilers das Edmontoner Baseballteam aufgekauft. Ich habe mich in den Newsletter eintragen lassen um zu erfahren, wann genau das Team steht und wann es losgeht. Letzten Freitag hatte ich dann eine Email von den Edmonton Capitals bekommen. Meine Augen wurden immer grösser beim lesen des Inhaltes.
Ich wurde eingeladen zu den Edmonton Capitals. Es wurde nur eine sehr kleine Gruppe eingeladen und ich bin eine davon gewesen. Da war meine Freude riesig. Einen weiteren Gast durfte ich mitbringen. Da nehme ich doch natürlich meinen lieben Kai mit, er hat vielleicht über alle Ohren gestrahlt. Wir waren zum Essen eingeladen und zu 2 Stunden Informationstalk über die Edmonton Capitals. Wow, natürlich sagten wir zu. Das fand nun im Edmonton Oilers Headquarter Office statt. Ich wusste nicht das dies etwas besonderes ist.

Was wir an diesem Abend erlebten war sureal. Wir durften in den “Hochsicherheitstrakt” der Edmonton Oilers. Wir wunderten uns, das es so extrem wenig Leute waren (9), ebenso waren sie alle deutlich älter als wir. Nun gut dachten wir, komisch, aber vielleicht war das Zufall.

Nachdem wir uns alle vorstellen mussten, war uns klar, wir sind die einzigen “normalen” Menschen gewesen die eingeladen wurden. Alles andere waren Manager, vom Goverment, Coaches oder andere Profis aus der Baseballbranche. Wir waren so nervös, aufgeregt und konnten das gar nicht fassen. Bis heute begreifen wir nicht, wieso gerade wir eingeladen und gezogen wurden und kein einziger anderer normaler Fan aus ganz Edmonton. Wir hatten sehr viel Spass und haben uns super toll mit allen unterhalten. Wir durften Meinungen kund tun zu den Eintrittspreisen, Promotionaktionen, das Essen im Stadium. Ausserdem durften wir auch Kritik äussern, Verbesserungsvorschläge geben, unsere Erfahrungen mitteilen und neue frische Ideen einbringen. Einfach genial.
Es war eine der tollsten Erfahrungen die wir gemeinsam hatten.

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Unsere Reise nach Jasper -  Mai 2009
Samstag, 13.06.2009

Am Mittwoch nach meiner Ankunft aus Deutschland, haben wir uns  entschieden am WE in die Rocky Mountains zu fahren. Unsere Reise begann Samstag um 6 Uhr morgens. In Edson (ca. 200 km von Edmonton entfernt) legten wir den ersten Stop ein und gingen traditionell in unseren Stamm Tim Hortons. Hier legen wir immer unsere erste Pause ein, wenn wir in die Berge fahren. Edson ist eine Kleinstadt. Sie liegt etwa 207 km westlich von Edmonton. Sie hat 8365 Einwohner. Die Stadt hiess bis 1911 Heatherwood. Danach wurde sie umbenannt nach Edson J. Chamberlain, der stellvertretender Vorsitzender der Grand Trunk Pacific Railway war. Edson liegt am Highway 16 (Yellowhead Route). In den 50er Jahren wurde er ausgebaut und zählt heute zu den verkehrsreichsten Strecken Albertas. Der Highway war wie leergefegt und wir waren so ziemlich das einzige Auto. Das ist unvorstellbar, auf einem der verkehrsreichsten Highways zu fahren und das einzige Auto zu sein. Es war sehr beeindruckend, das man diesmal schon ab Edson die Rockys sehen konnte. Das haben wir von da aus, noch nie gesehen.

Unseren nächsten Stop legten wir dann traditionell in Hinton ein. Normalerweise gehen wir hier immer zu Mc Donalds. Doch diesmal tankten wir nur. Auf dem Weg nach Hinton sahen wir auch schon unseren ersten Wolf. Hinton ist eine Kleinstadt in Alberta. Sie liegt 81 km von Jasper entfernt und 284 km von Edmonton. Die Stadt Hinton wurde nach William D. Hinton benannt. Er war Vice President und General Manager von der Grand Trunk Pacific Railway. Die Gemeinde wurde offiziell 1928 anerkannt. Hinton hat ungefähr 9769 Einwohner. Seit Gründung der Stadt hat sich der Standort insgesamt 13 mal verändert.

09060006Von Hinton aus kann man die berühmte Coal Branch entlang fahren. Die Strecke ist insgesamt 250 km lang und zieht sich durch eine Hügellandschaft im Vorfeld der Rocky Mountains. Entlang dieser Strecke gibt es viele verlassene Kohlminen zu sehen. Der Athabasca Tower, ein Waldbrandwachturm, bietet eine beeindruckende Aussicht auf die Rocky Mountains. Hinton ist auch als eines der besten Skilanglaufresorts Nordamerikas bekannt. Auf unserer Reise nach Jasper Townsite sahen wir erneut  2 Wölfe und einen konnte ich sogar fotografieren. Leider musste es so schnell gehen, das das Bild richtig unscharf wurde. Ich hoffe man kann es trotzdem erkennen. In Jasper Townsite ging es erst einmal in die Touristikinfo und wir holten uns brandneues Material für das Jahr 2009/2010. Jasper ist eine Siedlung innerhalb des Jasper-Nationalparks in der kanadischen Provinz Alberta. Jasper's House diente als Handelsposten der Hudson's Bay Company. Jasper liegt im Jasper-Nationalpark nahe der Grenze zwischen den Provinzen British Columbia und Alberta in einer Höhe von 1.062 m. Der transkontinentale Fernverkehrszug “The Canadian” verbindet Jasper mit Vancouver und Edmonton-Saskatoon-Winnipeg-Toronto sowie dem übrigen Eisenbahnnetz Nordamerikas. Darüber hinaus ist Jasper Ausgangspunkt des Fernzuges “The Skeena” in Richtung Prince George-Prince Rupert. Beide Züge werden von VIA Rail Canada betrieben und sind besonders bei Touristen beliebt. Jasper ist 287 km von Banff, 362 km von Edmonton, 414 km von Calgary und 863 km von Vancouver entfernt. Jasper hat eine Bevölkerung von 4643 Einwohnern (Stand Juni 2006). Der Zuzug von Menschen nach Jasper ist durch die kanadische Parkverwaltung stark reglementiert. In Jasper dürfen ausschließlich solche Personen ihren Wohnsitz haben, die dort einer Beschäftigung nachgehen. Der Erwerb von Grundeigentum ist ähnlich stark reglementiert und für Ausländer ausgeschlossen.


09060005Nun fuhren wir weiter und reservierten erst einmal unseren Campground. Für eine Nacht mit Firepit macht das dann ca. 36 CAD. WC mit Spülung und Duschen sind dabei. Ebenso kostenloses Feuerholz für die Firepit. Der Campground war nicht sehr voll und zu jedem war genügend Abstand. Weiter ging es Richtung Athabascafalls. Schon auf den Weg dahin, war die Landschaft ganz anders als wir sie bis jetzt immer kannten. Viele Flusstäler waren trocken, da die Schneeschmelze auf den Bergen noch nicht eingesetzt hatte. An manchen Orten lag noch Schnee und die Flüsse waren zugefroren. Bei den Athabascafalls war das komplette Gestein zu sehen und nur ganz wenig Wasser fielen die Fälle herunter. Wir kannten es nur als reizenden Strom. Es war einfach genial es mal zu einer anderen Jahreszeit erleben zu können. Die Athabascafalls sind 23m hoch. Die Falls sind besonders bekannt mit welcher Kraft sie die Schlucht herunter stürzen. Wild Water Rafting Touren starten gerne unterhalb des Wasserfalls um den Abwärtsstrom zu nutzen.

Unser nächster Halt waren die Sunwaptafalls. Das war unser erstes Mal wo wir die Falls besuchten. Die Sunwaptafalls bestehen aus 2 Wasserfällen. Der Fall ist ca. 18 m hoch und 9 m breit. Sunwapta heisst übersetzt Wildes Wasser. Im späten Frühjahr, wenn die Schneeschmelze eingesetzt hat, sieht man die grössten Turbulenzen an den Falls. Wie man gut sehen kann, ist ein grosser Teil davon noch zugefroren. Unser Fahrt ging weiter Richtung Columbia Icefield. Der Weg dahin war schon sehr spektakulär. 09060007Die Berge wurden immer grösser und die Strassen gingen immer mehr an die Bergwände heran. Zwischendrin gab es Viewpoints die wir natürlich alle mitgenommen haben. Endlich sind wir am Columbia Icefield angekommen. Dort war noch richtig Winter. Wie man unschwer erkennen kann. Aber es war nicht so kalt. Wir sind ja mittlerweile andere Temperaturen gewöhnt. Dadurch das noch Schnee lag, hebte sich das Columbia Icefield gar nicht so ab und ich war sehr enttäuscht. Ich habe mir immer sonst was vorgestellt, wie das einem auch immer in Magazinen und so präsentiert wird. Doch so richtig konnte man das nicht sehen. Ich bin sehr gespannt wie es im August aussehen wird, denn da werden wir wieder hochfahren und eine Tour mit den Busen unternehmen, die einen richtig an die Glacierwand heranfahren und man wohl auch teilweise in kleine Eishöhlen gehen kann. Die Columbia Icefields ist ein riesengrosses Eisfeld. Es hat eine Fläche von 325 km² und eine Dicke von 100 bis 365 m. Es ist eine der größten Ansammlungen von Eis südlich des Polarkreises. Das Icefield wurde erstmals 1898 entdeckt.

In der Umgebung befinden sich einige der höchsten Berge in den Rocky Mountains. Mount Columbia (3747 m), North Twin Peak (3684 m), South Twin Peak (3566 m), Mount Bryce (3507 m), Mount Kitchener (3505 m), Mount Athabasca (3491 m), Mount King Edward (3490 m), Snow Dome (3456 m), Mount Andromeda (3450 m), Stutfield Peak (3450 m) und Castleguard Mountain (3090 m).Wir sind dann noch in den nördlichen Teil des Banff Nationalpark gefahren bis zum Saskatchewan River Crossing. Dort war der Benzinpreis unverschämt. Also schauen, das man echt vorher nochmal vollgetankt hat. Was wir gott sei Dank getan haben.

Die normalen Preise waren 0,86 - 0,89 CAD und dort verlangten sie
1,15 CAD. Wir begaben und danach wieder Richtung Jasper an unseren Campground. Doch bevor wir dahin fuhren machten wir noch einen Abstecher zum Patricia Lake. Auf der Fahrt dahin war es bereits etwas dämmrig. Wir sahen ganze Deerherde. Unglaublich. Mitten um und in Jasper selbst. Das war einfach genial zu erleben. Im Campground suchten wir dann unser Feuerholz zusammen. Am Anfang wollte es nicht so richtig gelingen, doch mit 09060008einem Mal ging es sehr schnell und wir hatten Feuer. Juchhe. Dann kann das BBQ über offenem Feuer ja beginnen. Kai blühte in der Natur richtig auf. Die Würstchen haben super lecker geschmeckt und ich probierte das erste Mal Marshmallows. Habe ja schon viel darüber gehört, es aber noch nie selbst probiert. Ich mag das Zeug wirklich gern, jedoch all zu viele kann ich davon nicht essen. Ich habe mein Stativ mitgenommen, so war es uns ebenso möglich mal ein Bild von uns beiden zu machen.Wir gingen gegen 22 Uhr in unsere Schlafeinrichtung im Auto. Wir wollten ja am nächsten Morgen sehr früh (5.00 Uhr) aufstehen um den Sonnenaufgang zu sehen. Ich habe seit bestimmt über 17 Jahren nicht mehr in der Natur geschlafen. Ich hatte schon etwas Angst. Mein Puls war ziemlich hoch und ich versuchte die ganze Zeit ihn herunter zu bekommen. Dementsprechend unruhig war meine Nacht. Dann wie Weiber nun mal sind, musste ich um 1 Uhr in der Nacht aufs WC. Alleine - Hilfe. Ich weckte Kai und er passte auf. Eigentlich dachte ich ja, er kommt den Weg mit, doch er blieb einfach im Auto. Ich war ja tapfer und ging also mit meiner schweren Taschenlampe zum WC. Es war überhaupt nicht schlimm. Rings herum waren noch einige Camper wach. Dennoch fand mein Kopf keine Ruhe.
Am nächsten Morgen standen wir um 5 Uhr auf. Wir starteten Richtung Patricia Lake. Die Ruhe dort war unbeschreiblich. Ich habe noch nie so eine Ruhe gespürt. Plötzlich hörten wir die Wölfe heulen.  Es war ein geniales Feeling. Leider konnten wir am Lake nicht den Sonnenaufgang sehen, wie wir ihn uns gewünscht hatten. Dennoch war es sehr schön anzusehen, wie die Bergspitzen so langsam von der Sonne angestrahlt wurden.

Wir fuhren an diesem Morgen Richtung Maligne Lake. Die Fahrt dahin war genial. Wir sind am Medicine Lake vorbei gekommen. Er liegt auf einer Höhe von 1.436 m, ist sieben Kilometer lang und liegt in der Maligne-Valley-Wasserscheide. Der Medicine Lake ist am Ende natürlich aufgestaut und fliesst in einem der größten unterirdischen Flussysteme der Erde ab. Der Wasserstand schwankt deutlich. In der Zeit wo wir waren, war der Wasserstand extrem niedrig und man konnte das ganze Seebett sehen, manchmal verschwindet der Wasserspiegel sogar völlig...! Eigentlich war er komplett leer. Er ändert seine Füllmenge im Sommer und bekommt einen Wasserstand bis zu 20 m. Das war so riesig, das man sich das vom erzählen schwer vorstellen kann. Ich freue mich schon ihn im August zu sehen, wenn er mit dem Gletscherschmelzwasser voll gelaufen ist. Er ist ein Ort voller Geheimnisse und Indianerlegenden. Die Indianer dachten damals, dass Geister für diese dramatischen Schwankungen des ruhigen Wassers verantwortlich seien. Es stehen viele lehrreiche Schilder entlang des Weges. Weiter ging es zum berühmten Maligne Lake. Der See liegt auf einer Höhe von 1.670 m, hat eine Oberfläche von knapp 20 km², eine durchschnittliche Tiefe von 100 m und eine Uferlänge von 45 km. Er ist mit Gletscherwasser gespeist und hat nie eine Temperatur über 4 °C. Wir legten einen Stop am Maligne Canyon ein. Er zählt zu einer der spektakulärsten Schluchten der Rockys. Die Schlucht fällt teilweise bis zu 50m in die Tiefe. Man kann einen Trail die Schlucht hinunter laufen wo einem die Gicht des rauschenden Maligne Rivers entgegen schlägt. Dabei passiert man 6 Brücken die in gewissen Abständen die Schlucht überqueren. Im Winter kann man den Canyon in einer herrlichen Eislandschaft entdecken. Die Schönheit der gefrorenen Wasserfälle ist einfach atemberaubend. Es entstehen verschiedene Skulpturen aus Eis. Wir haben es uns leider noch nie im Winter angeschaut, haben es uns aber fest für dieses Jahr vorgenommen.

Der nächste Stop führte uns zum Lake Edith und Lake Annette. Die beiden Lakes sind sehr klein im Gegenteil zu allem anderen in den Rockys. Dennoch lohnt es sich dahin zu fahren. Es ist so idyllisch und am morgen sind noch keine Menschen da. Man sitzt auf einer Bank und hat einen Blick über die gesamten Lakes und deren Berge im Hintergrund. In beiden Lakes kann man schwimmen gehen. Das Wasser ist herrlich. Man sieht jeden Stein bis zum Grund so sauber ist das Wasser. Ab 10 Uhr strömten viele Menschen zu den Seen und ich empfand es als störend und nicht mehr schön. Wer also mehr Natur Feeling haben möchte, sollte vor 10 Uhr die Lakes besuchen. Langsam traten wir unsere Heimreise an. Wenn man von Jasper Richtung Hinton fährt, wird die Landschaft etwas "flacher". Kai ging auf eine Art Düne (so sah es jedenfalls aus). Direkt hinter der Düne befand sich eine Berglandschaft. Von der Strasse keinen Anhaltspunkt das sich das dahinter befindet. Einfach wunderschön. Deshalb lohnt es sich immer anzuhalten, auszusteigen und ein bisschen zu laufen. Dann sieht man solche Fleckchen, die ansonsten verborgen bleiben, da man nicht weiss, das sie da sind. Es war ein wunderschönes Wochenende und wir wären gerne noch geblieben. Wir wollten gar nicht wieder zurück.

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Isabell goes New York

Klick für GroßbildNicht wirklich. Ab September studiert Isabell an dem New York Institute of Photography. Obwohl sie schon ein Fernstudium in Deutschland hatte, haben wir uns entschieden das es für die Zukunft gut ist, einen internationalen anerkannten Abschluss zu haben. Das Studium ist ebenso ein Fernstudium jedoch nicht annähernd mit dem in Deutschland zu vergleichen. Man sieht sofort auf den ersten Blick den Unterschied an Qualität, Leistungserbringung, Leistungsumfang, Dauer des Studiums, Lernmaterial, Lerninhalte und berühmte Fotografen die an dieser Schule studiert haben.

Viele von Euch möchten sehr gerne mehr darüber erfahren und haben uns gebeten etwas darüber zu schreiben. Dies werden wir hiermit tun. Die Schule wurde 1910 gegründet und ist somit America´s älteste und grösste Fotografieschule. Das  NYI ist für annähernd 100 Jahre der Führer in Sachen fotografischem Training. Nirgendwo anders bekommt man so ein state-of-the-art Training. In New York gibt es mehr Top Fotografen als irgendwo in der Welt. Aus diesem talentierten Pool kommen auch die Instructors (Lehrer). Eine davon ist Elinor Stecker-Orel. Sie war der Senior Editor Popular Photography Magazine, hat hunderte von Artikel geschrieben unter anderem für National Geographic Traveler, New York Times, Times, USA Today und Womans Day. Sie wird auch als Special Effekt Diva bezeichnet. Über 20.000 Studenten in über 50 Länder der Erde befinden sich momentan an der Schule.

Die sogenannte Regelstudienzeit beträgt 2 ½ Jahre. Man kann sich bis 3 Jahre Zeit lassen, ebenso kann man natürlich das Studium schneller abschliessen. Während des Studiums muss man 6 Fotoprojekte abgeben und eine Serie von Leistungstests. Man muss einen Score von 1.5 GPA erreichen um einen ausreichenden akademischen Fortschritt zu machen und man benötigt einen Score von 2.0 GPA um das Diplom zu erhalten. Wenn man mit seinem Score unter 1.5 GPA fällt kommt man in eine Gnadenfrist (man wird auf Bewährung gesetzt) und dies kann bis zur Abweisung (Entlassung) führen. (Nur mal so am Rande, das war in Deutschland nicht der Fall). Projekte die nicht komplett abgegeben werden, werden mit der Notiz „uncomplete“ versehen und umgehend unbewertet an den Studenten zurück geschickt. Der Student muss danach alles noch einmal machen. (Auch das war in Deutschland nicht so).

Das Lernmaterial beinhaltet Travel, Nature, Outdoor, Scenic, Sports, Photojournalism, Pets, Wildlife, Fashion, Glamour, Nude, Wedding Photography, Portraiture, Children, Internet, E-Commerce, Commercial, Advertising and Stock Photography. Ebenso bekommt man extra Material mit einem kompletten Business Training. Da wird einem beigebracht, wie man mit seinen Fotos seinen Lebensunterhalt verdienen kann.

Das Studium läuft so ab, das die Aufgaben angehört werden. Dazu gibt es jeweils DVD´s die den Fotograf zeigen, wie er zu seinen Aufnahmen gekommen ist. Jederzeit kann der Kontakt per Telefon und Email zum Lehrer aufgenommen werden. Nun muss man die Aufgabe umsetzen. Nachdem sie in der Schule eingegangen ist, werden die Bilder von verschiedenen Fotografen diskutiert und beurteilt. Der Instructor nimmt die Beurteilung auf Band auf. Diese wird einem zugesendet. Es wird genau auf das Bild eingegangen und spezifische Tips gegeben um sich zu verbessern (zum Vergleich in Deutschland standen gelbe Memozettel an den Fotos mit schön, toll, gut,). Danach geht man wieder raus und versucht die Techniken und neuen Methoden die der Lehrer einem gegeben hat umzusetzen.

Während der Studienzeit haben herausragende Fotos, die von Studenten eingesendet werden die Möglichkeiten, den „Award of Merit“ zu gewinnen. Mit der Genehmigung der Studenten werden die Fotos archiviert und manchmal für neues Studienmaterial, andere Promotions und zur Gestaltung des NYI Katalogs benutzt. Zeitweise werden excellente Fotos und ungewöhnliche Arbeiten zu den Editoren von bedeutenden Magazinen wie Popular Photography, Shutterbug und Outdoor Photographer gebracht.

Paul Kline ist ein berühmter Fotograf. Er hat mehrere Awards gewonnen und arbeitet mittlerweile mit grossen Magazinen zusammen (New York Times, National Geographic, Marie Claire, Washington Post, Popular Photography und viele viele mehr). Ebenso nahm er am Silent Children Project 2008 teil.
Peter Watson ist ein berühmter Fotograf und war Light in the Landscape Fotografer des Jahres 2001.
Dianora Niccolini ist eine Fine Art Fotografin. Sie ist die Pionierin in der männlichen Aktfotografie. Sie war Präsidentin der Professional Women Photographers. Ihre Arbeit ist in zahlreichen Gallerien vorhanden, werden in vielen Magazinen gedruckt und  sie veröffentlichte über 20 Sammelbänder.
Es gibt noch einige andere, die man aufzählen könnte, wir denken jedoch das dies ausreicht.Diese Fotografen studierten alle an der NYI.

So, wir hoffen, das nun Eurer Wissensdurst gestillt ist. An dieser Stelle ein riesen Dankeschön für die vielen positiven Zusprüche in der Hinsicht diesen Weg zu gehen. Ein Dankeschön an alle die mich aufgebaut haben, an mich glauben, nie an mir und meiner Arbeit zweifeln. Ich habe etwas Angst nicht gut genug zu sein für dieses Studium. Ich weiss jedoch, das es genügend Menschen gibt, die für mich da sind und mir zur Seite stehen. Es ist schön, das es diese Menschen gibt. Wir sind sehr glücklich darüber.

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Was in der Zwischenzeit geschah
Montag, 29.06.2009

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Wir möchten Euch jetzt erzählen, was so in der Zwischenzeit geschehen ist. Mitte Mai bekamen wir den kanadischen Winter noch einmal richtig zu spüren. Während unsere Freunde und Familien in Germany bei 30° Grad geschwitzt haben, haben wir hier bei Schnee und -3° C gefroren. Das war schon ganz schön schlimm für Isabell. Bis Mitte Juni wurde es auch nicht richtig warm. Wir schwankten zwischen 10°-15°. Als es dann endlich wärmer wurde, nahmen wir unseren Frühjahrsputz am Auto vor. Leider hatten wir die letzten Wochen viel Ärger mit unserem Auto. Es ist oft kaputt gewesen und hat uns einiges gekostet. Mittlerweile läuft er wieder und wir hoffen das dies so bleibt. Wir feierten mit unseren neuen kanadischen Bekannten Isabells Geburtstag nach. Das hat riesen Spass gemacht. Es wurde an der XBOX gezockt, Poker gespielt, leckere Sachen gegessen und zum Schluss noch gegeneinander und miteinander Karaoke gesungen. Beim Pokern lag Isabell in Führung – ich glaube man sollte sie mal nach Las Vegas schicken. (Grins – Scherzle).

Kai lebt seinen grünen Daumen ebenso in Kanada aus. Als der Schnee vorbei war, kauften wir verschiedene Pflanzen.  Darunter waren 2 Tomatenpflanzen die mittlerweile Ihre Grösse mehr als verdoppelt haben. Es sind schon viele Blüten daran, die uns wohl schöne Tomaten bringen sollen. Wir werden sehen.
Als Isabell in Deutschland war, kaufte Kai einen BBQ Grill. Den weihten wir natürlich ein. Seitdem wird der Grill fast keinen Tag nicht benutzt. Die Sachen schmecken so lecker und Isabell macht sich schon Gedanken, was sie machen soll, wenn es hier so kalt ist, das der Grill nicht mehr benutzt werden kann.
Klick für GroßbildKlick für GroßbildEnde Mai feierten wir Geburtstag von Bekannten. Isabell machte einen Überraschungsbesuch. Bei der gemeinsamen Feier lernten wir neue interessante Menschen kennen. Isabell hat wieder fleissig gebacken.
Währenddessen hatten die armen Einwohner Calgary´s Anfang Juni nochmals eine dicke Ladung Schnee bekommen. Wir Gott sei Dank nicht.

Mitte Mai versuchte Kai unseren Swimmingpool einzuweihen. Es war so kalt, das es unmöglich war. Er ist nur mit dem halben Körper darin gewesen und musste wieder heraus kommen. Eine Woche später probierte er es noch einmal und es hat tatsächlich geklappt, Wetter- und Wassertemperatur waren perfekt. So genoss Kai das erste Mal unseren Pool.
Am 18.6. hatten wir unseren 8. Hochzeitstag. An dieser Stelle möchten wir uns bei Tina, Alexander, Markus, Ralf und Moni für die Glückwünsche bedanken. Eine ganz besondere Geste bekamen wir von Isabells Schulbekanntin Yi Joun aus dem ESL (English Course). Wir waren sehr gerührt darüber.

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Isabell schloss ihren ESL Course ab und bekam am 24.6. ihr Zertifikat und eine Beurteilung von allen mündlichen Aufgaben. Die Lehrerin schrieb am Ende den Satz: „Keep going with your good work“. Ab September wird Isabell 5 Tage die Woche den Englischunterricht besuchen. Sie hat jetzt Schulferien und ist sehr traurig darüber. In der Zwischenzeit trifft sie sich jedoch mit Ihrer Schulfreundin Yi Youn. Mit ihr kann sie nur englisch sprechen.
Im Forum haben wir dementsprechend für alle, die Lust haben eine neue Rubrik eröffnet. English as a second language wo verschiedene Themen geschrieben sind.
Dies ist unter anderem möglich geworden, durch den schönen 365 Tage Englischkalender von unserer Freundin Piti. Danke nochmals dafür!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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Klick für GroßbildBaseball
Donnerstag, 23.07.2009

Ende Juni sind wir das erste Mal dieses Jahr zum Baseball gegangen. Nachdem die Edmonton Oilers die Franchise übernommen haben war es eine völlig andere Organisation und wirklich professionelles Auftreten. Es hat viel Spaß gemacht und wir werden sicher noch einige male zu Spielen der Edmonton Capitals gehen.

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